{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2011-10-31", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_ASCOPA_2011-10-31.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2012/01/ascopa_verfuegung.pdf.download.pdf/ascopa_verfuegung.pdf", "Checksum": "b5cec4f6e62adb3bf19bbec35d68200a"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["ASCOPA"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "ASCOPA"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:14", "Checksum": "3448f4f0bbfdcabcc52c68b7cf038a80", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA\nRegeste:\nASCOPA\n\n500\nAct. 579, Frage 16; Act. 569, Frage 15; Act. 564, Frage 15.\n501\nAct. 562, Frage 16.\n502\nAct. 571, Frage 15.\n503\nAct. 572, Frage 16.\n504\nVgl. Fragebogen vom 6. April 2009, Frage 25: Bulgari, Chanel, Clarins, Coty, Dior, Elizabeth Arden, L’Oréal,\nP&G, PC Parfums, Wodma und YSL, welche gemeinsam rund 70% des Gesamtmarktes auf sich vereinigen,\ngeben diese vier Retailer als hauptsächliche Handelspartner an. Zählt man Estée Lauder dazu, welche zwei\ndieser vier als hauptsächliche Handelspartner angab, liegen die Marktanteile bei 85-90%.\n505\nBestimmtheitsmass ist eine Zahl, deren Wert zwischen 0 und 1 (bzw. 0 % und 100%) liegt. In unserem Fall\nzeigt das Bestimmtheitsmass an, wie verlässlich die jeweilige Trendlinie die beobachtete Beziehung zwischen\nder abhängigen (Verkaufspreise) und der unabhängigen (Einkaufspreise) Variable beschreibt. Je grösser das\nBestimmtheitsmass ist desto verlässlichere Informationen beinhaltet die zugehörige Trendlinie.\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 114\nangepasst haben. Bei Import beträgt der Wert 87%, bei Manor 99% und bei Marionnaud\n93%. Damit steht auch für die Make-up-Produkte fest, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Bruttoeinkaufspreisen und Endverkaufspreisen besteht.\n\n521. Die Datenauswertungen ergeben die in den Abbildung 18 a-d graphisch festgehaltenen\nResultate (vgl. für eine grössere Darstellung der Graphiken Anhang IIIa):\n\nAbbildung 18 a: Douglas\n\nAbbildung 18 b: Import\n\nAbbildung 18 c: Manor:\n\nAbbildung 18 d: Marionnaud:\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 115\n522. Um diese Resultate zusätzlich zu validieren, berechnete das Sekretariat den Korrelationskoeffizienten (und dessen Signifikanz) zwischen dem Verkaufspreis und dem (Brutto-)\nEinkaufspreis. Der Bruttoeinkaufspreis entspricht dem Einkaufspreis vor Abzug allfälliger\nRabatte. Vereinfacht ausgedrückt, kann anhand der abgebildeten Korrelationskoeffizienten506\nersehen werden, in wie vielen Prozenten der untersuchten Fälle eine Bruttopreisveränderung\nsich auf die Verkaufspreise ausgewirkt hat. Folgende Resultate sind zu beobachten:\n\nAbbildung 19:\n\n(Pearsonsche) Korrelationskoeffizienten zwischen Verkaufspreis und Einkaufspreis\n\nRetailer Parfums Make Up Pflege\n0.96738 0.94328 0.98538\nDouglas\n(N = 3860) (N = 1087) (N = 5550)\n\n0.89744 0.93325 0.93813\nImport\n(N = 132547) (N = 95361) (N = 62422)\n\n0.96176 0.98873 0.99712\nManor\n(N = 14688) (N = 22408) (N = 7285)\n\n0.82914 0.96564 0.95958\nMarionnaud\n(N = 1806) (N = 457) (N = 461)\n\nN = Anzahl Beobachtungen\nAlle Werte sind hochsignifikant (Irrtumswahrscheinlichkeit <0.0001)\nVerkaufspreis: Derjenige Preis, den die Retailer von Endnachfrager (Konsumenten) verlangen\nEinkaufspreis: Derjenige Preis, den die Retailer dem Produkthersteller bzw. Zwischenhändler als Kaufpreis entrichten\n\n523. Das bedeutet, im Bereich der Parfums wirken sich bei Douglas 97%, bei Import 90%,\nbei Manor 96% und bei Marionnaud 90% der Bruttopreisänderungen auf die Verkaufspreise\naus. Im Bereiche der Make-up-Produkte wirken sich Bruttopreisänderungen bei Douglas in\n94%, bei Import in 93%, bei Manor in 98% und bei Marionnaud in 98% aller Fälle aus.\nSchliesslich haben sich im Bereich der Pflege die Bruttopreisänderungen im folgenden Ausmass ausgewirkt: Douglas 99%, Import 94%, Manor 100%, Marionnaud 98%.\n\n524. Der aufgezeigte Zusammenhang zwischen Brutto- und Nettopreisen impliziert, dass für\ndie nachfolgenden Analysen durchaus die Bruttopreise herangezogen werden dürfen. Insbesondere werden damit auch die Aussagen der Retailer, die Bruttopreiserhöhungen führten zu\nNettopreiserhöhungen, empirisch gestützt: Bruttopreiserhöhungen werden in den weitaus\nmeisten Fällen vom Handel an die Endkunden weitergegeben. Dies belegt die Aussagen der\nRetailer, dass diese in der Regel nicht bereit sind, ihre Marge zu verkleinern. Damit sind die\nParteibehauptungen widerlegt, eine Abrede über Bruttopreise habe keinen Einfluss auf die\nNettopreise und sei nicht geeignet, Kollusion zu bewirken. Die Einschränkung des Preiswett-\n\n"}