{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2011-10-31", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_ASCOPA_2011-10-31.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2012/01/ascopa_verfuegung.pdf.download.pdf/ascopa_verfuegung.pdf", "Checksum": "b5cec4f6e62adb3bf19bbec35d68200a"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["ASCOPA"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "ASCOPA"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:14", "Checksum": "3448f4f0bbfdcabcc52c68b7cf038a80", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA\nRegeste:\nASCOPA\n\n263. Der damalige Vizedirektor übergab die operative Leitung der Geschäfte des zuständigen Dienstes per Oktober 2008 dem Direktor des Sekretariats, der den Dienst bis Dezember\n2008 vorübergehend leitete. Weder der Direktor noch die übrigen Sekretariatsmitarbeiter\nwussten über das Gespräch Bescheid. In der Folge wurde im Oktober 2008 eine Bonusmeldung beim Sekretariat der Wettbewerbskommission eingereicht. Die Parteien beriefen sich in\nihren Stellungnahmen auf das Treffen, darauf wird anschliessend an die Schilderung des\nVerfahrensablaufs eingegangen (vgl. Rz 301 ff.).\n264. Gestützt auf eine Bonusmeldung der […] eröffnete das Sekretariat im Einvernehmen\nmit einem Mitglied des Präsidiums der Wettbewerbskommission (WEKO) am 1. Dezember\n2008 eine Untersuchung gemäss Art. 27 KG gegen ASCOPA, Genf, sowie die Verbandsmitglieder. Namentlich handelt es sich dabei um die Beauté Prestige SA, Zürich, die Bergerat\nSA, Genf, die Bulgari Parfums SA, Neuchâtel, die Chanel SA, Genf, die Clarins SA, Plan-les-\nOuates, die Coty (Schweiz) AG, Hünenberg, die D.P. Diffusion Parfums Limited, Chiasso, die\nDeurocos Cosmetic AG, Adliswil, die Dicopar SA, Münchenstein, Elizabeth Arden, Zug, die\nDoyat Diffusion SA, Saint-Blaise, die Estée Lauder GmbH, Zürich, die HJD Distribution,\nGenf, die Juvena, Volketswil, die Kanebo Cosmetics, Glattbrugg, La Prairie Group, Volketswil, die Laboratoires Biologiques Arval S.A., Conthey, die L’Oréal Produits de Luxe SA, Renens, die Parfums de Luxe Ltd., Wallisellen, die Parlux Diffusion, Rolle, die PC Parfums\nCosmétiques SA, Zürich, die Procosa SA, Vernier, die Puig (Suisse) SA, Baden, die P&G\nPrestige Products AG, Schlieren, die Richemont Suisse SA, Genf, die Sisley SA, Bachenbülach, die Star Cos Sàrl, Biel, die Tanner SA, Cham, die Tschanz Distribution SA, Genf, die\nWodma 41 SA, Genf und die YSL Beauté, Plan-les-Ouates.\n265. Die Eröffnung der Untersuchung wurde gemäss Art. 28 KG im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 8. Dezember 2008 und im Bundesblatt vom 16. Dezember 2008296 amtlich\npubliziert. Die dreissigtägigen Frist innert der sich Dritte melden können, falls sie sich an der\nUntersuchung beteiligen wollen (Art. 28 Abs. 2 KG), lief ungenutzt ab.\n\n266. Als Verfahrenssprache wurde in Übereinstimmung mit Art. 33a des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG, SR 172.021) Deutsch festgelegt. Allerdings wurden sämtliche Behördenschreiben auf Deutsch, Französisch und in einem Fall auf Italienisch versandt. Auch fanden die schriftlichen und mündlichen Befragungen in der jeweils entsprechenden Landessprache statt. Zudem konnten die Parteien sämtliche Eingaben in der von ihnen gewünschten Landessprache machen.\n\n267. Am 4. Dezember 2008 ging beim Sekretariat eine weitere Bonusmeldung der […] ein,\nwelche am 30. Januar 2009 ergänzt wurde.\n268. In der Folge wurden Gespräche mit den beiden Selbstanzeigern, ASCOPA, Manor und\nAC Nielsen geführt. Gestützt auf die Gespräche wurden Fragebogen erstellt und am 6. April\n2009 versandt. Die Fragebogen richteten sich an ASCOPA, deren ehemaligen und gegenwärtigen Mitglieder sowie an die Parfümerie- und Kosmetik-Händler (Kaufhäuser, Apotheken, Drogerien und Parfümerien). Darüber hinaus wurden Zusatz-Fragebogen an die Selbstanzeiger adressiert. Schliesslich wurden sämtliche Verfahrensparteien aufgefordert, die\nPreislisten der von ihnen vertriebenen Marken für die Jahre 2004-2009 einzureichen sowie\ndie erzielten Umsätze für das Jahr 2009.\n\n294\nAct. 82.\n295\nAct. 171, Beilage 6.\n296\nBBl 2008, 9197.\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 66\n269. Das Sekretariat versandte ein Entwurf des vorliegenden Antrags mit einem aktuellen\nAktenverzeichnis am 27. Mai 2010 an die Parteien zur schriftlichen Stellungnahme. Die Parteien wurden auf ihr Recht zur Akteneinsicht ab dem 31. Mai 2010 aufmerksam gemacht. Akteneinsicht nahmen die […].\n\n270. Die Stellungnahmen von Arval, Bergerat, Beauté Prestige, Chanel, Clarins, Coty, Deurocos, Doyat Diffusion, Elizabeth Arden, Kanebo, L’Oréal/YSL, Parfums de Luxe, Puig, Richemont, Tschanz, La Prairie/Juvena und Star Cos gingen nach einer Fristverlängerung am\n27. August 2010 beim Sekretariat der Wettbewerbskommission ein. In begründeten Ausnahmefällen wurde eine zweite Fristverlängerung gewährt. Die Stellungnahmen von P&G,\nWodma bzw. Sisheido und Bulgari Parfums gingen bis am 6. September beim Sekretariat\nein, die Frist zur Stellungnahme für Estée Lauder, Dior/PC Parfums, Sisley und Tanner lief\nam 10. September 2010 ab.\n\n271. Im Anschluss an die Auswertung der eingegangen Stellungnahmen nahm das Sekretariat erneute Untersuchungshandlungen vor. Es holte von Import, Marionnaud, Douglas, Manor, Sun Store und Globus Angaben zu den von ihnen verkauften Produkten ein. Die Unternehmen sollten für die Jahre 2000-2010 Produktname, Produktnummer (EAN-Code), generierter Umsatz, Bruttoeinkaufspreis (ohne MWST), Nettoeinkaufspreis (ohne MWST), Verkaufspreis (ohne MWST), Verkaufsmenge und Einkaufsmenge in eine Excel-Tabelle eintragen. Zudem befragte es die Unternehmen mündlich zu den Marktverhältnissen. Marionnaud\nbeantwortete die Fragen lediglich schriftlich.297\n272. Mit Schreiben vom 11. Oktober 2010 informierte es die Verfahrensparteien über den\nweiteren Verfahrensfortgang. Die Parteien wurden darauf hingewiesen, dass das Sekretariat\nzusätzliche Untersuchungshandlungen durchführen würde, bevor es den Parteien eine überarbeitete zweite Version des Antrages vom 27. Mai 2010 zur erneuten Stellungnahme zusenden würde. Erst nach Eingang der zweiten Partei-Stellungnahmen würde der gegebenenfalls noch einmal überarbeitete Antrag des Sekretariats der Wettbewerbskommission zum\nEntscheid vorgelegt. Ferner wurden die Parteien informiert, dass die nächste Akteneinsichtsrunde in elektronischer Form erfolgen würde.\n\n"}