{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2011-10-31", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_ASCOPA_2011-10-31.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2012/01/ascopa_verfuegung.pdf.download.pdf/ascopa_verfuegung.pdf", "Checksum": "b5cec4f6e62adb3bf19bbec35d68200a"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["ASCOPA"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "ASCOPA"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:14", "Checksum": "3448f4f0bbfdcabcc52c68b7cf038a80", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA\nRegeste:\nASCOPA\n\n225. Insgesamt kann der Nutzen des Austausches der Werbeausgaben nicht losgelöst vom\nAustausch der Preislisten und Umsatzangaben betrachtet werden. Aus den Preislisten konnte ersehen werden, zu welchem Brutto-Preis ein Produkt in den Markt eingespeist wurde\n(vgl. Rz 105). Die Nettopreise waren ohne weiteres am Markt ersichtlich. Der Verkaufserfolg\nkonnte aus den Umsatzangaben der Unternehmen eruiert werden (vgl. dazu oben Rz 148\nff.). Aus den Werbekosten konnte ersehen werden, mit welchem Aufwand z.B. eine Produkt-\nNeuheit lanciert wurde.\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 57\nA.3.5 Empfehlung zu allgemeinen Geschäftsbedingungen\n\nA.3.5.1 Gegenstand des Austausches\n226. Zwischen 2002 und 2007249 gab ASCOPA einmal im Jahr Empfehlungen über „allgemeine Verkaufsbedingungen“ heraus. Wie aus dem Protokoll der Generalversammlung vom\n9. Mai 2001 hervorgeht, wurde ein Entschluss gefasst gemeinsame allgemeine Geschäftsbedingungen festzulegen. Die AGB wurden daher zwar als Empfehlungen deklariert, basierten aber auf einem Beschluss des obersten Verbandsorganes und wurden von den Mitgliedern teilweise eingehalten (s.u. Tabelle Rz 232):250\n227. Die Mitglieder sollten sich gegebenenfalls hinter den von ASCOPA beschlossenen\nVerkaufskonditionen „verschanzen“ können („se retrancher derrière ces conditions“).251\nASCOPA versandte am 20. April 2007 eine E-Mail an die Beauté Prestige, Bergerat, Bulgari,\nChanel, Clarins, Coty, Deurocos, Dicopar, Doyat Diffusion, Elizabeth Arden, Estée Lauder,\nLa Prairie/Juvena, Kanebo, L’Oréal, Arval, P&G, Dior, Pi-Parfums, Parlux Diffusion, Puig, Richemont, Sisley, Starcos, Tanner, Tschanz, Wodma und YSL. Darin informierte sie die Adressaten, dass die „Conditions générales de vente“ aktualisiert worden seien und legte je eine Version auf Deutsch und Französisch bei. Um genügend Exemplare drucken zu können,\nbat es die Adressaten innert einer fünftägigen Frist anzugeben, wie viele Exemplare gewünscht würden.252 In den Akten liegen Nachrichten vor, wonach Pi-Parfums 300253 (Nachfolgeunternehmen der Parfums de Luxe254), Chanel pro Sprache 250255 und Richemont pro\nSprache 20 Exemplare256 nachsuchten. Ferner liegt eine Nachricht von Coty vor, mit der das\nUnternehmen nach einem Exemplar in deutscher und, sofern erhältlich, in italienischer Sprache nachsucht.257\n\n228. Die AGB wurden jeweils nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne auf den neuesten\nStand gebracht258 und vor allem mit Bezug auf die darin festgelegten Frankenwerte angepasst. Sie enthielten vier Regelungspunkte259:\n\n249\nAct. 63, E-Mail inkl. Anhang von ASCOPA an Beauté Prestige, Bergerat, Bulgari, Chanel, Clarins, Coty, Deurocos, Dicopar, Doyat Diffusion, Elizabeth Arden, Estée Lauder, La Prairie/Juvena, Kanebo, L’Oréal, Arval,\nP&G, Dior, Pi-Parfums, Parlux Diffusion, Puig, Richemont, Sisley, Starcos, Tanner, Tschanz, Wodma und YSL\nvom 20. April 2007 09:24.\n250\nAct. 2, Beilagen B2 (Cartier); B4 (Clarins); B5 (Coty); B6 (Deurocos Cosmetic); B8 (D.P. Diffusion Parfums);\nB9 (Elisabeth Arden); B10 (Estée Lauder); B11 (Juvena); B12 (LCI Cosmetics International); B13 (Marbert\nKosmetik GmbH); B14 (Parfums & Beauté, Suisse, SA); B15 (Christian Dior); B17 (Parfums de Luxe Ltd); B18\n(PC Parfums Cosmétiques SA); B19 (Parlux Diffusion); B20 (Puig Suisse); B21 (Sisley); B22 (Soparco SA);\nB23 (Star Cos Sarl); B24 (Tanner); B25 (Tschanz Distribution); B26 (Unilever Cosmetics International: gehört\nheute zu Coty); B28 (YSL Beauté SA: gehört heute zu L‘Oréal).\n251\nAct. 2, A 18, 5.\n252\nAct. 62, E-Mail von ASCOPA an Beauté Prestige, Bergerat, Bulgari, Chanel, Clarins, Coty, Deurocos, Dicopar,\nDoyat Diffusion, Elizabeth Arden, Estée Lauder, La Prairie/Juvena, Kanebo, L’Oréal, Arval, P&G, Dior, Pi-\nParfums, Parlux Diffusion, Puig, Richemont, Sisley, Starcos, Tanner, Tschanz, Wodma und YSL vom 20. April\n2007 09:24.\n253\nAct. 62, E-Mail vom 20. April 2007 19:37.\n254\nAct. 62, E-Mail Wechsel zwischen Pi-Parfums und ASCOPA vom 3. Februar 2007 16:21 bzw. 26. Januar 2007\n15:02.\n255\nAct. 62, E-Mail vom 23. April 2007 08:41.\n256\nAct. 62, E-Mail vom 24. April 2007 16:04.\n257\nAct. 62, E-Mail vom 23. April 2007 10:45.\n258\nAct. 62, E-Mail ASCOPA vom 20. April 2007 09:24.\n259\nAct. 62, Anhang E-Mail von ASCOPA an Beauté Prestige, Bergerat, Bulgari, Chanel, Clarins, Coty, Deurocos,\nDicopar, Doyat Diffusion, Elizabeth Arden, Estée Lauder, La Prairie/Juvena, Kanebo, L’Oréal, Arval, P&G,\nDior, Pi-Parfums, Parlux Diffusion, Puig, Richemont, Sisley, Starcos, Tanner, Tschanz, Wodma und YSL vom\n20. April 2007 09:23; Act. 2, Beilage G1-G4.\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 58\na. Minimalbestellungen: Der Mindestwert pro Bestellung sollte netto CHF 250.–260 (Fakturawert, Rabatt abgezogen) betragen. Der Frankenbetrag änderte sich im Verlaufe der Zeit:\nJahr 2000-2004: CHF 150.–\n\nJahr 2007: CHF 250.–\n\nb. Lieferkosten: Die Pauschalbeteiligung pro Sendung an Bearbeitungs-, Verpackungsund Postspesen war auf CHF 12.– festgesetzt. Franco ab CHF 500.– Fakturawert. Diese\nBedingungen galten ebenfalls für Direktlieferungen durch den Lieferanten. Pro Express-\nSendung sollte ein Zuschlag von CHF 15.– pro Paket verlangt werden.261\nJahr 2000:262\n\nPauschalbeteiligung: CHF 8.– Franko ab CHF 500.–\nExpresssendung: CHF 12.–\n\nJahre 2001-2004:263\n\nPauschalbeteiligung: CHF 12.– Franko ab CHF 500.–\nExpresssendung: CHF 15.–\n\nJahr 2007:264\n\n"}