{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2011-10-31", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_ASCOPA_2011-10-31.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2012/01/ascopa_verfuegung.pdf.download.pdf/ascopa_verfuegung.pdf", "Checksum": "b5cec4f6e62adb3bf19bbec35d68200a"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["ASCOPA"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "ASCOPA"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:14", "Checksum": "3448f4f0bbfdcabcc52c68b7cf038a80", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA\nRegeste:\nASCOPA\n\n153. b) Die vierteljährlichen Umsatzdaten waren eine Aggregationsstufe höher. Das heisst,\ndie Umsatzangaben wurden nach den folgenden sechs Produktkategorien aufteilt: „Treatement“, „Make up“ „Sun Products“, „Fragrance Woman“, „Hair“ und „Men’s Products“. Diese\nKategorien waren wiederum in Produktgruppen unterteilt, also z.B. „Make up“ in die Gruppen\nNail make-up, Lip make-up, Eye make-up, Face make-up, all other Make-up und Make-up-\nKoffer (vgl. oben Rz 128). Aus dieser Aufstellung konnte folglich lediglich ersehen werden,\nwie viel Umsatz die Marke Y etwa mit Lippenstift, Lipgloss, Konturstiften und Lippenbalsam\n(Lip make-up) insgesamt erzielt hatte. Ein Rückschluss auf die verkaufte Menge war in Kombination mit den Bruttopreislisten und den geschätzten Rabatten zwar möglich, doch handelte es sich dabei um relativ grobe Einschätzungen, zumal der genaue Verkaufspreis an den\nHandel nicht bekannt war. Aufgrund der Umsätze liessen sich hingegen relativ detaillierte\nMarktanteilsberechnungen vornehmen.\n\n154. c) Die monatlichen Umsatzdaten standen seit 2005 (erfasst ab 2004) auf einer tieferen\nAggregationsstufe als vor diesem Zeitpunkt (vgl. die Tabellen in Rz 117 und Rz 119). In der\nneuen Darstellung wurden zwar wie bis anhin lediglich sechs Produktkategorien erfasst, welche sich neu unterschieden in: „Skin Care“, „Colour Cosmetics“, „Men’s non-frag lines“,\n„Womans Fragrance“, „Men’s Frag lines“ und „other Products.“ Im Unterschied zur vorherigen Darstellung wurden diese Kategorien in Subkategorien aufgeteilt. Die Pflegeprodukte\nwurden nun in „Facial Care“, „Body Care“, „Sun“ und „Other skin care“ aufgeschlüsselt. Die\nMake-up-Produkte waren neu in „Face Make-up“, „Eye Make-up“, „Lip Products“, „Nail Prod-\n\n174\nAct. 236, Tanner, Preisliste T. Le Clerc August 2008.\n175\nAct. 236, Deurocos, Preisliste 10/2008.\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 42\nucts“ und „Other Colour“ unterteilt. Die Männerprodukte waren neu in „Men’s frag lines“ und\n„Men’s non-frag lines“ unterschieden. Die Kategorie „Women’s Fragrances“ wurde weitergeführt. Neu enthielt die Darstellung die Kategorie „Other Products.“ Insgesamt wurde die monatliche Darstellung von sechs auf dreizehn Produktkategorien angereichert.\n\n155. Allen Darstellungen (a, b, c) ist gemein, dass sich problemlos eine Marktanteilsberechnung pro Produktkategorie vornehmen liess. Dieser Schluss wird den auch von einer\nSelbstanzeigerin ausdrücklich bestätigt176 und auch von Bergerat, Bulgari, Deurocos, Kanebo, P&G, Tschanz und Wodma nicht grundsätzlich in Abrede gestellt (vgl. Rz. 143). Die\nMarktanteilsberechnung wurde seit Einführung der Internetplattform im Mai 2005 zudem automatisch vorgenommen.177\n\n156. Darüber hinaus offenbarten die jährlichen, vierteljährlichen und monatlichen Darstellungen, welcher Anteil des Gesamtumsatzes einer Marke prozentual und in absoluten Zahlen\nauf Warenhäuser und Parfümerien entfiel. Die Austauschparteien konnten sich ein klares\nBild über die Marktanteile einer Marke einer bestimmten Produktkategorie machen. Wie Import, Manor und Douglas angaben, werden die einkauften Mengen in der Regel abgesetzt\nund dies je nachdem mehrere Male im Jahr.178 Die Hersteller/Distributoren konnten folglich\ndavon ausgehen, dass die Nachfrage, welche sich in den Umsätzen spiegelte, auch den\nTatsachen entsprach.\n\n(ii) Überwachung der Marktanteilsentwicklungen und Verhaltensanpassung\n157. Wie ausgeführt (vgl. A.3.3.1, A.3.3.2, A.3.3.3), konnte anhand der vierteljährlichen und\njährlichen Umsatzinformationen teilweise der Umsatz pro Produktnummer oder zumindest für\neine eng begrenzte Gruppe von Produkten berechnet werden. Eine Selbstanzeigerin führt\nzusätzlich aus, die ständige Überwachung des Marktanteils habe es den Unternehmen ermöglicht ihre Marktpositionen zu halten bzw. zu verbessern.179\n\n158. Dass aussergewöhnliche Marktanteilsentwicklungen gleich bemerkt wurden, lässt sich\nauch aus den Akten ersehen, in denen ein Unternehmen sich gegenüber dem ASCOPA-\nSekretariat für den hohen Zugewinn an Marktanteilen während einer Periode rechtfertigt.180\nOb diese Rechtfertigung „mit Stolz“ erfolgt ist – wie dies von den Parteien beteuert wird –\nkann dahingestellt bleiben. Tatsache ist, dass ein hoher Zugewinn an Marktanteilen entdeckt\nwurde und das Unternehmen den Zugewinn erklären musste. Daraus ist zweierlei ersichtlich:\nASCOPA prüfte die Richtigkeit der Daten und ASCOPA konnte die Marktanteilsentwicklungen beobachten.\n\n159. Ferner dokumentiert das Vorhaben des Komitees, eine Vergleichstabelle der Zahlen\nvon European Forecast mit denjenigen der ASCOPA-Umsatzangaben zu erstellen,181 den\nWillen der teilnehmenden Unternehmen die Marktanteile möglichst genau zu erfassen.\n\n160. Gemäss einem von Puig eingereichten Parteigutachten zum Parfümmarkt ist das Interesse an Marktanteilsentwicklungen gross aufgrund der hohen Durchdringung des Marktes.\nEs sei sehr schwierig, auf Markenlevel auch nur ein halbes Prozent Marktanteile zu gewinnen. Die Marktanteilsentwicklungen würden genau überwacht von den Herstellern, da es ihnen erlauben würde, die Versorgung und Vorräte der Retailer zu planen und zu bewerkstelligen und die Marketingaktivitäten auszuführen. Das Studium der Marktanteilsentwicklungen\n\n176\nAct. […].\n177\nAct. 486.001 ff.\n178\nAct. 562, Frage 3; Act. 571, Frage 3; Act. 569, Frage 3.\n179\nAct. […].\n180\nAct. 2, Beilage D 57.\n181\nAct. 74, Registerblatt 3, Protokoll vom 15. März 2007, 2.\n\n"}