{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2011-10-31", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_ASCOPA_2011-10-31.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2012/01/ascopa_verfuegung.pdf.download.pdf/ascopa_verfuegung.pdf", "Checksum": "b5cec4f6e62adb3bf19bbec35d68200a"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["ASCOPA"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "ASCOPA"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:14", "Checksum": "3448f4f0bbfdcabcc52c68b7cf038a80", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 31.10.2011 ASCOPA\nRegeste:\nASCOPA\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 12\nsäumigen Mitgliedern eine Busse von CHF 200.– pro Marke auferlegt werden sollte.20 Diese\nMassnahme wurde in der Folge auch umgesetzt.21\n19. Abbildung 3 zeigt die Anwesenheit der verschiedenen Unternehmen an den Komitee-\nSitzung bildlich auf:\n\nAbbildung 3: Teilnahme Komiteesitzungen 2000-2008\n\nTeilnahme Komi-\ntee-Sitzungen 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008\n1 2 1 2 3 4 5 1 2 3 4 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 1 2 3 4\n\nBergerat\nChanel\nClarins\n\nCosmopolitan\nDeurocos\nDior\nEstée Lauder\ni i i i i i\nJuvena\nL’Oréal\ni i i\nLa Prairie\nLancaster ab 2008\nCoty i i i\nParfums et Beauté\nPuig\nSisley\ni i i\nWodma 41\nYSL\n\nAnwesend i = invité\nEntschuldigt\nAbwesend\n\nA.2.4 Das Sekretariat\n20. Die Sekretariatsaufgaben der ASCOPA werden von der Fédération des Entreprises\nRomandes Genève (FER) besorgt. Nebst den üblichen administrativen und organisatorischen Aufgaben unterstützt die FER ihre Mitglieder in juristischen Belangen und stellt ihnen\neine Intranet-Seite zur Verfügung, welche lediglich von den jeweiligen Verbandsangehörigen\ngenutzt werden kann. Das Sekretariat handelte nicht auf eigenes Betreiben hin, sondern\nsetzte lediglich die Weisungen des Präsidenten bzw. des Komitees um.\n\n21. Das Sekretariat organisierte den Informationsaustausch. Ab Mai 2005 konnten die Resultate der verschiedenen „Umfragen“ auf der Intranet-Seite von ASCOPA abgerufen werden. Die Administration der Website wurde von einem externen Unternehmen besorgt, wobei\ndas Sekretariat einzelne Dokumente selbständig aufschalten und von der Seite entfernen\n\n20\nAct. 74, Registerblatt 3, Protokoll vom 22. März 2006, 2.\n21\nAct. 2, Beilage D 62.\n\n22/2009/02903/COO.2101.111.5.159965 13\nkonnte. Die Umsatzdaten (vgl. A.3.3) wurden nun nicht mehr per Post versandt, sondern direkt auf der Passwort-geschützten Intranet-Seite eingetragen.22\n22. Vor der Erstellung der ASCOPA-Internetplattform wurden die einzelnen Mitglieder\nbrieflich zur Dateneingabe aufgefordert.23 Das Sekretariat erinnerte die Mitglieder daran,\ndass nur diejenigen Unternehmen die Daten einsehen könnten, welche selbst Angaben geliefert hätten.24 Ferner versandte es im Verspätungsfalle Mahnungen und wies auf den Generalversammlungsbeschluss hin, wonach sich die Mitglieder verpflichtet hatten, die nachfolgend beschriebenen (vgl. unten A.3.) Informationen auszutauschen.25 Schliesslich stellte es\ndie von den Mitgliedern eingesandten Angaben zusammen und versandte diese an die Teilnehmer.26\n\n23. Ab Einführung der Internetplattform wies das Sekretariat die Mitglieder per E-Mail monatlich darauf hin, dass die „enquête“ des jeweiligen Monats eröffnet sei und die Umsatzangaben für den betreffenden Monat ab diesem Tag eingegeben werden konnten. Es setzte für\ndie Eingabe eine gewisse Frist an. Die Unternehmen sollten zudem melden, wenn eine Marke zur Statistik hinzugefügt oder weggelassen werden sollte.27 Ferner versandte das Sekretariat eine E-Mail in der es den Mitgliedern mitteilte, dass die „enquête“ nun fertiggestellt sei\nund die Auswertung konsultiert werden könnten.28 Wenn ein Mitglied seine Daten nicht innert\nder angesetzten Frist eingegeben hatte, versandte das Sekretariat ein Mahnschreiben, mit\ndem eine kurze Nachfrist von zwei Tagen angesetzt wurde. Bei Bedarf versandte es eine\nzweite Mahnung.29 Bei einer verspäteten Abspeicherung dieser Daten berechnete das Sekretariat im Namen der ASCOPA CHF 200.– pro Marke.30\n\n24. Schliesslich stellte es den Mitgliedern zwei Mal im Jahr Selbstklebeetiketten mit den\nAdressen der übrigen Mitglieder zu, um auf diese Weise den Informationsaustausch zu vereinfachen.31\n\nA.3 Die Verhaltensweisen im Einzelnen\n\nA.3.1 Vorbemerkung\n25. Die Mitglieder von ASCOPA sandten sich gegenseitig Preisinformationen (s.u. A.3.2),\ngaben einander via Verband ihre Bruttoabsatzzahlen an den Handel bekannt (s.u. A.3.3) und\norientierten sich gegenseitig über ihre Bruttowerbeinvestitionen (s.u. A.3.4). Der Austausch\nder drei Informationstypen wurde gemäss Angaben von ASCOPA seit mindestens 30 Jahren\nbetrieben, also mindestens zwischen den Jahren 1978–2008.32\n\n26. Zusätzlich zum Informationsaustausch gab ASCOPA zwischen 2000 und 2007 Empfehlungen in Bezug auf Minimalbestellwerte, Lieferkosten und Rücksendekonditionen heraus\n(s.u. A.3.5).\n\n22\nAct. 2, Beilage D 61.\n23\nVgl. Act. 2, Beilage D 58; vgl. Act. 63, E-Mail vom 28. März 2008 10:16 an Kanebo-Cosmetics.\n24\nAct. 2, Beilage D 59.\n25\nAct. 2, Beilage D 58.\n26\nAct. 63, E-Mail vom 20. März 2008 13:59 an ASCOPA-Mitglieder.\n27\nAct. 487.1; Act. 62, E-Mail vom 30. Januar 2007 08:57 an Coty.\n28\nAct. 487.1.\n29\nAct. 487.1.\n30\nAct. 2, Beilage D 62.\n31\nAct. 234, Protokoll vom 3. Juni 2002, 3.\n32\nAct. 173, Antwort auf Frage 10.\n\n"}