{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2018-05-01", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_AMAG-Vertriebsnetz_2018-05-01.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2019/amag-vertriebsnetz-schlussbericht-vom-1-5-2018.pdf.download.pdf/AMAG%20Vertriebsnetz_Schlussbericht%20vom%201.5.2018.pdf", "Checksum": "7234cafb21fd5d1b35c5ae8dc5da28f4"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["AMAG Vertriebsnetz"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 01.05.2018 AMAG Vertriebsnetz"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 01.05.2018 AMAG Vertriebsnetz"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 01.05.2018 AMAG Vertriebsnetz"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "AMAG Vertriebsnetz"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:02", "Checksum": "eb00576683349a9ccb3be31b3635e815", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 01.05.2018 AMAG Vertriebsnetz\nRegeste:\nAMAG Vertriebsnetz\n\n131. Diese Flotten-Rückvergütungstabellen weisen zudem empfohlene Preisnachlässe und\ndie verbleibenden Restmargen der Händler bei der Gewährung dieser empfohlenen Preisnachlässe aus. Bis 2013 waren diese Konditionen in den Flotten-Rückvergütungstabellen nur\nmit «empf. Nachlass» und «verbl. Restmarge H» in den entsprechenden Spalten gekennzeichnet. Ab 2014 wurden die Flotten-Rückvergütungstabellen mit dem Untertitel «Basis-Rückver-\ngütungen und zusätzliche Flotten-Rückvergütungen für Händler sowie unverbindlich empfohlene Mindest-Nachlässe gegenüber Flottenkunden» ergänzt und folgende Anmerkung in der\nForm einer Fussnote in der Flotten-Rückvergütungstabelle eingefügt: «Unverbindlich empfohlener Mindest-Nachlass des Händlers gegenüber dem Flottenkunden / verbleibende Restmarge des Händlers bei Gewährung des unverbindlich empfohlenen Mindest-Nachlasses».\n132. Gemäss Angaben der AMAG handelt es sich bei den empfohlenen Preisnachlässen in\nden Flottenkonditionen um unverbindliche Empfehlungen, von denen der Handelspartner abweichen könne. Diese Unverbindlichkeit sei deutlich gekennzeichnet. Ausserdem sei den Handelspartnern klar, dass es sich nur um eine unverbindliche Empfehlung handle. Die AMAG übe\nzu deren Einhaltung weder Druck aus, noch gewähre sie damit verbundene Anreize. Die Rückvergütung, die der Händler erhalte, sei insbesondere nicht abhängig vom gewährten Rabatt,\nsondern einzig vom Kundenstatus (z.B. Grossflotte, Kleinflotte).\n133. Darüber hinaus sei der Handelspartner frei, einen Rabatt unter dem empfohlenen Rabatt\n(sofern der Kunde dies akzeptiere) oder über dem empfohlenen Rabatt zu gewähren. Die\nPreissetzungsfreiheit des Handelspartners würde durch die empfohlenen Preisnachlässe in\nden Flottenkonditionen nicht beschränkt.\n134. Gemäss Informationen aus dem Markt ist es bei Flottengeschäften – aufgrund der tiefen\nMargen – eher unüblich, dass die Handelspartner der AMAG ihren Flottenkunden einen zusätzlichen Rabatt gewähren (können). Dennoch erscheint das Flottengeschäft lukrativ, weil\nviele Flottenkunden auch den Service bzw. die Reparaturen beim entsprechenden Händler\ndurchführen lassen. In den Bereichen Service und Reparatur lassen sich attraktive Margen\nerzielen (vgl. vorne, Rz 72).\n135. Für den Wettbewerb unter den Händlern von Bedeutung sind daher sowohl der Anteil\ndes Flottengeschäftes im Gesamtmarkt für Neufahrzeuge als auch der relative Anteil am Flottengeschäft für die zukünftigen Erträge im Reparatur- und Servicebereich.\n\n[…] Abbildung 9: Anteil Flottengeschäft je Konzernmarke im Zeitraum 2011–2015\n\n22-00027/COO.2101.111.7.305747 27\n(Darstellung Sekretariat, Quelle: AMAG)\n136. In Abbildung 9 ist der Anteil der verkauften Neufahrzeuge über das Flottengeschäft in\nProzent aller verkauften Neufahrzeuge (Gesamtabsatz) dargestellt. Es wird deutlich, dass es\nbei VW NF und Seat kleine, jedoch gegenläufige Trends gegeben hat: Bei VW NF hat das\nFlottengeschäft abgenommen, bei Seat hat es zugenommen. Allerdings sind die Anteile von\nVW NF und Seat am Gesamtumsatz mit den Konzernmarken mit je um die 10 % relativ klein.\nBei den anderen Marken gab es eher geringe Veränderungen im Flottengeschäft und somit ist\nim Gesamtmarkt für den Anteil des Flottengeschäftes für die Jahre 2011 bis 2015 über alle\nMarken hinweg keine (wesentliche) Veränderung festzustellen. Das Flottengeschäft macht um\ndie 40 % aller verkauften Fahrzeuge im Gesamtmarkt aus.\n137. Betrachtet man hingegen das Flottengeschäft im Zeitraum 2011 bis 2015 anhand der\nverkauften Fahrzeuge der AMAG Retail Betriebe und ihren entsprechenden Anteil am Gesamtabsatz, wie in Abbildung 10 dargestellt, so ist zunächst festzuhalten, dass die AMAG ihren\nAnteil im entsprechenden Zeitraum um […] (oder […] Prozentpunkte) von durchschnittlich […]\nim Jahr 2011 auf […] im Jahr 2015 des Gesamtabsatzes im Flottengeschäft steigerte. Im Jahr\n2014 erreichte ihr Anteil mit über […] einen Höchststand im betrachteten Zeitraum.\n138. Betrachtet man die Entwicklung separat für die einzelnen Konzernmarken, so ergibt sich,\ndass die AMAG Retail Betriebe ihre Marktanteile im Flottengeschäft bei allen Marken steigerten. Unterschiede gibt es nur hinsichtlich des entsprechenden Wachstums der Marktanteile,\nwobei die stärkste Steigerung mit […] bzw. […] Prozentpunkten (von […] auf […]) im Geschäft\nmit Škoda zu verzeichnen ist, gefolgt von der Marke Audi mit […] Prozentpunkten höheren\nMarktanteilen.\n\n[…] Abbildung 10: AMAG-Anteil am Flottengeschäft je Konzernmarke im Zeitraum 2011–\n2015\n(Darstellung Sekretariat, Quelle: AMAG)\n139. Demnach ist im Hinblick auf den Anteil des Flottengeschäftes im Gesamtmarkt von einem stabilen Marktumfeld auszugehen, was im Ergebnis (durch die üblicherweise geringeren\nMargen im Flottengeschäft) nicht zu höherem Druck auf die Ertragssituation aller Händler geführt haben sollte.\n140. Betrachtet man hingegen die Verteilung des Flottengeschäftes zwischen AMAG Retail\nBetrieben und den Händlern, so ist festzustellen, dass eine relativ starke Verschiebung von\nMarktanteilen hin zu AMAG Retail stattgefunden hat. Insbesondere im Hinblick auf den lukrativen Bereich des Servicegeschäfts ist diese Situation nicht ganz unproblematisch, da sich hier\ndie Ausgangssituation zu Gunsten der AMAG verschoben hat.\n\n"}