{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2009-10-19", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_ADSL-II_2009-10-19.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2010/01/adsl_ii.pdf.download.pdf/adsl_ii.pdf", "Checksum": "2676bd0df7ff988cedb969c0d7c57f81"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["ADSL II"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 19.10.2009 ADSL II"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 19.10.2009 ADSL II"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 19.10.2009 ADSL II"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "ADSL II"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:16", "Checksum": "e75f44eb02045f142e899defb0daff5e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 19.10.2009 ADSL II\nRegeste:\nADSL II\n\n111\nDer Schweizer Breitbandmarkt im internationalen Vergleich, BAKOM, Biel, Juli 2006, S. 17.\n112\nSwisscom, Geschäftsbericht 2007, Facts & Figures.\n113\nIm Vergleich dazu setzte Sunrise im Jahr 2007 1'949 Mio. Franken um bei einem Reingewinn von\n170 Mio. Franken (www.sunrise.ch/uebersunrise/unternehmensportraet/geschaeftsergebnisse.htm,\nbesucht am 22. September 2008).\n114\nHandelszeitung vom 22.-28. August 2007, S. 5.\n115\nSunrise als zweitgrösster Anbieter verfügt über rund 0.44 Mio. Festnetzkunden (davon: 0.28 Mio.\nInternetkunden) und 1.6 Mio. Mobilfunkkunden (www.sunrise.ch/facts-and-figures.pdf, besucht am 5.\nNovember 2009).\n\n27/102\n112. Swisscom macht in Rz. 23 ihrer Stellungnahme vom 26. März 2009 116 geltend, dass\ndie Zersplitterung der über 400 Kabelnetze tatsachenwidrig sei, da es ca. 20 Kooperationen\nunter den Kabelnetzanbietern gäbe. Im Übrigen würde eine solche Zersplitterung aus Endkundensicht ohnehin keine Rolle spielen.\n\n113. Hierzu ist Folgendes anzumerken: Die genannten Zahlen sind nicht tatsachenwidrig,\nsondern an den genannten Quellen nachzulesen (vgl. Rz. 103). Aus Endkundensicht ist es\ntatsächlich nur dann von Belang, ob die Kabelnetze zersplittert sind, wenn der Endkunde\numzieht und am neuen Ort einen anderen ISP bestimmen muss. Die Zersplitterung ist aus\nSicht der Marktgegenseite im relevanten Wholesale-Markt jedoch von sehr grosser Bedeutung. Es ist ein Unterschied für einen ISP, ob er mit nur einem Wholesale-Anbieter über ein\nAngebot für die ganze Schweiz verhandelt und Verträge abschliesst, oder ob er das mit 20\noder 400 Wholesale-Anbietern tun muss, um auf eine ähnliche Abdeckung zu kommen. Da\ndie von Swisscom geltend gemachten Kooperationen schliesslich nur in Bezug auf Endkundenangebote bestehen und von den allermeisten Kabelnetzbetreibern gar kein Wholesale-\nAngebot existiert, kann Swisscom daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten.\n\n114. Swisscom macht in Rz. 97 ihrer Stellungnahme vom 26. März 2009 117 geltend, dass\ndie Zahl der Breitbandanschlüsse, über welche Swisscom angeblich verfüge, viel zu hoch\nangesetzt sei, weil neben den aktiven Anschlüssen auch noch die sogenannt belassenen\nLeitungen einbezogen werden. Dieses Vorgehen sei nachweislich falsch, wie auch die Teilverfügung der ComCom betreffend Zugang zum schnellen Bitstrom belege.\n\n115. Hierzu ist Folgendes festzuhalten: Swisscom selbst verweist in Rz. 22 ihrer Stellungnahme vom 26. März 2009 bezüglich der Anschlüsse der Kabelnetzbetreiber auf die Zahl der\nverfügbaren breitbandfähigen Kabelnetzanschlüsse von 2.5 Mio. Damit diese 2.5 Mio. möglichen Anschlüsse vergleichbar sind, muss jedoch auch bei Swisscom auf die potenziell möglichen Anschlüsse abgestellt werden. Ein reines Abstellen nur auf die Anzahl der aktiven Anschlüsse von [2 - 4] Mio. wäre nicht sachgerecht, da einerseits ansonsten auch bei den Kabelnetzbetreibern nur die aktiven Anschlüsse zu berücksichtigen wären und andererseits das\nPotenzial der möglichen Kunden nicht angemessen berücksichtigt würde. In Zusammenhang\nmit der Anzahl der Anschlüsse ist im Übrigen nicht von Marktanteilen, sondern eher von verfügbaren Anschlüssen zu sprechen.\n\n116. Des Weiteren ist auch der Einwand von Swisscom auf die Teilverfügung der ComCom\nvom 21. November 2007 nicht zu hören: Die ComCom stellte in ihrem damaligen Entscheid\neinzig auf die rund [2 - 4] Mio. aktiven Anschlüsse ab, da Swisscom, obwohl dazu aufgefordert, keine Angaben über die effektiv vorhandenen Anschlüsse lieferte. Zudem wies die\nComCom auch darauf hin, dass noch eine Anzahl weiterer Anschlüsse existiere, die zwar\nverlegt, jedoch nicht in Betrieb sei 118 . Selbst Swisscom gab an, dass die Gesamtzahl ihrer\naktiven und inaktiven Doppelader-Metallleitungen knapp [4 - 8] Mio. betrage 119 , wobei es\nSwisscom wiederholt unterliess, zu präzisieren, wie viele inaktive Anschlüsse berücksichtigt\nwerden könnten.\n\n117. Swisscom macht in Rz. 98 ihrer Stellungnahme vom 26. März 2009 120 geltend, die Eigenleistungen vertikal integrierter Unternehmen und damit auch der Kabelnetzbetreiber\nmüssten in die Betrachtung des aktuellen Wettbewerbs einbezogen werden. Entsprechend\nsei Swisscom auf dem Wholesale-Markt aktuellem, konkretem Wettbewerbsdruck seitens\nder Kabelnetzbetreiber ausgesetzt.\n\n116\nAkte Nr. 123.\n117\nAkte Nr. 123.\n118\nTeilverfügung der ComCom vom 21. November 2007, S. 14, Fn. 4.\n119\nSchreiben Swisscom vom 25. Januar 2009, Akte Nr. 80, S. 4.\n120\nAkte Nr. 123.\n\n28/102\n118. Hierzu ist Folgendes festzuhalten: Wie bereits erwähnt (vgl. Rz. 78) können Eigenleistungen der Kabelnetzanbieter nur via Endkundenmarkt eine Wirkung auf den Wholesale-\nMarkt ausüben. Der Einfluss des nachgelagerten Marktes wird in den Rz. 147 ff. geprüft.\n\n119. Swisscom macht in Rz. 103 ihrer Stellungnahme vom 26. März 2009 121 geltend, dass\ndie Finanzkraft von Swisscom kein Argument für eine Marktbeherrschung von Swisscom sei,\nda auch Cablecom mit ihrer ausländischen Muttergesellschaft ein finanzstarkes Unternehmen sei.\n\n120. Hierzu ist Folgendes anzumerken: Der Marktaustritt von Tele2 hat eindrücklich gezeigt,\nwie ausländische Mutterkonzerne mit ihren schweizerischen Tochtergesellschaften agieren,\nwenn die entsprechenden Erfolge nicht erreicht werden. Daher spricht eine allenfalls finanzkräftige ausländische Muttergesellschaft weder für eine starke Marktstellung der in der\nSchweiz tätigen Tochtergesellschaft, noch spricht sie gegen die Berücksichtigung der Finanzkraft von Swisscom bei ihrer Beurteilung der Marktstellung.\n\n"}