{"Signatur": "CH_WBK_001", "Spider": "CH_WEKO", "Datum": "2009-10-19", "PDF": {"Datei": "CH_WEKO/CH_WBK_001_ADSL-II_2009-10-19.pdf", "URL": "https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2010/01/adsl_ii.pdf.download.pdf/adsl_ii.pdf", "Checksum": "2676bd0df7ff988cedb969c0d7c57f81"}, "Scrapedate": "2026-02-13", "Num": ["ADSL II"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Wettbewerbskommission 19.10.2009 ADSL II"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Wettbewerbskommission 19.10.2009 ADSL II"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Wettbewerbskommission 19.10.2009 ADSL II"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Wettbewerbskommission "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Wettbewerbskommission "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "ADSL II"}], "ScrapyJob": "446973/67/1907", "Zeit UTC": "13.02.2026 03:13:16", "Checksum": "e75f44eb02045f142e899defb0daff5e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Wettbewerbskommission 19.10.2009 ADSL II\nRegeste:\nADSL II\n\n56. Es stellt sich die Frage, ob sogenannte Wireless Local Area Networks (WLAN) als\nSubstitute in Frage kommen. Bei WLAN handelt es sich um drahtlose lokale Netzwerke, die\neinen breitbandigen Zugang für mobile Endgeräte (z.B. Laptops) erlauben. WLAN ist typischerweise an häufig frequentierten Stellen wie Bahnhöfen, Hotels oder Flughäfen erhältlich\n(sogenannte Hotspots). WLAN ist von der Reichweite her begrenzt und nur punktuell verfügbar. Die Qualität der Datenübertragung ist dabei von verschiedenen Faktoren abhängig. Solche Faktoren sind die Umgebung (Sichtverbindung, Distanz), die Interferenzsituation oder\ndie Anzahl der aktiven Teilnehmer. WLAN ist beispielsweise nur bedingt geeignet, benachbarte Gebäude miteinander zu vernetzen 53 . Zudem basiert der Anschluss der WLAN-\nSendeeinrichtung auf einem drahtgebundenen Zugang (z.B. xDSL, Glasfaser oder CATV-\nAnschluss). Auch ist die Erschliessung von Stadteilen (z.B. Stadt Luzern) mittels WLAN nur\nfür gewisse Anwendungen geeignet, da die Access-Points nur für den drahtlosen Internetzugang im Freien angelegt sind 54 . Aufgrund dieser Eigenschaften ist WLAN hinsichtlich des\nVerwendungszwecks nicht als Substitut zu ADSL im Sinne von Art. 11 Abs. 3 lit. a VKU anzusehen.\n\n50\nwww.swisscom-mobile.ch/scm/wir_umts-de.aspx, besucht am 18. August 2008.\n51\nBestätigt durch BGE 132 II 485.\n52\nwww.swisscom-mobile.ch/scm/wir_hsdpa-de.aspx, besucht am 18. August 2008.\n53\nBAKOM, Wireless Local Area Network (WLAN), Frequently Asked Questions, V3.2, S. 5.\n54\nNZZ vom 8. Mai 2007, B8.\n\n15/102\n57. Zu prüfen ist auch, ob die Wireless Local Loop (WLL) Technologie mit ADSL vergleichbare Eigenschaften aufweist. Mittels WLL können von einer Basisstation Funkverbindungen\nzu mehreren Teilnehmeranlagen (Point-to-Multipoint) erstellt werden. Die ComCom vergab\nursprünglich drei nationale und vier regionale WLL Konzessionen. WLL erlangte jedoch in\nder Schweiz keinerlei Marktrelevanz. Allein im Jahr 2006 kam es bei den WLL-Konzessionen\nzu zwei Konzessionsübertragungen und einer Konzessionsrückgabe 55 . WLL bedingt eine direkte Sichtverbindung zwischen Basisstation und Empfänger, was dessen Anwendungsbereich erheblich einschränkt 56 . Die WLL-Konzessionsinhaber beschränken sich oft auf Testbetriebe, damit die konzessionsrechtlichen Anforderungen an eine minimale Betriebspflicht erfüllt werden. WLL ist deshalb ebenfalls nicht als Substitut zu einem drahtgebundenen Internetzugang anzusehen.\n\n58. Im Weiteren stellt sich die Frage, ob ein Broadband Wireless Access (BWA) als Substitut zu einem drahtgebundenen Internetzugang in Frage kommt. Unter BWA ist ein drahtloser\nBreitbandanschluss an ein Fernmeldenetz zum Beispiel für den Zugang zum Internet zu verstehen. Die ComCom schrieb am 29. November 2005 drei BWA-Konzessionen zur Vergabe\naus. Am 7. Juni 2006 vergab die ComCom lediglich an Swisscom Mobile eine BWA-\nKonzession, da Swisscom Mobile als einziges Unternehmen ein Gebot einreichte. Eine weitere BWA-Konzession wurde von der ComCom am 7. Mai 2007 an die Firma Inquam vergeben. Die Konzessionsinhaber sind zu Minimalauflagen betreffend den Netzaufbau verpflichtet, unter anderem müssen 120 Sendeeinheiten bis September 2010 in Betrieb stehen. Im\nÜbrigen liess Swisscom im Januar 2008 verlauten, dass die Technik WiMAX 57 noch nicht\nmarktreif sei 58 . Aufgrund des ungewissen Entwicklungspotenzials sowie teilweise derselben\nBedenken wie der bezüglich WLAN und WLL erwähnten (Verfügbarkeit, Qualität, Marktrelevanz) ist BWA nicht als Substitut zu einem drahtgebundenen Internetzugang einzustufen.\n\n59. Überdies kann geprüft werden, ob ein Breitbandzugang via Satellit als Substitut zu einem leitungsgebundenen Breitbandzugang in Frage kommt. In der Schweiz können solche\nAngebote von verschiedenen Betreibern bezogen werden. Die Verbindungsqualität ist dabei\nwitterungs- und umgebungsabhängig. Installations- und Abonnementskosten sind im Vergleich mit drahtgebundenen Breitbandzugängen zum Teil deutlich höher, was gegen eine\nSubstituierbarkeit spricht. Die Mehrheit der Angebote erfordert zudem als Rückkanal\n(upstream) eine Telefonanschlussleitung, womit ein Teil des Datenverkehrs wiederum von\neinem leitungsgebundenen Zugang abhängt. Erhältlich sind auch zweiwegfähige Systeme,\nwelche nicht auf eine Rückleitung angewiesen sind. Solche Systeme sind jedoch ebenfalls\nteuer und kommen daher eher für gewisse mobile Geschäftsanwendungen zum Einsatz 59 .\nDie mit der Satelliten-Technologie verbundenen Kosten sind sowohl für die Satellitenbetreiber und ISP wie auch für die Kunden relativ hoch 60 . Zudem liefern einige Anbieter nicht in die\nSchweiz 61 . Ein Breitbandzugang via Satellit ist deshalb nicht als Substitut zu einem drahtgebundenen Internetzugang anzusehen.\n\n60. Bezüglich der drahtlosen Zugangstechnologien UMTS, WLAN, WLL, BWA und Satelliten ist daher allgemein festzustellen, dass diese im Vergleich zu leitungsgebundenen Technologien in der Regel niedrigere Übertragungsraten zu teilweise deutlich höheren Preisen,\neine höhere Störanfälligkeit beispielsweise durch die Umgebung, aufgrund von Witterungseinflüssen oder durch Interferenzen, niedrigere Verbindungsstabilität und grössere Datensi-\n\n"}