{"Signatur": "CH_VB_999", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1986-06-12", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_999_JAAC-51-15--_1986-06-12.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000365.pdf?ID=150000365", "Checksum": "8b10b94037efc22507fbeab5c511ebb1"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 51.15 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden 12.06.1986 JAAC 51.15 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  autres autorités 12.06.1986 JAAC 51.15 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) altre autorità 12.06.1986 JAAC 51.15 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  autres autorités"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) altre autorità"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Département fédéral de l'intérieur"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:35:14", "Checksum": "5e59ec9d9f8a818d85469cc684af2aef", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden 12.06.1986 JAAC 51.15 \r\n\n 5\nder Heilanpreisungen führt Art. 19 aus, für Lebensmittel seien im allgemeinen\nHinweise irgendwelcher Art auf eine krankheitsheilende oder -verhütende\nWirkung sowie Hinweise verboten, die auf eine günstigere gesundheitliche\nWirkung schliessen liessen, als sie das betreffende Lebensmittel von Natur aus\nbesitze. Anpreisungen der letzteren Art bedürfen der Bewilligung durch das\nBAG.\n3.3. Was den Begriff der Arzneimittel (Medikamente) anbelangt, so enthält\ndie Krankenversicherungs-Gesetzgebung keine Definition (Art. 12 Abs. 2\nZiff. 1 Bst. c BG vom 13. Juni 1911 über die Krankenversicherung, KUVG,\nSR 832.10; Art. 22 V III vom 15. Januar 1965 über die Krankenversicherung\nbetreffend die Leistungen der vom Bund anerkannten Krankenkassen und\nRückversicherungsverbände, SR 832.140; V VIII vom 30. Oktober 1968 über\ndie Krankenversicherung betreffend die Auswahl von Arzneimitteln und\nAnalysen, SR 832.141.2 und Vf 10 des EDI vom 19. November 1968 [Aufnahme\nvon Arzneimitteln in die Spezialitätenliste], SR 832.141.21). Auch die in SR\n812 (Heilmittel) aufgeführten Erlasse enthalten keine Begriffsumschreibung\nfür «Heilmittel». Heilmittel sind, wie ihr Name sagt, Mittel, die der Heilung\ndienen. Es sind der Besserung und Heilung von Krankheiten dienende Mittel\n(Der neue Brockhaus, Wiesbaden 1974, II. Band, S. 557). Laut Bernet Arthur\n(Die Arzneimittel in der Krankenversicherung, 1980, Schweizerische Zeitschrift\nfür Sozialversicherung, 1981, S. 32 ff.) gehören aus der grossen Zahl der\nin der ärztlichen Behandlung gebräuchlichen Heilmittel aller Art zu den\nArzneimitteln (Medikamenten) im engeren Sinne:\n- die chemisch-pharmazeutischen Wirkstoffe oder Wirkstoffverbindungen in\nihren ursprünglichen physikalischen Grundformen, die wissenschaftlich in\nder Schweizerischen Landespharmakopöe beschrieben sind;\n- die konfektionierten Arzneimittel (in Form von Tabletten, Ampullen,\nSuppositorien usw.), die unter ihrer in der Pharmakopöe wissenschaftlich\numschriebenen Sachbezeichnung in Umlauf gebracht werden;\n- die pharmazeutischen Spezialitäten, das heisst konfektionierte Arzneimittel,\ndie vom Hersteller als markengeschützte Originalpräparate vertrieben\nwerden.\nDie galenischen Darreichungsformen, die dosierten Stärken und die\nPackungseinheiten fallen dabei als Unterscheidungsmerkmale ausser Betracht\n(vgl. Bernet, a.a.O., S. 32).\n4. Das BAG argumentiert nunmehr wie folgt:\n4.1. Dass die fraglichen Blütenpollenkapseln schon lange in Deutschland als\nLebensmittel im Handel seien, beweise noch nicht, dass Pollenkapseln in der\nBRD offiziell als Lebensmittel anerkannt seien.\n4.2. Bei der ständigen Praxis, wonach Produkte in Heilmittel-Aufmachung\n(Pillen, Dragées, Oblaten- und Gelatine-Kapseln, Tabletten, die unzerkaut\ngeschluckt werden) als Lebensmittel abgelehnt würden, stütze sich das BAG\nauf Art. 15 LMV, wonach für Lebensmittel unter anderem auch Arten der\nAufmachung nicht zur Täuschung über Natur, Herkunft usw. geeignet sein\ndürfen. Gerade bei Produkten aus dem Grenzbereich Heilmittel/Lebensmittel\n(Grauzonenprodukte) - um ein solches handle es sich beim Pollen der\nBeschwerdeführerin - sei es besonders wichtig, dass der Konsument durch die\n\n"}