{"Signatur": "CH_VB_999", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1986-06-12", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_999_JAAC-51-15--_1986-06-12.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000365.pdf?ID=150000365", "Checksum": "8b10b94037efc22507fbeab5c511ebb1"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 51.15 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden 12.06.1986 JAAC 51.15 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  autres autorités 12.06.1986 JAAC 51.15 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) altre autorità 12.06.1986 JAAC 51.15 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  autres autorités"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) altre autorità"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Département fédéral de l'intérieur"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:35:14", "Checksum": "5e59ec9d9f8a818d85469cc684af2aef", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden 12.06.1986 JAAC 51.15 \r\n\n JAAC 51.15\n\nEntscheid des Eidg. Departementes des Innern vom\n12. Juni 1986\n\nPolice des denrées alimentaires. Recours au Département fédéral de\nl’intérieur contre une décision selon laquelle un produit à base de\npollen de fleurs qui, sous forme de poudre, est reconnu comme denrée\nalimentaire, ne peut être mis dans le commerce sous forme de capsules,\nau motif qu’il s’agit en ce cas d’un médicament. II n’est pas admissible\nde se fonder sur la forme sous laquelle un produit est administré, que\nl’ordonnance applicable en l’espèce ne mentionne pas dans la liste\nexhaustive des critères de définition des denrées alimentaires. Quant\nau conditionnement dans des capsules de levure semblables à des\nhosties, qui ne constituent manifestement pas un médicament soumis\nau contrôle des cantons, l’autorisation ne peut pas être refusée, pour\nautant qu’il n’y ait pas lieu de craindre des dommages pour la santé.\nL’autorité peut, afin de prévenir une tromperie du consommateur, poser\ndes conditions et des charges touchant notamment la manière de vanter\nles qualités du produit.\n\nLebensmittelpolizei. Beschwerde an das Eidgenössische Departement\ndes Innern gegen die Verfügung, wonach ein Produkt aus Blütenpollen,\ndas in Pulverform als Lebensmittel anerkannt ist, nicht in Kapselform\nzugelassen werde, weil es sich dann um ein Heilmittel handle.\nUnzulässig ist das Abstellen auf die Verabreichungsform, die nicht\nunter die in der anwendbaren Verordnung abschliessend aufgezählten\nDefinitionskriterien für Lebensmittel fällt. Bei der Verpackung in\nKapseln aus Hefe, ähnlich Oblaten, die offensichtlich kein unter die\nkantonale Kontrolle fallendes Medikament darstellt, darf die Zulassung\nnicht verweigert werden, soweit keine gesundheitlichen Schäden zu\nbefürchten sind. Die Zulassungsbehörde darf zur Verhinderung einer\nTäuschung des Verbrauchers Bedingungen und Auflagen, namentlich\nbetreffend die Anpreisung, aufstellen.\n\n1\nPolizia delle derrate alimentari. Ricorso al Dipartimento federale\ndell’interno contro una decisione secondo la quale un prodotto a base di\npolline di fiori che, sotto forma di polvere, è riconosciuto come derrata\nalimentare, non può essere immesso in commercio in forma di capsule,\npoichè si tratterebbe allora di un medicamento. Non è ammissibile\nfondarsi sulla forma di somministrazione che l’ordinanza applicabile\nin materia non elenca nella lista esauriente dei criteri di definizione\ndelle derrate alimentari. Per quanto concerne l’apprestamento in\ncapsule di lievito simili a ostie, che non costituiscono manifestamente\nun medicamento soggiaceste al controllo dei Cantoni, l’autorizzazione\nnon può essere rifiutata, nella misura in cui non si debbano temere\ndanni alla salute. L’autorità preposta all’ammissione può porre\ncondizioni e oneri in particolare relativi al modo di decantare le qualità\ndel prodotto, onde impedire che il cliente sia indotto in errore.\n\nI\n\nA. Mit Entscheid vom 14. Juni 1985 lehnte das Bundesamt für\nGesundheitswesen (BAG) das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 30. Januar\n1985 um Zulassung des Produktes «Blütenpollen in Kapseln» als Lebensmittel\ngemäss Art. 5 Abs. 2 der V vom 26. Mai 1936 über Lebensmittel und\nGebrauchsgegenstände (Lebensmittelverordnung [LMV], SR 817.02) ab. Zur\nBegründung führte es an, die Verabreichung des Pollens in Form von Kapseln,\ndie weder getrunken, gegessen noch gekaut würden, könne gemäss ständiger\nPraxis nicht bewilligt werden, da es sich nicht um ein Lebensmittel handle.\nGegen Pollen offen im Glas sei dagegen grundsätzlich nichts einzuwenden.\nWohl habe die Firma vorgebracht, die Kapselform sei für das Mittragen\nbeim Sport gedacht, und der Kapselinhalt sei derselbe wie im Glas. Sie\nvergleiche die Kapseln mit Lutschbonbons und rechne sie den Lebensmitteln\nzu, weil sie ihrer Meinung nach im Mund verarbeitet würden. Die Kapseln\nseien zudem in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) seit Jahrzehnten als\nLebensmittel zugelassen. Überdies sei auf das unter BAG-Nr. 2158 zugelassene\nPollenprodukt «Melbrosia» zu verweisen, und die Firma verlange daher\ngleicherweise die Zulassung ihres eigenen Erzeugnisses.\nDem könne das BAG indessen nicht zustimmen. Zu den Lebensmitteln\ngehörten einerseits die Nahrungsmittel im allgemeinen, die für den Aufbau\noder Unterhalt des menschlichen Körpers notwendig seien, und andererseits\ndie Spezialnahrungsmittel (diätetische Nährmittel und vitaminisierte\nNahrungsmittel). Für die Beurteilung einer Ware als Lebensmittel seien\ndie Zusammensetzung oder der Verwendungszweck massgebend. Die\nvon der Firma gewählte Verabreichungsform lasse auf ein Medikament\nschliessen. Eine Rechtsungleichheit liege nicht vor: Beim «Melbrosia» handle\nes sich um eine angenehme, süss schmeckende Kautablette auf der Basis\nvon Fruchtzucker und Blütenpollen. Kaue man dagegen die Kapseln mit\nPollen-Pur, so habe man keinen eigentlichen Genuss, sondern eher einen\n\n"}