{"Signatur": "CH_VB_999", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2010-10-08", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_999_150000206_2010-10-08.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000206.pdf?ID=150000206", "Checksum": "a1d516d99136ba488865365498e65352"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["150000206"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden 08.10.2010 150000206"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  autres autorités 08.10.2010 150000206"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) altre autorità 08.10.2010 150000206"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  autres autorités"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) altre autorità"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Rainer J. Schweizer/Jan Scheffler/Benedikt van Spyk"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:18:29", "Checksum": "dc4d7044c02976bd467df54fdbf933fc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden 08.10.2010 150000206\n\nVPB/JAAC/GAAC 2010, Ausgabe vom 1. Dezember 2010 137\nGutachten Rainer J. Schweizer/Jan Scheffler/Benedikt van Spyk\n220\nmens vom 21. November 1947 über die Vorrechte und Immunitäten der Sonderorganisationen der\n221\nVereinten Nationen. Hingegen hat die Schweiz das Übereinkommen vom 9. Dezember 1994 über\n222\ndie Sicherheit von Personal der Vereinten Nationen und beigeordnetem Personal ratifiziert. Dieses\nhat allerdings für die hier interessierenden Fragen nur eine geringe Bedeutung: Es richtet sich auf\n(Krisen-)Einsätze der UNO, bezieht sich aber nicht auf die ständigen UN-Büros wie dasjenige in\n223\nGenf. Immerhin kann die Schweiz gemäss Art. 1 Bst. e \"Transitstaat\" sein bei solchen Einsätzen.\nAbgesehen von dieser speziellen Konstellation richten sich die völkerrechtlichen Pflichten der Schweiz\nzum Schutz der internationalen Organisationen insgesamt zum einen nach den Sitzabkommen, die sie\nmit diesen Organisationen abgeschlossen hat, und zum anderen nach völkergewohnheitsrechtlichen\nStandards. Wie schon in Bezug auf die ständigen Vertretungen ausländischer Staaten verbleiben die\n224\nSitzabkommen mit Blick auf den Schutz der internationalen Organisationen selbst wiederum im\n225 226\nUngefähren. Auf interner schweizerischer Ebene liefert das Gaststaatgesetz (GSG) ebenfalls\n227\nkeine Konkretisierung, da dieses kaum Sicherheits- und Schutzaspekte , sondern ganz überwiegend\nAbwehrrechte und die wirtschaftliche Dimension von Vorrechten und Immunitäten zum Gegenstand\nhat. Völkergewohnheitsrechtlich ist indes unbestritten, dass die Schweiz einer dem normativen Gehalt\nder einschlägigen Bestimmungen des WÜD entsprechenden Schutzpflicht auch in Bezug auf die hier-\n228\nzulande ansässigen internationalen Organisationen (Personal und Räumlichkeiten) unterliegt.\n\n"}