{"Signatur": "CH_VB_999", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2006-11-29", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_999_150000137_2006-11-29.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000137.pdf?ID=150000137", "Checksum": "5e6b0615cb22a577a02dde6f598c3422"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["150000137"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden 29.11.2006 150000137"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  autres autorités 29.11.2006 150000137"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) altre autorità 29.11.2006 150000137"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  autres autorités"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) altre autorità"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kiener Regina/Durrer Beatrice/Fässler Stéphanie/Krüsi Melanie"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:19:53", "Checksum": "caf921e8f3b434a8c114772c2e6a2843", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden 29.11.2006 150000137\n\nVPB/JAAC/GAAC 2008 47\nAvis de droit / Gutachten\n\nLoin de déjouer les objectifs de la législation fiscale, la réforme tend à empêcher que le\nmême objet soit imposé deux fois et tient compte des réformes récentes qui ont eu lieu dans\nun grand nombre de cantons. Dans ces conditions, les projets parlementaires ne sont pas\nincompatibles avec les principes de l’égalité fiscale et de l’imposition selon la capacité\ncontributive. Ils peuvent être adoptés sans que soit introduit parallèlement un impôt sur les\ngains en capital, lequel n’existe dans aucun canton et a été refusé nettement par le peuple et\nles cantons en 2001. Dans son ensemble, la réforme envisagée ne porte atteinte à aucun\nintérêt public prépondérant et recherche bien plutôt des intérêts généraux importants, notamment la neutralité du financement des entreprises et de leur forme juridique, ainsi que la\ncroissance économique, qui est un des buts assignés à la Confédération par la Constitution .\n\nIl est certes permis de penser de bonne foi que les innovations proposées sont contraires à\nl’équité : c’est l’aspect politique de la question. Toutefois, du point de vue strictement juridique, elles n’entraînent aucune violation des articles 8 et 127 Cst.\n\nCONCLUSION\nLa réforme de la fiscalité des entreprises qui réduit le taux d’imposition des parts de participation et dividendes à 60%, respectivement 50%, se conforme à la Constitution, sans que\nparallèlement soit introduit un impôt sur les gains en capital.\n\nVPB/JAAC/GAAC 2008 48\nAvis de droit / Gutachten\n\nVon der Verfassungsmässigkeit einer Milderung der Dividendenund Beteiligungsbesteuerung im Geschäfts- oder Privatvermögen\nohne Einführung einer Kapitalgewinnsteuer\n\nI. DIE PROBLEMSTELLUNG\nA. Der Entwurf des Bundesrats\nIn seiner Botschaft vom 22. Juni 2005 zum Bundesgesetz über die Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen für unternehmerische Tätigkeiten und Investitionen 90 erklärte\nder Bundesrat, dass die Reform ungerechtfertigte Überbesteuerungen, namentlich die Besteuerung der Dividendenausschüttungen an Aktionäre, mildern wolle. Er schlug vor, die\nDividenden im Privatvermögen nur noch zu 80 Prozent und die Beteiligungen im Geschäftsvermögen nur noch zu 60 Prozent zu erfassen. Ferner rief er in Erinnerung, dass Gewinne\nauf der Veräusserung von privaten Wertschriften steuerfrei bleiben. Dagegen wollte er sicherstellen, dass alle Unternehmen mindestens die Kapitalsteuer bezahlen, und Massnahmen zu Gunsten der Personenunternehmen treffen. Ausserdem hielt er dafür, dass die Milderung der wirtschaftlichen Doppelbelastung der Dividenden allen Anteilsinhabern, unabhängig von der Höhe ihrer Beteiligung, zu gewähren sei.\n\nDie Stellungnahme des Bundesrats gründete weitgehend auf den Feststellungen der Expertenkommission für eine rechtsformneutrale Unternehmensbesteuerung (ERU). Diese wies\ndarauf hin, dass nur noch drei OECD-Staaten (Irland, Niederlande und die Schweiz) das\nklassische System der wirtschaftlichen Doppelbelastung von Körperschaft und Aktionär kennen. Die ERU empfahl im Wesentlichen die Einführung einer von der Rechtsform unabhängigen Betriebssteuer, kombiniert mit einer Teilbesteuerung: 1. der Erträge aus Beteiligungen\nan solchen Unternehmen; 2. der Gewinne aus der Veräusserung von massgeblichen Beteiligungen an solchen Unternehmen. Daraus folgerte die ERU, dass die Vermeidung der wirtschaftlichen Doppelbelastung in erster Linie bei der Einkommenssteuer der Anteilsinhaber\nansetzten muss. Aus dieser Überlegung heraus schlug die ERU eine Teilbesteuerung der\nDividende in Höhe von 60 Prozent vor, da die wirtschaftliche Doppelbelastung als beseitigt\ngelten kann, wenn die Summe der Gewinnsteuern und der Einkommenssteuern auf den erhaltenen Dividenden jener entspricht, die ein vergleichbarer Kollektivgesellschafter auf seinem Gewinn aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu entrichten hätte 91.\n\nAllgemeines Ziel der vom Bundesrat in die Wege geleiteten Reform war die Verbesserung\nder Standortattraktivität der Schweiz und die Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Performance. Die wirtschaftliche Doppelbelastung ausgeschütteter Gewinne scheint in dieser Hinsicht problematisch zu sein, denn die fehlende Finanzierungsneutralität beeinträchtigt die\nwirtschaftliche Effizienz der Unternehmen 92. Der Bundesrat beantwortete zahlreiche parlamentarische Vorstösse, Motionen oder Einzelinitiativen, in denen eine mehr oder weniger\nstarke Milderung der wirtschaftlichen Doppelbelastung gefordert wurde 93. Der Bundesrat\nhatte in der Vernehmlassung verschiedene Modelle vorgestellt und auf Grund der Vernehmlassungsergebnisse die vorerwähnte Reduktion der Besteuerung von Beteiligungen im Privatvermögen auf 80 Prozent beziehungsweise von Beteiligungen im Geschäftsvermögen auf\n60 Prozent vorgeschlagen, ohne eine Steuer auf den Veräusserungsgewinne einzuführen\nund ohne den Kantonen Vorschriften über die steuerliche Entlastung der ausgeschütteten\nGewinne zu machen; die Kantone regeln diese nach eigenem Recht 94.\n90\nBBl 2005, S. 4733\n91\nBBl 2005, S. 4748\n92\nEbenda S. 4768 ff.\n93\nEbenda S. 4774 ff.\n94\nEbenda S. 4788 ff.\n\nVPB/JAAC/GAAC 2008 49\nAvis de droit / Gutachten\n\n"}