{"Signatur": "CH_VB_035", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-12-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_035_JAAC-60-71--_1995-12-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003170.pdf?ID=150003170", "Checksum": "93a234af8632d2418293309cb0b07174"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.71 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Nationalrat 04.12.1995 JAAC 60.71 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil national 04.12.1995 JAAC 60.71 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio nazionale 04.12.1995 JAAC 60.71 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Nationalrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil national"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio nazionale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:13", "Checksum": "cf09d49b055cf7524bc0e00927d6d5e0", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Nationalrat 04.12.1995 JAAC 60.71 \r\n\n JAAC 60.71\n\nNationalrat, 4. Dezember 1995. Auf Einladung des\nNationalrats erliess der Bundesrat am 29. Mai 1996\nein Kreisschreiben an die Kantonsregierungen über\nProbleme bei der Gesamterneuerungswahl des\nNationalrates vom 22. Oktober 1995, BBl 1996 II 1297\nZiff. 2 und 3, FF 1996 II 1292 ch. 2 et 3, FF [ital.] 1996 II\n1184 n. 2 e 3\n\nElections au Conseil national. Participation financière d’un canton aux\nfrais de campagne électorale.\nArt. 91 LDP. Obligation de faire approuver les dispositions cantonales\nd’exécution des droits politiques de la Confédération.\nCaractère juridique.\nArt. 4 Cst. Proportionnalité des mesures destinées à corriger une\néventuelle violation du principe de l’égalité lors des élections au Conseil\nnational.\nArt. 86 LDP. Imposition des frais pour des recours dilatoires ou\ncontraires à la bonne foi.\nNotion de violation du principe de la bonne foi.\n\nNationalratswahlen. Finanzielle Beiträge eines Kantons an die Kosten\ndes Wahlkampfs.\nArt. 91 BPR. Genehmigungspflicht für kantonale\nAusführungsbestimmungen zu den politischen Rechten des Bundes.\nRechtscharakter.\n\n1\nArt. 4 BV. Verhältnismässigkeit der Massnahmen zur Behebung\neiner allfälligen Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes bei\nNationalratswahlen.\nArt. 86 BPR. Kostenpflicht für trölerische oder gegen den guten Glauben\nverstossende Beschwerden.\nBegriff der Verletzung des guten Glaubens.\n\nElezioni del Consiglio nazionale. Partecipazione finanziaria di un\nCantone alle spese della campagna elettorale.\nArt. 91 LDP. Obbligo di approvare disposizioni cantonali esecutive\nconcernenti i diritti politici della Confederazione.\nCarattere giuridico.\nArt. 4 Cost. Proporzionalità delle misure destinate alla soppressione di\nun’eventuale violazione del principio di uguaglianza durante le elezioni\ndel Consiglio nazionale.\nArt. 86 LDP. Obbligo di sostenere le spese processuali in caso di ricorsi\ntemerari o contrari alla buona fede.\nNozione di violazione della buona fede.\n\nAus dem Sachverhalt:\n\n1.1. Mit Novelle vom 14. November 1990 wurde das Gesetz des Kantons X vom\n18. März 1976 über die Ausübung der politischen Rechte (GABR) durch neue\nArt. 31bis , 31ter und 31quater über finanzielle Beiträge des Kantons an die Kosten\ndes Wahlkampfs bei kantonalen und eidgenössischen Wahlen ergänzt.\n1.1.1. Die für Bundeswahlen massgebenden Bestimmungen des novellierten\nGABR haben dabei folgenden Wortlaut:\n\n2\n(Finanzieller Beitrag an die Kosten Art. 31ter\ndes Wahlkampfs)\n1\nb. Eidgenössische Wahlen Bei den Wahlen in den Nationalrat\nwird der Beitrag an die Kosten des\nWahlkampfs den politischen\nParteien und Wählergruppen\ngewährt, die mindestens 5 % der\ngültig abgegebenen Listenstimmen\nerreichen.\n2\nBei den Wahlen in den Ständerat\nwird der Beitrag an die Kosten des\nWahlkampfs den politischen\nParteien und Wählergruppen\ngewährt, die mindestens 20 % der\nauf der Zahl der gültigen Listen des\nersten Wahlgangs berechneten\nStimmen erreichen.\n3\nFür jede dieser Wahlen setzt sich\nder Beitrag zusammen aus:\na. einem pauschalen Grundbeitrag\nvon Fr. 10 000.- und\nb. einem Beitrag von Fr. 4 000.- für\njeden gewählten Abgeordneten.\n\nc. Auszahlung des Beitrags Art. 31quater\n\nDer nach den Art. 31bis und 31ter\nfestgelegte Beitrag wird aufgrund\nder endgültigen Wahlergebnisse\nausbezahlt.\n\n1.1.2. Diese Novelle unterlag dem fakultativen Referendum. Ein solches\nwurde nicht ergriffen, und die Vorlage wurde vom Staatsrat des Kantons\nX auf den 1. März 1991 in Kraft gesetzt, ohne dass zuvor oder je seither eine\nbundesrechtliche Genehmigung für einen der erwähnten drei Artikel eingeholt\nworden wäre.\n(...)\n1.5. Mit Entscheid vom 7. November 1995 wies der Staatsrat des Kantons X\neine Beschwerde gegen die Nationalratswahlen ab, soweit darauf einzutreten\nsei. Wegen trölerischer Beschwerdeführung wurden der Beschwerdeführerin\nVerfahrenskosten in Höhe von Fr. 200.- auferlegt.\n1.6. Zur Begründung seines Entscheids führte der Staatsrat namentlich\nfolgendes an:\n1.6.1. Die behauptete Verfassungswidrigkeit der staatlichen\nWahlkampffinanzierung erfolgreicher Parteien sei entweder mangels\nVerfassungsrang der behaupteten Rechte (Sinn der Wahlen als Neuverteilung\n\n"}