{"Signatur": "CH_VB_035", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-12-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_035_JAAC-60-70--_1995-12-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003167.pdf?ID=150003167", "Checksum": "03a435f5909cdb4a49675e78dcb46caa"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.70 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Nationalrat 04.12.1995 JAAC 60.70 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil national 04.12.1995 JAAC 60.70 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio nazionale 04.12.1995 JAAC 60.70 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Nationalrat"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Conseil national"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Consiglio nazionale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:15", "Checksum": "f92e55938324ccbc546dc00823beb9b5", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Nationalrat 04.12.1995 JAAC 60.70 \r\n\n JAAC 60.70\n\nNationalrat, 4. Dezember 1995\n\nElections au Conseil national. Conditions de validité des candidatures.\nArt. 53 et 82 LDP. Compétence en matière de décision prise sur recours\ncontre les élections au Conseil national.\nArt. 21 ss LDP. Conditions de validité des candidatures à l’élection du\nConseil national dans les cantons connaissant le système proportionnel.\n\nNationalratswahlen. Gültigkeitserfordernisse für Wahlkandidaturen.\nArt. 53 und 82 BPR. Zuständigkeit zum Entscheid über Beschwerden\ngegen die Nationalratswahlen.\nArt. 21 ff. BPR.Gültigkeitserfordernisse für\nNationalratswahlkandidaturen in Proporzkantonen.\n\nElezioni del Consiglio nazionale. Condizioni di validità delle\ncandidature.\nArt. 53 e 82 LDP. Competenza in materia di decisioni rese su ricorsi\nintrodotti contro le elezioni del Consiglio nazionale.\nArt. 21 ss LDP. Condizioni di validità delle candidature al Consiglio\nnazionale nei Cantoni in cui vige il sistema proporzionale.\n\n1\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nDer Beschwerdeführer rügt Unregelmässigkeiten bei der Vorbereitung und\nDurchführung der Nationalratswahlen 1995, weil seine eigene politische\nGruppierung nicht zu den Wahlsendungen des Fernsehens DRS zugelassen\nworden sei. Er verlangt unter anderem, dass seine Beschwerde «nur durch\neine im verfassungsmässigen Sinn unabhängige Person oder Gruppe, die\nsich an rein rechtliche Argumente und die eidgenössische Verfassung\nhält», beurteilt werde, und dass der gesamte ehemalige und neugewählte\nNationalrat wegen Befangenheit an der Beurteilung seiner Beschwerde «zu\ndisqualifizieren sei»; sonst werde aufgrund des Parteienklüngels der «Bock\nzum Gärtner» gemacht.\n\nAus den Erwägungen:\n\n3. Zuständigkeit\n3.1. Der Beschwerdeführer verlangt sinngemäss, dass sämtliche Mitglieder\nsowohl des bisherigen als auch des neugewählten Nationalrats bei der\nBeurteilung seiner Beschwerde wegen Befangenheit in Ausstand zu treten\nhätten.\n3.2. Die Zuständigkeit zur Wahlprüfung wird aufgrund von Art. 72 Abs. 3\nund Art. 73 Abs. 2 BV durch Art. 53 Abs. 1 und 2 des BG vom 17. Dezember\n1976 über die politischen Rechte (BPR, SR 161.1) geregelt. Gerichtliche\nInstanzen sind von Verfassungs wegen in allen Fällen an die gesetzlichen\nRegelungen gebunden (vgl. Art. 113 Abs. 3 und Art. 114bis Abs. 3 BV). Den\nHintergrund dieses Ausschlusses der Verfassungsgerichtsbarkeit bildet das\nfakultative Gesetzesreferendum: Erlasse, welche dem Volk zur Annahme oder\nVerwerfung vorgelegt werden konnten und ausdrücklich oder stillschweigend\ndie Billigung des Souveräns gefunden haben, sollen nur auf dem Wege erneut\nreferendumspflichtiger Erlasse geändert werden können und bis dahin alle\nGewalten binden.\n3.3. Art. 53 Abs. 1 BPR überbindet die Prüfung der Gültigkeit der\nNationalratswahlen dem neugewählten Nationalrat, der darüber an seiner\nkonstituierenden Sitzung zu befinden hat. «Ausser in eigener Sache» hat «bei\ndiesen Verhandlungen Sitz und Stimme, wer sich durch eine Wahlbestätigung\nseiner Kantonsregierung ausweist» (Art. 53 Abs. 2 BPR). Diese Wahlbestätigung\nist aufgrund der Publikation der Ergebnisse im kantonalen Amtsblatt (Art. 52\nAbs. 2 BPR) auszustellen. Anlässlich der Wahlprüfung hat der neugewählte\nNationalrat über Wahlbeschwerden zu entscheiden (Art. 82 zweiter Satz\nBPR). Einzelheiten des Verfahrens sind von Gesetzes wegen im Reglement\ndes Nationalrats zu ordnen (Art. 53 Abs. 1 Satz 2 BPR). Diese Bestimmungen\nsind allesamt Bestandteil des BG vom 17. Dezember 1976 über politische\nRechte, welches dem ordentlichen fakultativen Gesetzesreferendum unterlag.\nDas Referendum wurde ergriffen und kam zustande (BBl 1977 II 208). Das\nGesetz wurde vom Volk in der Abstimmung vom 4. Dezember 1977 mit 809 862\nJa gegen 552 962 Nein angenommen (BBl 1978 I 325). Es ist daher in Kraft\ngetreten (AS 1978 688; SR 161.1) und von Verfassungs wegen verbindlich.\n\n"}