{"Signatur": "CH_VB_033", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-07-10", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_033_JAAC-68-112--_2003-07-10.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006230.pdf?ID=150006230", "Checksum": "4e1adaeed9dd7f0939448ea92ccd3cf6"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 68.112 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei 10.07.2003 JAAC 68.112 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité de contrôle en matière de lutte contre le blanchiment d'argent 10.07.2003 JAAC 68.112 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità di controllo per la lotta contro il riciclaggio di denaro 10.07.2003 JAAC 68.112 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité de contrôle en matière de lutte contre le blanchiment d'argent"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità di controllo per la lotta contro il riciclaggio di denaro"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:55", "Checksum": "5c4359a38cbc414d90aa0adc80647d38", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei 10.07.2003 JAAC 68.112 \r\n\n JAAC 68.112\n\nAuszug aus einer Verfügung der Kontrollstelle für die\nBekämpfung der Geldwäscherei vom 10. Juli 2003\ngegen die GWG-REVISION AG [Name geändert]\n\nLutte contre le blanchiment d’argent. Principe de la matérialité.\nLe principe de la matérialité ne s’applique pas aux rapports des\nréviseurs LBA. Lorsqu’un réviseur LBA constate des infractions\nà la LBA, il doit les mentionner dans son rapport de révision. Il\nincombe exclusivement à l’Autorité de contrôle de déterminer si une\nirrégularité est de nature essentielle et de décider des mesures à\nprendre éventuellement contre l’intermédiaire financier.\n\nBekämpfung der Geldwäscherei. Wesentlichkeitsprinzip.\nBei der Berichterstattung von GwG-Revisoren findet das\nWesentlichkeitsprinzip keine Anwendung. Stellt der GwG-Revisor\nVerstösse gegen das GwG fest, so hat er dies im Revisionsbericht\nfestzuhalten. Es obliegt einzig der Kontrollstelle zu entscheiden, ob ein\nfestgestellter Mangel wesentlich ist und welche Massnahmen gegen den\nbetroffenen Finanzintermediär allenfalls zu ergreifen sind.\n\nLotta contro il riciclaggio di denaro. Principio dell’essenzialità.\nNel resoconto dei revisori LRD il principio dell’essenzialità non\ntrova applicazione. Se il revisore LRD accerta violazioni della LRD,\ndeve menzionarle nel rapporto di revisione. Spetta esclusivamente\nall’Autorità di controllo decidere se un vizio accertato sia essenziale\ne quali misure occorra eventualmente adottare nei confronti\ndell’intermediario finanziario interessato.\n\n1\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n1. Im Laufe des Jahres 2002 hat die bei der Kontrollstelle akkreditierte\nGWG-REVISION AG beim Finanzintermediär FI AG, Zürich, eine Revision nach\ndem Bundesgesetz vom 10. Oktober 1997 zur Bekämpfung der Geldwäscherei\nim Finanzsektor (GwG, SR 955.0) durchgeführt und die Ergebnisse im\nRevisionsbericht vom 3. Juli 2002 festgehalten.\nIn Bezug auf die Identifizierung der Vertragspartner nach Art. 3 GwG\nhielt die GWG-REVISION AG in ihrem Bericht fest: «Die Identifizierung\nder Vertragspartner wurde lückenlos anhand Passkopien vorgenommen»\nund «die Identifizierung der Vertragspartner wurde lückenlos anhand\nHandelsregister-Auszügen oder gleichwertigen Dokumenten vorgenommen».\n2. Die ordentliche GwG-Revision für das Jahr 2003 wurde durch die\nKontrollstelle selber durchgeführt. Anlässlich dieser GwG-Revision stellte\ndie Kontrollstelle fest, dass die FI AG 11 von insgesamt 17 Vertragspartnern\nnicht anhand beweiskräftiger Dokumente und somit nicht rechtskonform\nidentifiziert hatte.\nDie GWG-REVISION AG wird verwarnt. Für allfällige zukünftige Verstösse\ngegen die Bewilligungsauflagen wird der GWG-REVISION AG der Entzug der\nBewilligung angedroht. Die Kosten des Verfahrens werden der GWG-REVISION\nAG auferlegt.\nAus den Erwägungen:\n1.a. Mit Verfügung vom 14. Januar 2002 wurde die GWG-REVISION AG\nvon der Kontrollstelle als Revisionsstelle im Sinne von Art. 18 Abs. 2 GwG\nanerkannt (Akkreditierung). Die Anerkennung als Revisionsstelle ist, wie\nim Bankenbereich, als gewerbepolizeiliche Bewilligung zu qualifizieren (vgl.\nzum Bankenbereich: Bodmer/Kleiner/Lutz, Kommentar zum schweizerischen\nBankengesetz, Zürich 2001, N. 21 ad Art. 18-22 BankG).\nb. Die Anerkennungsverfügung vom 14. Januar 2002 wurde mit\nverschiedenen Nebenbestimmungen verbunden. Unter anderem erfolgte\ndie Anerkennung der GWG-REVISION AG unter der ausdrücklichen Auflage,\ndass die Revisionen gestützt auf das Prüfkonzept und die Arbeitshilfen der\nKontrollstelle durchzuführen sind.\nc. Rz. 14 des Rundschreibens REV I/02 der Kontrollstelle (Prüfkonzept)\nlautet wie folgt: «Stellt der GwG-Revisor Verstösse fest, so erfasst er diese\nim Revisionsbericht zuhanden der Kontrollstelle. Die Kontrollstelle erteilt\ndem DUFI[244] eine Frist zur Behebung der Mängel oder ordnet andere\nMassnahmen an […]». Rz. 14 des Rundschreibens REV I/02 ist klar und\nunmissverständlich. Stellt der GwG-Revisor Verstösse gegen das GwG fest,\nso hat er dies im Revisionsbericht festzuhalten. Nach dem unzweideutigen\nWortlaut von Rz. 14 des Rundschreibens REV I/02 hat der GwG-Revisor\ndabei keinerlei Ermessensspielraum in Bezug auf die Erfassung eines\nfestgestellten Mangels im Revisionsbericht. Es obliegt ausschliesslich der\nKontrollstelle zu entscheiden, ob ein Mangel wesentlich ist und welche\nMassnahmen gegen den betroffenen Finanzintermediär allenfalls zu\nergreifen sind. Was den Ermessensspielraum der Revisoren zur Erfassung von\n\n"}