{"Signatur": "CH_VB_033", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-09-22", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_033_JAAC-68-110--_2003-09-22.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006224.pdf?ID=150006224", "Checksum": "5c9fa32be39d85a1086064203b4feb8e"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 68.110 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei 22.09.2003 JAAC 68.110 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité de contrôle en matière de lutte contre le blanchiment d'argent 22.09.2003 JAAC 68.110 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità di controllo per la lotta contro il riciclaggio di denaro 22.09.2003 JAAC 68.110 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Autorité de contrôle en matière de lutte contre le blanchiment d'argent"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Autorità di controllo per la lotta contro il riciclaggio di denaro"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:16", "Checksum": "d541a2dd3bd96d505864eeb216d452ff", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei 22.09.2003 JAAC 68.110 \r\n\n JAAC 68.110\n\nVerfügung der Kontrollstelle für die Bekämpfung der\nGeldwäscherei vom 22. September 2003\n\nAssujettissement des organes de sociétés de domicile à la loi sur le\nblanchiment.\n- En règle générale, toute personne qui exerce la fonction d’organe\nauprès d’une société de domicile suisse ou étrangère est assujetti à la\nLBA lorsque cette fonction lui donne un pouvoir de disposition sur les\nvaleurs patrimoniales de la société (consid. 4c).\n- Une fondation mixte doit être considérée comme une société de\ndomicile dès lors que l’entreprise sert uniquement de véhicule\npatrimonial pour l’ayant droit économique (consid. 4c/ii).\n\nUnterstellung unter das Geldwäschereigesetz von Organen von\nSitzgesellschaften.\n- Dem GwG unterstellt ist somit grundsätzlich jedermann, der bei einer\nin- oder ausländischen Sitzgesellschaft die Funktion eines Organs\nübernimmt, welche ihm eine Verfügungsmacht über die Vermögenswerte\nder Gesellschaft gibt (E. 4c).\n- Eine gemischte Stiftung ist als Sitzgesellschaft zu behandeln, denn\nauch hier dient die Unternehmung als blosses Vehikel des wirtschaftlich\nBerechtigten (E. 4c/ii).\n\nAssoggettamento degli organi delle società di sede alla legge sul\nriciclaggio di denaro.\n\n1\n- Di norma, ogni persona che esercita la funzione di organo presso\nuna società di sede svizzera o estera è assoggettato alla LRD quando\nquesta funzione gli dà la facoltà di disporre dei valori patrimoniali\ndella società (consid. 4c).\n- Una fondazione mista deve essere considerata come una società di\nsede dal momento in cui l’impresa serve unicamente come strumento\npatrimoniale per l’avente diritto economico (consid. 4c/ii).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\nDer Gesuchsteller ist Mitglied einer von der Kontrollstelle für die\nBekämpfung der Geldwäscherei (Kontrollstelle) anerkannten\nSelbstregulierungsorganisation (SRO). Der Gesuchsteller ist Notar und als\nPräsident des Stiftungsrates einer in seiner Kanzlei domizilierten Stiftung\ntätig. Seine Kanzlei ist zudem für die Vermögensanlage und -verwaltung\nfür diese Stiftung zuständig. Bei der betroffenen Stiftung handelt es sich um\neine gemischte Stiftung, denn aus steuerrechtlichen Gründen wurde eine\nUnterteilung in Familienstiftung und gemeinnützige Stiftung vorgenommen.\nDer Gesuchsteller verwaltet gemäss seinen eigenen Worten das Vermögen\nbeider Teile der Stiftung. Er ersucht um Feststellung der Nichtunterstellung\nseiner Tätigkeit unter das Bundesgesetz vom 10. Oktober 1997 zur Bekämpfung\nder Geldwäscherei im Finanzsektor (GwG, SR 955.0).\nDie Kontrollstelle stellt fest, dass die vom Gesuchsteller ausgeübte Tätigkeit\ndem Geldwäschereigesetz unterstellt ist.\nAus den Erwägungen:\n4. Gemäss Art. 2 Abs. 3 Bst. e GwG gelten insbesondere Personen als\nFinanzintermediäre, die berufsmässig «Vermögen verwalten».\na. (...)\nWeder aufgrund der Erläuterungen im Schreiben vom 31. März 2000 noch\nanhand der Präzisierungen in den Schreiben vom 7. Dezember 2001 und\nvom 13. März 2003 oder der vom Gesuchsteller mit dem letztgenannten\nSchreiben eingereichten Unterlagen lässt sich mit abschliessender Sicherheit\neruieren, ob dieser die Verwaltung des Stiftungsvermögens als Organ der\nStiftung oder aufgrund eines Mandates als externer Vermögensverwalter und\nMitglied der Kanzlei betreibt. Dass es sich um die erste Konstellation handelt,\nscheint aufgrund der Stellungnahme des Gesuchstellers vom 7. Dezember 2001\nnaheliegend. Der Gesuchsteller argumentiert dort, offenbar unter Verweis\nauf seine Organstellung, bei der Stiftung würden eigene Vermögenswerte\nverwaltet. Andererseits mutet auch die zweite Variante durchaus plausibel\nan, wenn man die in verschiedenen Schreiben gewählten Formulierungen\nbetrachtet. Insbesondere die Bemerkung in den Schreiben vom 31. März\n2000 bzw. vom 13. März 2003 sprechen für die Wahrscheinlichkeit der letzten\nVariante. Einerseits ist dort von «[…] unserem Büro […]» die Rede, welches in\nverschiedenen Bereichen auf Mandatsbasis u. a. auch für die Verwaltung des\nStiftungsvermögens zuständig sei. Andererseits wird erklärt, es bestehe ein\nmündlicher Vermögensverwaltungsvertrag.\n\n"}