{"Signatur": "CH_VB_032", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-04-25", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_032_JAAC-67-90--_2003-04-25.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006158.pdf?ID=150006158", "Checksum": "0d8c0a273ba1eba4a3f5de007a4aa2c7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.90 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Kommunikationskommission ComCom 25.04.2003 JAAC 67.90 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la communication ComCom 25.04.2003 JAAC 67.90 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale delle comunicazioni ComCom 25.04.2003 JAAC 67.90 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Kommunikationskommission ComCom"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la communication ComCom"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale delle comunicazioni ComCom"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:44", "Checksum": "131e9add8ba8608e94fc459316ddffd3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Kommunikationskommission ComCom 25.04.2003 JAAC 67.90 \r\n\n 8\nkeinem Verfahren die Unvoreingenommenheit von Mitarbeitern des BAKOM\nin Frage stellte. Unter diesem Gesichtspunkt kommt dem Begehren der\nGesuchsgegnerin ein aussergewöhnlicher Charakter zu.\nb. Die Gesuchsgegnerin stützt ihr Ausstandsbegehren auf Art. 10 Abs. 1\nBst. d VwVG, wonach «Personen, die eine Verfügung zu treffen oder diese\nvorzubereiten haben, (…) wenn sie aus anderen Gründen in der Sache\nbefangen sein könnten», in Ausstand treten müssen. Der Anwendungsbereich\ndieser Norm umfasst ausdrücklich Personen, die eine Verfügung vorbereiten\n- auch wenn sich der Hauptzweck der Norm nicht in erster Linie auf\nKonstellationen wie im vorliegenden Fall richtet (P. Moor, Droit administratif,\nVol. II: Les actes administratifs et leur contrôle, Bern 2002, S. 241). Zudem\nhat das Bundesgericht in einer Reihe von neueren Entscheiden, wo es um\nMitarbeiter ging, welche Verfügungen für die Kommission vorbereiteten,\ndie Rolle der Sekretariate eidgenössischer Kommissionen relativiert (BGE\nvom 22.5.2002, Sache 2A.65/2002, E. 2.2.1, mit Verweis insbesondere auf\nden BGE vom 20.12.2001, Sache 2A.349/2001, E. 3b: «Die Eidgenössische\nBankenkommission hat den vorliegenden Fall an ihrer Sitzung vom 3./4. Juli\n2001 beraten und im Sinne des Antrags des Sekretariats entschieden.\nDer in Art. 10 VwVG enthaltene Anspruch auf Beurteilung durch eine\nunbefangene Behörde schliesst nicht aus, dass sie ihre Meinung aufgrund\neines Verfügungsentwurfs des ihr unterstellten Sekretariats bildet. Die\nFreiheit der Gesamtbehörde, abweichend zu entscheiden, wird dadurch nicht\nberührt [Urteil vom 2. Februar 2000 i.S. Biber Holding, E. 3b, veröffentlicht\nin: Bulletin der Eidgenössischen Bankenkommission, EBK, 40/2000 S. 52 f.]»).\nDiese Ausführungen des Bundesgerichts können weitgehend auf die ComCom\nübertragen werden, dies umso mehr, als im Entscheid Commcare die Position\nder ComCom jener der Bankenkommission angenähert wurde (BGE vom\n3.10.2001, Sache 2A.503/2000, E. 3b).\nWas die Vorwürfe betrifft, welche angesichts der in Art. 10 Abs. 1 Bst. d VwVG\nstatuierten Generalklausel geltend gemacht werden können, kann festgehalten\nwerden: «Die ratio legis des Art. 10 Abs. 1 Bst. d VwVG geht nämlich dahin, das\nVertrauen der Rechtsuchenden in eine integre Verwaltungsrechtspflege zu\nschützen, einen sachlich richtigen Entscheid zu gewährleisten und deshalb,\nunbekümmert um die allenfalls persönliche Unabhängigkeit des betreffenden\nBeamten, schon die blosse Gefahr der Befangenheit einer Entscheidbehörde\nzu vermeiden» (BGE 97 I 91 E. 3, zitiert insbesondere in R. Rhinow/H. Koller/C.\nKiss, Öffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes,\nBasel/Frankfurt am Main 1996, S. 215 N. 1108; siehe auch A. Moser/P. Uebersax,\nProzessieren vor eidgenössischen Rekurskommissionen, Basel/Frankfurt\nam Main 1998, S. 107 N. 3.41, mit weiteren Verweisen). Alle erwähnten\nAutoren weisen nachdrücklich darauf hin, dass einerseits das Misstrauen\nin die Unparteilichkeit objektiv, durch vernünftige Gründe gerechtfertigt sein\nmuss und dass andererseits der Anschein der Befangenheit genügt (vgl. auch A.\nKölz/I. Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes,\n2. Aufl., Zürich 1998, S. 92 N. 254).\nUm beurteilen zu können, ob die Voraussetzungen erfüllt sind, ist\nes unerlässlich, die Umstände des konkreten Falles zu betrachten\n(Moser/Uebersax, a.a.O., S. 107 N. 3.42). Gemäss T. Geiser stellt «die Anwendung\ndes Ausstandsgrundes der Vorbefangenheit […] stets eine Gratwanderung\ndar» (T. Geiser/P. Münch, Prozessieren vor Bundesgericht, 2. Auflage,\n\n"}