{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-03-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-63-7--_1998-03-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004388.pdf?ID=150004388", "Checksum": "878523d7976a1c1d82449f72a15fcf82"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.7 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 04.03.1998 JAAC 63.7 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 04.03.1998 JAAC 63.7 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 04.03.1998 JAAC 63.7 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:48", "Checksum": "fd3cecf46abb20424b15af0e1bb7c226", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 04.03.1998 JAAC 63.7 \r\n\n4. Gemäss Art. 16 Abs. 1 Bst. d AsylG wird auf ein Gesuch nicht eingetreten,\nwenn der Gesuchsteller bereits in der Schweiz ein Asylverfahren erfolglos\ndurchlaufen oder sein Gesuch zurückgezogen hat oder während des hängigen\nAsylverfahrens in den Heimat- oder Herkunftsstaat zurückgekehrt ist und\nnicht glaubhaft machen kann, dass in der Zwischenzeit Ereignisse eingetreten\nsind, die für die Flüchtlingseigenschaft relevant sind.\nDiese in der Teilrevision vom 22. Juni 1990 neu ins Asylgesetz eingefügte\nBestimmung regelt in ihrer ersten Tatbestandsvariante («bereits in der\nSchweiz ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat»), wie das Gesuch eines\nAsylbewerbers zu behandeln ist, der zuvor schon einmal ein Asylgesuch\neingereicht hat, welchem kein Erfolg beschieden war. Das BFF beruft sich in\nder Vernehmlassung auf eine Praxis, die vom EJPD seinerzeit zwar bestätigt\nwurde (vgl. unveröffentlichten Entscheid des EJPD vom 16. März 1990 i.S.\nF.S., Türkei). Es nimmt aber nicht dazu Stellung, in welchem Verhältnis\ndiese Praxis zum inzwischen ins Asylgesetz eingefügten Art. 16 Abs. 1\nBst. d steht. Ungeachtet der bisherigen Erwägungen stellt sich deshalb die\nFrage, ob das neue Gesuch des Beschwerdeführers vom 28. Oktober 1996\nnicht gemäss Art. 16 Abs. 1 Bst. d AsylG zu behandeln gewesen wäre. Im\nfolgenden ist daher zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen ein allfälliger\nNichteintretensentscheid gemäss der ersten Tatbestandsvariante von Art. 16\nAbs. 1 Bst. d AsylG in Betracht fällt, und ob ein «Gesuch» wahlweise nach\ndieser Spezialregelung oder nach den gesetzlich nicht normierten, von Lehre\nund Praxis allein aus Art. 4 der Bundesverfassung der Schweizerischen\nEidgenossenschaft vom 29. Mai 1874 (BV, SR 101) abgeleiteten Regeln über\ndie Wiedererwägung abgewickelt werden kann.\n5. Ein allfälliger Nichteintretensentscheid setzt gemäss der deutschen Fassung\nvon Art. 16 Abs. 1 Bst. d AsylG zunächst voraus, dass der Gesuchsteller bereits\nin der Schweiz ein Asylverfahren «erfolglos durchlaufen» hat. Die italienische\nFassung stimmt mit der deutschen inhaltlich überein; auch diese verlangt, dass\nder Gesuchsteller in einem Asylverfahren fruchtlos («è già stato oggetto in\nSvizzera di una procedura d’asilo infruttuosa [...]») geblieben ist. Gemäss der\nfranzösischen Fassung von Art. 16 Abs. 1 Bst. d AsylG ist hingegen erforderlich,\ndass das Asylverfahren des Gesuchstellers mit einem Wegweisungsentscheid\n\n"}