{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-03-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-63-7--_1998-03-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004388.pdf?ID=150004388", "Checksum": "878523d7976a1c1d82449f72a15fcf82"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.7 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 04.03.1998 JAAC 63.7 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 04.03.1998 JAAC 63.7 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 04.03.1998 JAAC 63.7 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:48", "Checksum": "fd3cecf46abb20424b15af0e1bb7c226", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 04.03.1998 JAAC 63.7 \r\n\n JAAC 63.7\n\nAuszug aus einem Entscheid der Schweizerischen\nAsylrekurskommission vom 4. März 1998, auch\nerschienen in Entscheidungen und Mitteilungen der\nSchweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1998\nNr. 1\n\nArt. 16 al. 1 let. d LAsi. Demande de réexamen par rapport à nouvelle\ndemande d’asile.[8]\n1. La demande visant à la constatation de la qualité de réfugié,\nprésentée par un étranger qui a déjà fait l’objet d’une procédure d’asile\ninfructueuse, sera traitée conformément à la disposition de l’art. 16\nal. 1 let. d LAsi. Il n’est dérogé à cette règle qu’en cas d’invocation de\nmotifs de revision (consid. 6).\n2. Avoir fait l’objet d’une procédure d’asile infructueuse signifie ni plus\nni moins que, dans une première procédure d’asile, le requérant n’a\npas été reconnu réfugié soit parce que l’autorité a constaté de manière\nexplicite et définitive que cette qualité n’avait pas été établie, soit\nqu’implicitement, elle ne l’a pas admise (consid. 5).\n\nArt. 16 Abs. 1 Bst. d AsylG. Abgrenzung zwischen Wiedererwägung und\nneuem Asylgesuch.[7]\n1. Stellt ein Asylbewerber, nachdem er bereits ein Asylverfahren\nerfolglos durchlaufen hat, ein weiteres Mal ein Gesuch, mit welchem\ner die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft verlangt, ist dieses\nzweite Gesuch nach der Bestimmung von Art. 16 Abs. 1 Bst. d AsylG\nzu behandeln. Von dieser Regel darf nur abgewichen werden, wenn er\nRevisionsgründe geltend macht (E. 6).\n2. Das erfolglose Durchlaufen eines Asylverfahrens bedeutet nicht mehr\nund nicht weniger als dass in einem ersten Asylverfahren rechtskräftig\nfestgestellt oder implizit davon ausgegangen worden ist, dass der\nGesuchsteller nicht Flüchtling ist (E. 5).\n\n1\nArt. 16 cpv. 1 lett. d LAsi. Delimitazione tra domanda di riesame e nuova\ndomanda d’asilo.[9]\n1. Quando un richiedente, dopo una prima procedura d’asilo\ninfruttuosa, presenta una seconda domanda d’asilo mirante al\nriconoscimento della qualità di rifugiato, questa va trattata giusta\nl’art. 16 cpv. 1 lett. d LAsi. È fatta eccezione a questa regola solo quando\nvengono invocati motivi di revisione (consid. 6).\n2. Una procedura d’asilo infruttuosa non significa né più né meno che\nin una prima procedura è stato constatato con decisione definitiva, o\nimplicitamente dedotto, che il richiedente non è un rifugiato (consid. 5).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nDer Beschwerdeführer stellte am 14. Juni 1990 in der Schweiz ein erstes\nAsylgesuch. Zu dessen Begründung machte er damals im wesentlichen\ngeltend, er sei Sympathisant der Devrimci-Yol (Dev-Yol) und habe diese\nOrganisation finanziell sowie durch Teilnahme an Plakatklebeaktionen und\nDemonstrationen unterstützt. Dabei sei er aber nie verhaftet oder mit der\nPolizei konfrontiert worden. Er sei in der Türkei jedoch als Alewite von der\nsunnitischen Bevölkerung diskriminiert worden. Ausgereist sei er wegen des\nfaschistischen Regimes. Er sei zwar nicht direkt verfolgt worden, aber das\nRegime gefalle ihm nicht. Die Polizei sei insgesamt viermal vorbeigekommen\nund habe ihm dabei vorgeworfen, mit der Dev-Yol zusammenzuarbeiten.\nSie habe ihm daraufhin seinen Laden geschlossen. Ausserdem hätten ihn\nRechtsextreme aufgesucht und ihm gedroht, ihn verschwinden zu lassen.\nWenn er in der Türkei geblieben wäre, hätte man ihn umgebracht.\nMit Verfügung vom 20. September 1990 lehnte der Delegierte für das\nFlüchtlingswesen (DFW) das Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung\ndes Beschwerdeführers an. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das\nEidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) am 20. November 1990\nab.\nDas Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) räumte dem Beschwerdeführer\ndaraufhin bis zum 15. Dezember 1990 Frist zum Verlassen der Schweiz\nein. Die kantonale Fremdenpolizei teilte am 28. Dezember 1990 mit, der\nBeschwerdeführer sei seit dem 7. Dezember 1990 verschwunden.\nAm 28. Oktober 1996 reichte der Beschwerdeführer erneut ein (schriftliches)\nAsylgesuch ein; am 7. November 1996 wurde er dazu in der Empfangsstelle\nBasel befragt. Anschliessend hörte ihn das BFF am 14. November 1996 im\nHinblick auf einen möglichen Nichteintretensentscheid gemäss Art. 16 Abs. 1\nBst. a oder d des Asylgesetzes vom 5. Oktober 1979 (AsylG, SR 142.31) im\nSinne einer Direktanhörung (Art. 15 Abs. 3 AsylG) in Anwesenheit eines\nHilfswerksvertreters zu den Asylgründen an. Im wesentlichen machte der\nBeschwerdeführer geltend, er sei nach 1990 in die Türkei zurückgekehrt,\n\n"}