{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-10-20", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-63-41--_1998-10-20.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004262.pdf?ID=150004262", "Checksum": "17ac6390c7b896cbf8a6d9fef549a737"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.41 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 20.10.1998 JAAC 63.41 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 20.10.1998 JAAC 63.41 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 20.10.1998 JAAC 63.41 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:29", "Checksum": "1fea25eb88f91c18279d173d750a15ed", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 20.10.1998 JAAC 63.41 \r\n\n 4\nsich auf Ermittlung und Interpretation des länderkundlichen Wissenstandes\ndes Probanden. Bei den als Gutachtern eingesetzten Personen handele es\nsich ausnahmslos um amtsexterne Sachverständige. Die Informationen\nwürden mittels direkter Befragung des Probanden durch den Gutachter,\nTelefongesprächen oder Tonbandaufzeichnungen gewonnen. Die\nFachstelle «Lingua» sei - in enger Zusammenarbeit mit ihren ausländischen\nFachpartnern - daran, internationale Qualitätsstandards zu erarbeiten, welche\nintern und bei internationalem Cross-Checking zur Anwendung gelangen\nsollen. Weitere flankierende Massnahmen zur Sicherung und Förderung\nder Qualität, wie beispielsweise Weiterbildung, Etablierung einer kleinen\nFachbibliothek oder Schaffung sprachspezifischer Leitfäden seien bereits in\ndie Wege geleitet worden.\n5. Im weiteren stellt sich die Frage, um welche Art von Beweismittel\n(beispielsweise: Gutachten von Sachverständigen [vgl. Art. 12 Bst. e\nVwVG und Art. 57 ff. des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den\nBundeszivilprozess [BZP] SR 273, inVerbindung mit Art. 19 VwVG] oder aber\n«bloss» schriftliche Auskunft einer Amtsstelle bzw. von Privatpersonen [vgl.\nArt. 49 BZP in Verbindung mit Art. 19 VwVG] oder Parteiauskunft [vgl. Art. 12\nBst. b VwVG]) es sich bei einem «Lingua-Gutachten» handelt. Die Qualifikation\nist von Bedeutung bezüglich formeller Anforderungen wie auch bezüglich\nBeweiswert.\n6.a. Vom Richter bzw. von einem Amt in Auftrag gegebene Gutachten\nvon Sachverständigen im Sinne von Art. 12 Bst. e VwVG (sogenannte\n«Gerichtsgutachten») haben besonderen Anforderungen zu genügen, die\nsich für das Verwaltungs- und Verwaltungsbeschwerdeverfahren nach den\nBestimmungen des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess richten (vgl.\nArt. 57-61 BZP in Verbindung mit Art. 19 VwVG). So sind bei der Einholung\nsolcher Gutachten insbesondere die in Art. 57 ff. BZP näher definierten\nMitwirkungsrechte der Betroffenen durch die Verwaltung beziehungsweise\ndurch die Beschwerdeinstanz zu beachten. Den Parteien ist Gelegenheit zu\ngeben, sich zu den Fragen an den Gutachter zu äussern und Abänderungs- und\nErgänzungsanträge zu stellen (vgl. Art. 57 Abs. 2 BZP); des weiteren ist ihnen\nGelegenheit zu geben, vor der Ernennung des Gutachters Einwendungen\ngegen dessen Person anzubringen (vgl. Art. 58 Abs. 2 BZP); sodann ist ihnen\ndas Recht zu gewähren, nachträglich zum Gutachten Stellung zu nehmen\nsowie dessen Erläuterung oder Ergänzung oder aber eine neue Begutachtung\nzu beantragen (vgl. Art. 60 Abs. 1 BZP).\nSind diese - als tatbeständliche Voraussetzungen zu verstehenden -\nBedingungen nicht erfüllt, liegt kein Sachverständigengutachten im Sinne\nvon Art. 12 Bst. e VwVG vor.\nb. Im gesamten Verwaltungs- und Verwaltungsbeschwerdeverfahren gilt\nder Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 40 BZP in Verbindung\nmit Art. 19 VwVG). Die Rechtsprechung hat es indessen als mit genanntem\nGrundsatz vereinbar erachtet, dass der Richter bei Sachverständigengutachten\n«nicht ohne zwingende Gründe» von der Einschätzung des/der Experten\n\n"}