{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-08-14", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-63-40--_1998-08-14.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004259.pdf?ID=150004259", "Checksum": "a372aba58c801bb172a7c3a0568af542"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.40 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 14.08.1998 JAAC 63.40 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 14.08.1998 JAAC 63.40 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 14.08.1998 JAAC 63.40 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:59", "Checksum": "49a7eb9731bce83e54213ef62eda8b8c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 14.08.1998 JAAC 63.40 \r\n\n 5\nAusschaffungshaft als erfüllt, muss die weitere Festhaltung am Flughafen\ngemäss Art. 13c Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt\nund Niederlassung der Ausländer (ANAG, SR 142.20) von der kantonalen\nrichterlichen Behörde innert 96 Stunden seit dem Wirksamwerden der\nWegweisungsverfügung (Abweisung des Gesuchs um Wiederherstellung\nder aufschiebenden Wirkung) auf ihre Rechtmässigkeit und Angemessenheit\nüberprüft werden. Dem Erfordernis des raschmöglichsten Entscheids ist damit\nGenüge getan. Sollte dies, z. B. unter dem Gesichtspunkt der Haftbedingungen,\nerforderlich sein, darf der Kanton die Zwangsmassnahme auch in anderen\nLokalitäten als dem Flughafenareal vollziehen, ohne dass er eine förmliche\nEinreisebewilligung beim Bundesamt erwirken muss» (vgl. BGE 123 II 204\nE. 5b in fine). Im vorliegenden Fall hat die Flughafenpolizei Antrag an die\nFremdenpolizei des Kantons Zürich zur Prüfung einer Ausschaffungshaft\ngestellt, welche in Anwendung der einschlägigen Bestimmungen so verfügt\nhat. Der zuständige Haftrichter hat am 7. August 1998 in der Folge die\nAusschaffungshaft bewilligt und bis zum 6. November 1998 angeordnet.\nDie Flughafenbehörden verfügen innerhalb des engeren Transitraums\nnicht über die Möglichkeiten des Ausschaffungsgefängnisses. Daher ist\nes nur vernünftig, dass der nicht ausreisewillige Beschwerdeführer im\nFlughafengefängnis bis zu dessen Ausschaffung festgehalten werden kann,\nwobei der Flughafenpolizei (ebenso wie dem BFF und der ARK) der Zugriff auf\ndie festgehaltene Person für allfällige weitere Verfahrenshandlungen jederzeit\noffen steht. Ansonsten könnte jeder Asylbewerber durch ein Verweigern\nvon bestimmten Angaben und Beweismitteln, unter anderem hinsichtlich\nseiner Identität, und ungeachtet seiner übrigen Vorbringen die Einreise in\nden Asylstaat erzwingen, was Sinn und Zweck eines Flughafenverfahrens\naushöhlen würde.\nSomit ist festzustellen, dass die Einreise eines Asylbewerbers in die Schweiz\nso lange nicht erfolgt, als ihm diese von der Behörde verweigert wird und\ner sich im Gewahrsam der zuständigen Polizeibehörde befindet. Dabei darf\ndie zeitliche und sachliche Beziehungsnähe zum Flughafenverfahren nie\nnachhaltig und definitiv unterbrochen werden. Inwieweit es auch einer\nengen räumlichen Beziehung bedarf, kann im vorliegenden Fall, wo diese\nmit der Unterbringung im Ausschaffungsgefängnis am Flughafen jedenfalls\ngegeben ist, offen bleiben. Einer Unterbringung des Beschwerdeführers ins\nFlughafengefängnis zur Sicherstellung der Ausschaffung stand somit nichts\nentgegen.\nMit der Überführung des Beschwerdeführers zur Ausschaffungshaft in das\nFlughafengefängnis Zürich-Kloten, das sich unmittelbar beim beziehungsweise\nauf dem Flughafengelände befindet, lässt sich daher noch keine Einreise\nerkennen, weshalb das Gesuch um Feststellung der erfolgten Einreise\nabzuweisen ist.\n\n6\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 63.40 - Auszug aus einem Entscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission\nvom 14. August 1998, auch erschienen in Entscheidungen und Mitteilungen der\nSchweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1998 Nr. 30\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1999\nAnnée\nAnno\n\nBand 63\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 004 259\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}