{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-08-14", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-63-40--_1998-08-14.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004259.pdf?ID=150004259", "Checksum": "a372aba58c801bb172a7c3a0568af542"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.40 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 14.08.1998 JAAC 63.40 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 14.08.1998 JAAC 63.40 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 14.08.1998 JAAC 63.40 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:59", "Checksum": "49a7eb9731bce83e54213ef62eda8b8c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 14.08.1998 JAAC 63.40 \r\n\n 4\nVerfahrensgrundsätze auf, die - solange der Gesetzgeber nichts anderes\nbeschliesst - (auch von der ARK) zu befolgen sind. Die obenerwähnten\ngesetzlichen Grundlagen zur Überprüfung einer Beschränkung der Freiheit im\nTransitraum stellten nach Ansicht des Bundesgerichts nur dem Grundsatz\nnach eine genügliche gesetzliche Grundlage für die Überprüfung der\nFreiheitsbeschränkung beziehungsweise -entziehung dar, weshalb das\nBundesgericht auf der Basis von Art. 5 EMRK lückenfüllende «kreative\nRechtsprechung» betrieben und die notwendigsten Verfahrensgrundsätze\naufgestellt hat (vgl. BGE 123 II 193 ff., insbesondere auf S. 207 ff.). Die\nEmpfehlung (Aufforderung) zum Tätigwerden des Eidgenössischen Justiz- und\nPolizeidepartementes (EJPD) beziehungsweise zum Erlass einer Verordnung\ndes Bundesrats finden sich im erwähnten Entscheid auf S. 208. Diesem Auftrag\nist der Bundesrat mit Änderung der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen\nvom 22. Mai 1991 (AsylV 1, SR 142.311) und der Verordnung über die\nSchweizerische Asylrekurskommission vom 18. Dezember 1991 (VOARK,\nAS 1997 2777) nachgekommen. Das EJPD stellte gestützt darauf in einem\nBericht an den Bundesrat fest, das Flughafenverfahren sei ein Verfahren «sui\ngeneris». Das Bundesgericht hat in Einklang mit der europäischen Praxis\nimmer festgehalten, dass die ARK «raschestmöglich (à bref délai, speedily)»\nzu urteilen habe, ohne dafür eine bestimmte Frist zu nennen. Die EMRK\nverlangte rechtliche Grundlagen für das Festhalten in der Transitzone und\neine richterliche Überprüfung der erstinstanzlichen Entscheide am Flughafen.\nAus diesem Grunde hat der Bundesrat eine Verfahrensregelung für eine\nÜbergangsphase geschaffen. Die Terminologie «Transitzone des Flughafens»\nsollte dabei in einem weiten Sinn verstanden werden. Insbesondere der\nKommentar zur Verordnungsänderung stellt auf S. 3 fest, die «Terminologie\nsoll eine breite Auslegung zulassen, zumal damit die Möglichkeit der\nUnterbringung von Personen, die am Flughafen ein Asylgesuch gestellt\nhaben, auch ausserhalb des eigentlichen Transitbereichs (z. B. in einem\nHotel in unmittelbarer Nähe des Flughafengeländes) nicht verbaut werden\nsoll». Im Entscheid des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte\ni. S. «Affaire Amuur c. France» vom 25. Juni 1996 (17/1995/523/609, § 44, 45, 52)\nwurde nicht in Frage gestellt, dass die in einem Hotel nahe des Flughafens\nParis-Orly untergebrachten, unter ständiger polizeilicher Aufsicht und\nzur Verfügung des für das Asylverfahren zuständigen Innenministeriums\nstehenden Gesuchsteller sich «im Transit» befanden. Wenn das EJPD im\nzitierten Kommentar ausführt, aus dem Amuur-Entscheid gehe hervor,\ndass «Asylsuchende so lange als Personen im Transit zu gelten haben, als\nsie sich im Gewahrsam der Flughafenpolizei befinden», engt es die Aussage\nin jenem Entscheid unnötig ein. Es genügt vollends, wenn der Asylsuchende\noder der weggewiesene Asylbewerber einerseits im Gewahrsam der für die\nbetreffende Form und Phase der Unterbringung - hier: Ausschaffungshaft\nnach erfolgter Wegweisung - zuständigen Polizeibehörde und zur Verfügung\nder mit dem Asylverfahren befassten Behörden steht. Dies geht auch ohne\nweiteres aus dem Bundesgerichtsentscheid vom 27. Mai 1997 (BGE 123 II\n193) hervor, wo das Bundesgericht in selbstverständlicher Weise an die bis\nzum Entscheid der ARK dauernde Phase (sogenannte 3. Phase) die letzte\nAufenthaltsphase anschliesst, in welcher, bei Vorhandensein der einschlägigen\nVoraussetzungen, Ausschaffungshaft möglich ist. Dass diese auch ausserhalb\ndes Flughafenareals zulässig ist, wird vom Bundesgericht ausdrücklich\nfestgehalten: «...Erachtet die kantonale Behörde die Voraussetzungen der\n\n"}