{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-07-31", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-63-11--_1998-07-31.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004163.pdf?ID=150004163", "Checksum": "be07963a177f9b5d4bf7f33108d6fc58"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.11 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 31.07.1998 JAAC 63.11 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 31.07.1998 JAAC 63.11 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 31.07.1998 JAAC 63.11 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:58", "Checksum": "435e94333f7847535305b76398cd8fc6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 31.07.1998 JAAC 63.11 \r\n\n 8\nsahen sich die Urheber der FoK dem Problem ausgesetzt, mit einer ungleich\ngrösseren Anzahl Staaten, in welchen teilweise völlig unterschiedliche\nRechtsauffassungen und -systeme herrschen, einen für alle potentiellen\nUnterzeichnerstaaten annehmbaren Durchsetzungsmechanismus zu\nfinden. Im Ergebnis resultierte daher ein nur rudimentär ausgebildetes\nKontrollsystem; die Einführung gerichtlicher Kontrollverfahren nach dem\nMuster der EMRK wäre auf universeller Ebene keinesfalls akzeptiert worden\n(so ausdrücklich Hailbronner/Randelzhofer, a.a.O., S. 643; vgl. auch Manfred\nNowak, Die UNO-Konvention gegen die Folter vom 10. Dezember 1984, EuGRZ\n1985, S. 109 ff., insb. S. 114 f.; Raess, a.a.O., S. 149 ff., insb. Ziff. V; BBl 1985 III\n287 u. 294). In Art. 22 FoK - der lediglich nach fakultativer ausdrücklicher\nErklärung eines Staates, der die FoK ratifiziert, für diesen wirksam wird -\nwurde daher ein Individualbeschwerdeverfahren aufgenommen, welches weit\nhinter demjenigen der EMRK zurückbleibt. Es entspricht inhaltlich dem in\nArt. 1 ff. des Fakultativprotokolls zum Internationalen Pakt über bürgerliche\nund politische Rechte vom 16. Dezember 1966 (SR 0.103.2, für die Schweiz in\nKraft seit 18. September 1992; dieser Pakt enthält in seinem Art. 7 ebenfalls\nein völkerrechtliches Folterverbot) verankerten Verfahren; gleiches gilt für\ndie in Art. 21 FoK vorgesehene Staatenbeschwerde, welche dem in Art. 41\ndes genannten Paktes vorgesehenen Instrumentarium nachgebildet wurde\n(vgl. Nowak, a.a.O., S. 114 f.; BBl 1985 III 295, Fussnote 11). Beide Verfahren\nzeichnen sich durch grösste Rücksichtnahme auf die betroffenen Staaten aus.\nIm äussersten Fall kommt es zur Abfassung eines Berichts des CAT, in welchem\ndieses dem betroffenen Staat und dem Beschwerdeführer seine Auffassungen\n(«views»; «constatations») mitteilt (vgl. Hailbronner/Randelzhofer, a.a.O.,\nS. 642 f., Ziff. III; Nowak, a.a.O., S. 114 f., Ziff. 4c).\ndd. Die obengenannten beachtlichen Unterschiede hinsichtlich der\nDurchsetzungsmechanismen einerseits der EMRK und andererseits der FoK\n(beziehungsweise des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische\nRechte) waren dem Gesetzgeber bei der Revision des OG beziehungsweise\ndes VwVG durchaus bewusst. Nachdem der Bundesrat bereits in seiner\nBotschaft vom 30. Oktober 1985 betreffend die FoK darauf hingewiesen hatte,\nim Gegensatz zum Parteienverfahren mit quasi-rechtlichem Charakter, wie\nes die EMRK vorsehe, biete die FoK lediglich einen rudimentär ausgebildeten\nKontrollmechanismus (vgl. BBl 1985 III 287), führte er in seiner Botschaft\nvom 30. Januar 1991 betreffend den Beitritt der Schweiz zu den beiden\ninternationalen Menschenrechtspakten von 1966 (darunter der erwähnte\nInternationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte, nachfolgend\nPakt II genannt) wörtlich folgendes aus:\n«Im übrigen kann der Ausschuss aufgrund eines Fakultativprotokolls zum Pakt II\nMitteilungen von Einzelpersonen prüfen, die behaupten, Opfer einer Verletzung\neines im Pakt niedergelegten Rechts durch einen Vertragsstaat zu sein. Aufgrund\neiner solchen Prüfung ist der Ausschuss lediglich befugt, seine Auffassungen dem\nbetroffenen Vertragsstaat und der Einzelperson mitzuteilen. Im Unterschied\nzur EMRK, die das Eingreifen internationaler Organe mit dem Auftrag vorsieht,\nin einem kontradiktorischen Verfahren quasi-gerichtlichen Charakters, das in\neinem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte oder in einer\nResolution des Ministerkomitees des Europarates gipfeln kann, festzustellen,\nob ein Mitgliedstaat seinen aus der Konvention fliessenden Verpflichtungen\nnicht nachgekommen ist, ist das Kontrollsystem von Pakt II nicht gerichtlich\n\n"}