{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-07-31", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-63-11--_1998-07-31.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004163.pdf?ID=150004163", "Checksum": "be07963a177f9b5d4bf7f33108d6fc58"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.11 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 31.07.1998 JAAC 63.11 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 31.07.1998 JAAC 63.11 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 31.07.1998 JAAC 63.11 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:58", "Checksum": "435e94333f7847535305b76398cd8fc6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 31.07.1998 JAAC 63.11 \r\n\n 7\nEuropäischen Menschenrechtskonvention, Zürich 1993, S. 157 ff.; Jean-Francois\nPoudret, Commentaire de la loi fédérale d’organisation judiciaire, Bd. V, Bern\n1992, S. 45 ff.; Haefliger, a.a.O., S. 351 ff.; BBl 1991 II 468 ff.).\nEine den obenerwähnten Bestimmungen von Art. 32 Abs. 4 beziehungsweise\nArt. 53 EMRK entsprechende Bindungswirkung fehlt demgegenüber - wie\nauch der Gesuchsteller in seiner Eingabe vom 27. Juni 1996 zu Recht nicht\ngrundsätzlich bestreitet - hinsichtlich der FoK (vgl. Markus Raess, der\nSchutz vor Folter im Völkerrecht, Diss. Zürich 1989, S. 154; Kay Hailbronner /\nAlbrecht Randelzhofer, Zur Zeichnung der UN-Folterkonvention durch\ndie Bundesrepublik Deutschland, Europäische Grundrechte-Zeitschrift\n[EuGRZ] 1986, S. 642 f.). Hailbronner/Randelzhofer führen diesbezüglich\naus, die Feststellungen des CAT seien von den nationalen Behörden nach\nArt. 3 Abs. 2 FoK nur «unter anderem» zu berücksichtigen. Trotz Vorliegens\neiner entsprechenden Feststellung des CAT könne daher die nationale\nBehörde unter Würdigung aller Umstände im konkreten Fall zum Ergebnis\ngelangen, dass keine schwerwiegenden Gründe für die Annahme einer\nFoltergefahr bestünden (vgl. Hailbronner/Randelzhofer, a.a.O., S. 646); dieser\nvon der herrschenden Lehre mitgetragenen Auffassung ist grundsätzlich\nzuzustimmen. Die soeben genannten Autoren halten im weiteren dafür,\ndass die nationale Behörde mit ihrer Entscheidung nicht zuwarten müsse,\nbis «von den in Art. 3 Abs. 2 [FoK] genannten internationalen Organen»\n- gemeint ist das CAT - einschlägige Feststellungen nach der einen oder\nanderen Richtung getroffen worden seien (vgl. Hailbronner/Randelzhofer,\na.a.O., S. 646). Von dieser - völkerrechtlich an sich zulässigen - Möglichkeit,\nden innerstaatlichen Entscheid trotz hängiger Beschwerde vor dem CAT zu\nvollziehen, hat die Schweiz in den bisherigen Fällen, wie vom Gesuchsteller\nzu Recht angegeben, allerdings nicht Gebrauch gemacht; angesichts der\nMenschenrechtspolitik der Schweiz hat sie es als nicht opportun erachtet,\neinem Ersuchen der betreffenden Beschwerdeführer beziehungsweise des\nCAT um einstweilige Sistierung des Wegweisungsvollzugs nicht stattzugeben\nund den Beschwerdeführern damit faktisch das Beschwerderecht zu nehmen.\nDass die Schweiz durch dieses Verhalten im Ergebnis eine Bindungswirkung\nder CAT-Entscheide anerkannt hätte, kann entgegen der Auffassung des\nGesuchstellers jedoch nicht gesagt werden. Selbstverständlich bedeutet\ndies nicht, dass sich die Schweiz leichtfertig über einen CAT-Entscheid\nhinwegsetzen kann; indessen ändert dies nichts an der Tatsache, dass einem\nderartigen Entscheid streng rechtlich - und allein dies ist für die vorliegend\nvon der ARK zu beurteilende revisionsrechtliche Frage von Bedeutung - keine\nBindungswirkung zukommt (vgl. im übrigen nachfolgende E. 5 f). Auch\ndas CAT geht davon aus, dass seine «constatations» nur deklaratorischen\nCharakter haben und keine Verpflichtung des Vertragsstaates zur Abänderung\ndes Asylentscheides schaffen; hingegen sei es Sache des Vertragsstaates,\neine angemessene, dem CAT-Entscheid Rechnung tragende Lösung zu\nsuchen («il lui appartient par contre de rechercher des solutions qui lui\npermettront de prendre toutes les mesures utiles pour se conformer aux\ndispositions de l’art. 3 de la Convention»; Entscheid des CAT vom 9. Mai\n1997 i.S. Aemei c / Suisse, zit. nach Revue universelle des droits de l’homme\n[RUDH] 1997 S. 364, Ziff. 11). Der gegenüber der EMRK wesentlich schwächere\nDurchsetzungsmechanismus zeigt sich im weiteren auch darin, dass das\nVerfahren vor dem CAT in keiner Weise einem kontradiktorischen (heute noch\nquasi-)gerichtlichen Prozess entspricht. Anders als auf europäischer Ebene\n\n"}