{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-07-31", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-63-11--_1998-07-31.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004163.pdf?ID=150004163", "Checksum": "be07963a177f9b5d4bf7f33108d6fc58"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.11 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 31.07.1998 JAAC 63.11 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 31.07.1998 JAAC 63.11 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 31.07.1998 JAAC 63.11 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:58", "Checksum": "435e94333f7847535305b76398cd8fc6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 31.07.1998 JAAC 63.11 \r\n\n 6\nnicht ausdrücklich über eine allfällige Einführung eines entsprechenden\nRevisionsgrundes diskutiert. Die Tatsache, dass im Zuge der Revision von\nArt. 66 Abs. 1 VwVG ohne weiteres Gelegenheit zur Einführung weiterer\nRevisionsgründe bestanden hätte, der Gesetzgeber aber eine solche\nMöglichkeit nicht einmal in Betracht gezogen hat, deutet darauf hin, dass\ner qualifiziert geschwiegen hat (vgl. BGE 99 V 19 ff.; diesbezüglich kritisch\nHutter, a.a.O., S. 84 ff.).\ncc. Dieses eher vage Anzeichen - immerhin könnte die Untätigkeit des\nGesetzgebers auch auf ein blosses Versehen zurückzuführen sein - wird\nentscheidend verstärkt, wenn die Durchsetzungsmechanismen einerseits\nder EMRK und andererseits der FoK einander gegenübergestellt werden.\nIm Falle der EMRK ergibt sich dabei, dass die Urteile der Strassburger-Organe\nin einem kontradiktorischen Verfahren mit quasi-gerichtlichem Charakter\nzustandekommen (Der quasi-gerichtliche Charakter rührt unter anderem\ndaher, dass heute mit dem Ministerkomitee einer politischen Behörde\nEntscheidbefugnis zukommt. Dieser «Mangel» wird indessen mit dem\nam 1. November 1998 in Kraft tretenden 11. Protokoll zur EMRK vom\n11. Mai 1994 behoben, indem der EGMR fortan als einziges Entscheidorgan\nund neu als ständiger Gerichtshof über Beschwerden befinden wird;\ndie Europäische Kommission für Menschenrechte, bisher zuständig für\ndas Zulassungsverfahren, wird aufgelöst; vgl. dazu Stefan Trechsel, Das\nSchutzsystem der EMRK heute und [über-?]morgen, in: Europa Institut\nZürich, D. Thürer / R.H. Weber / R. Zäch [Hrsg.], Aktuelle Fragen zur\nEuropäischen Menschenrechtskonvention, Zürich 1994, S. 5 ff.; Botschaft\ndes Bundesrates vom 23. November 1994 über die Genehmigung des\nProtokolls Nr. 11 zur EMRK vom 11. Mai 1994 betreffend Umgestaltung der in\ndieser Konvention vorgesehenen Kontrollmechanismen, BBl 1995 I 999 ff.;\nJahresbericht des Bundesrates vom 14. Januar 1998 über die Tätigkeiten\nder Schweiz im Europarat 1997, BBl 1998 I 586 ff.). Einem Urteil des EGMR\n- beziehungsweise einer Resolution des Ministerkomitees -, in welchem\neine Konventionsverletzung festgestellt wird, kommt zwar nach einhelliger\nAuffassung keine kassatorische Wirkung hinsichtlich des letztinstanzlichen\nnationalen Urteiles zu, d.h. der innerstaatliche Entscheid wird nicht ohne\nweiteres aufgehoben (vgl. Jochen Frowein / Wolfgang Peukert, Europäische\nMenschenrechtskonvention, EMRK-Kommentar, 2. Aufl., Kehl a.Rh. u.a.\n1996, S. 725; Arthur Haefliger, Die Europäische Menschenrechtskonvention\nund die Schweiz, Bern 1993, S. 349). Mit der Ratifikation der EMRK ist die\nSchweiz jedoch die Verpflichtung eingegangen, die Urteile beziehungsweise\nResolutionen der Strassburger-Organe als bindend anzusehen (vgl. Art. 53\nbzw. Art. 32 Abs. 4 EMRK) und, falls eine Konventionsverletzung festgestellt\nwird, Wiedergutmachung zu leisten. In der Praxis ergaben sich jedoch\ngrösste Schwierigkeiten bei der Umsetzung dieser Verpflichtung dadurch,\ndass nach den Verfahrensgesetzen (insbesondere dem OG und dem VwVG)\nin ihrer damaligen Fassung die schweizerischen Gerichte nicht auf ihre\nrechtskräftigen Urteile zurückkommen konnten. Ausgehend von einem\nPostulat von Nationalrat Reininger vom 19. September 1979 wurde daher\nein entsprechender Revisionsgrund unter anderem in Art. 139a OG und\nArt. 66 Abs. 1 Bst. b VwVG aufgenommen (vgl. Mark Villiger, Handbuch der\n\n"}