{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1997-02-12", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-62-8--_1997-02-12.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004070.pdf?ID=150004070", "Checksum": "bfb02cd01aeaa94fd0c1ef3fc6f76161"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.8 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 12.02.1997 JAAC 62.8 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 12.02.1997 JAAC 62.8 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 12.02.1997 JAAC 62.8 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:54", "Checksum": "2b78f4184add1487dd81733f8b1e85d4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 12.02.1997 JAAC 62.8 \r\n\nDie Vorinstanz begründet den Entzug der aufschiebenden Wirkung im\nwesentlichen damit, dass das öffentliche Interesse am raschen Vollzug\nder Wegweisung angesichts der Aktenlage und der Unbegründetheit des\nunter erfundener Nationalität eingereichten Asylgesuches gegenüber\ndem persönlichen Interesse, sich bis zum rechtskräftigen Abschluss des\nAsylverfahrens in der Schweiz aufhalten zu dürfen, überwiege.\nIn diesem Zusammenhang muss auf den Sinn der gesetzlichen Regelung\nhingewiesen werden, welche für das ordentliche Rechtsmittelverfahren (im\nUnterschied zu den ausserordentlichen Rechtsmitteln und Rechtsbehelfen, vgl.\nArt. 47 Abs. 3 des Asylgesetzes vom 5. Oktober 1979 [AsylG], SR 142.31) von der\naufschiebenden Wirkung der Beschwerde ausgeht und den Entzug derselben\ngrundsätzlich nur für die klar definierten Fälle des sofortigen Vollzugs\nvorsieht (Art. 47 Abs. 1 AsylG); dies sind die Nichteintretensentscheide nach\nArt. 16 AsylG (vgl. Art. 17a Abs. 2 AsylG), die vorsorglichen Wegweisungen\nin einen Drittstaat (Art. 19 Abs. 3 AsylG) sowie die Wegweisungen im\nFlughafenverfahren (Art. 13d Abs. 3 und 4 AsylG). Zwar schliesst diese\nRegelung nicht aus, dass über die genannten Fälle hinaus das BFF auch bei\nmateriellen Abweisungen nach der allgemeinen Regel von Art. 55 Abs. 2 des\nBundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren\n(VwVG, SR 172.021) einer Beschwerde in besonderen Fällen die aufschiebende\nWirkung entzieht. Obschon die genannte Bestimmung in der geltenden\nFassung von Art. 47 AsylG (Änderung gemäss Bundesgesetz vom 18. März\n1994 über Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, AS 1995 146) - im\nUnterschied zur früheren Fassung - für die aufschiebende Wirkung nicht\nmehr ausdrücklich auf Art. 55 VwVG verweist, geht aus den Materialien zum\nBundesgesetz über Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht klar hervor,\ndass die Streichung des Verweises auf Art. 55 VwVG aus dem Gesetzestext\nlediglich redaktioneller Natur war und damit keineswegs beabsichtigt\nwurde, die Geltung der allgemeinen Regel des VwVG über die aufschiebende\nWirkung auszuschalten. Dies wird in der Botschaft zum Bundesgesetz über\nZwangsmassnahmen im Ausländerrecht (BBl 1994 I 333) im Kommentar\nzur neuen Fassung von Art. 47 Abs. 1 AsylG ausdrücklich festgehalten:\n«Durch die Änderung von Absatz 1 entfällt der Hinweis auf Artikel 55 des\nVerwaltungsverfahrensgesetzes (SR 172.021). Selbstverständlich behält dieser\nArtikel in allen übrigen Fällen aber seine Gültigkeit.» Allerdings muss sich\nein Entzug der aufschiebenden Wirkung in solchen Fällen auf eng umgrenzte\nAusnahmen beschränken. Aus dem Sinn der zitierten gesetzlichen Regelung\nergibt sich, dass nur in den ausdrücklich erwähnten drei Fallkategorien\n(Art. 17a Abs. 2, Art. 19 Abs. 3 und Art. 13d Abs. 3 und 4 AsylG) regelmässig von\neinem besonders gewichtigen Interesse am raschen Vollzug der Wegweisung\nauszugehen ist und demgegenüber bei materiellen Asylentscheiden das\n\n"}