{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1997-10-15", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-62-6--_1997-10-15.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004004.pdf?ID=150004004", "Checksum": "16fbc1a9c8d443c3dabdd9c48197fc37"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.6 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 15.10.1997 JAAC 62.6 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 15.10.1997 JAAC 62.6 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 15.10.1997 JAAC 62.6 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:36", "Checksum": "c4f4b48acc2051862207e95a485b3435", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 15.10.1997 JAAC 62.6 \r\n\n 8\nOffensichtlichkeit für nicht gegeben, hat sie die Beschwerde gutzuheissen,\nund das Verfahren geht nach erfolgter Einreise des Beschwerdeführers seinen\nordentlichen Weg (Art. 15 ff. AsylG).\n7. Nachdem die Flüchtlingseigenschaft verneint worden ist, weil der\nBeschwerdeführer offensichtlich nicht verfolgt im Sinne von Art. 3 AsylG\nist (vgl. E. 5), ist die Beschwerde auch hinsichtlich der vom BFF verfügten\nAsylverweigerung abzuweisen (vgl. Art. 2 AsylG).\n8.a. Im Rahmen des Verfahrens am Flughafen kann die sofortige Wegweisung\nins Heimat- oder Herkunftsland nur angeordnet und vollzogen werden, wenn\nes offensichtlich ist, dass der Ausländer - nicht nur kein Flüchtling, sondern\nauch sonst - nicht gefährdet ist. Kommt die ARK zum Schluss, es sei nicht\noffensichtlich, dass kein Wegweisungshindernis vorhanden ist, so wäre selbst\nbei fehlender Flüchtlingseigenschaft die Beschwerde gutzuheissen und die\nEinreise in die Schweiz zu bewilligen. Offensichtlichkeit ist dann anzunehmen,\nwenn schon aufgrund der am Flughafen durchgeführten Befragung und\nder weiteren Aktenlage kein vernünftiger Zweifel daran besteht, dass der\nAusländer nicht verfolgt worden ist oder gefährdet sein wird. Der in Art. 13d\nAsylG verwendete weite Verfolgungsbegriff ist der gleiche wie der in den\nArt. 13 und 16 Abs. 1 Bst. a und c sowie Abs. 2 AsylG vorkommende (vgl.\nBotschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren [AVB], BBl 1990 II\n625 ff., 629, 638; VPB 58.55 E. 8), umfasst also neben dem Flüchtlingsbegriff\nauch die Wegweisungshindernisse gemäss Art. 14a des Bundesgesetzes vom\n26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, SR\n142.20). Dabei ist allerdings zu präzisieren, dass\nsich die Offensichtlichkeit im Rahmen der Durchführbarkeit nur auf die\nZulässigkeit und die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges bezieht,\nwährend es bezüglich der Möglichkeit ausreicht, dass diese aufgrund der dem\nBFF bekannten Fakten als gegeben erscheint. Im Beschwerdeverfahren wird\ndie Möglichkeit von der ARK nach ständiger Praxis zufolge ihrer geringeren\nKenntnisse der aktuellen, praktischen und technischen Probleme nur mit\nZurückhaltung beurteilt; die Unmöglichkeit findet grundsätzlich nur dann\nals Vollzugshindernis Beachtung, wenn sie offen zu Tage liegt, sich schon\nüber längere Zeit erstreckt hat und ihr Andauern auf unabsehbare Zeit\nwahrscheinlich ist (vgl. VPB 60.28 E. 8e).\nb. Aufgrund der obigen Erwägungen zur Gefährdungslage des\nBeschwerdeführers (E. 5b) ist offensichtlich, dass die Anordnung\ndes sofortigen Wegweisungsvollzuges zulässig ist, da ihr weder\nflüchtlingsrechtliche (Art. 45 AsylG) noch menschenrechtliche (Art. 3 EMRK;\nArt. 1 und 3 des Übereink. vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere\ngrausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe\n[Folterkonvention], SR 0.105) Rückschiebungsverbote entgegenstehen. Der\nWegweisungsvollzug ist aber auch als offensichtlich zumutbar zu bezeichnen,\nda der Beschwerdeführer weder zufolge seiner Staatsangehörigkeit noch als\nallfälliger UDPS-Sympathisant Gewaltflüchtling im Sinne der Rechtsprechung\nist (vgl. EMARK 1993 Nr. 37, S. 271 ff. E. 9c) und aus den Akten auch\nkeine Hinweise hervorgehen, wonach der Beschwerdeführer in seinem\nHeimatland konkret gefährdet sein könnte. Die Möglichkeit braucht hier\nnicht überprüft zu werden, da der Vollzug der Wegweisung ins Heimatland\nbereits stattgefunden hat.\n\n9\nDie Beschwerde ist somit, da der Beschwerdeführer offensichtlich nicht\nverfolgt im weiten Sinn des Wortes ist, auch bezüglich Anordnung und\nsofortigen Vollzug der Wegweisung abzuweisen.\n[10] Vgl. oben Fussnote 1, S. 19.\n[11] Cf. ci-dessus note 2, p. 20.\n[12] Cfr. sopra nota 3, pag. 20.\n\n10\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 62.6 - Auszug aus einem Entscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission vom\n15. Oktober 1997\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1998\nAnnée\nAnno\n\nBand 62\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 004 004\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}