{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1997-08-08", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-62-14--_1997-08-08.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003815.pdf?ID=150003815", "Checksum": "3e328228c05cbf48f7ddee6f037a2ea1"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.14 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 08.08.1997 JAAC 62.14 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 08.08.1997 JAAC 62.14 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 08.08.1997 JAAC 62.14 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:31", "Checksum": "8a750e4fbd6788832d3bf9a285af29c9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 08.08.1997 JAAC 62.14 \r\n\n JAAC 62.14\n\nAuszug aus einem Entscheid der Schweizerischen\nAsylrekurskommission vom 8. August 1997\n\nExtrait de la jurisprudence de la Commission suisse de recours en\nmatière d’asile.\nArt. 67 al. 1 PA. Délai pour invoquer un vice de procédure à l’appui d’une\ndemande de révision.\nSi un vice de procédure au sens de l’art. 66 al. 2 let. b ou c PA est invoqué\ncomme moyen de révision, le délai légal de 90 jours commence à courir à\npartir de la notification de la décision sur recours.\n\nAuszug aus der Rechtsprechung der Schweizerischen\nAsylrekurskommission.\nArt. 67 Abs. 1 VwVG. Revisionsfrist bei Verfahrensmängeln.\nWerden Verfahrensmängel im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. b oder\nc VwVG als Revisionsgrund geltend gemacht, beginnt die 90tägige\nRevisionsfrist von der Eröffnung des angefochtenen Urteils an zu\nlaufen.\n\nEstratto della giurisprudenza della Commissione svizzera di ricorso in\nmateria d’asilo.\nArt. 67 cpv. 1 PA. Termine per invocare un vizio di procedura nel quadro\ndi una domanda di revisione.\nSe un vizio di procedura ai sensi dell’art. 66 cpv. 2 lett. b o c PA è\ninvocato quale motivo di revisione, il termine legale di 90 giorni decorre\ndalla notificazione della sentenza su ricorso.\n\n1\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nMit Verfügung vom 30. Oktober 1996 lehnte das Bundesamt für Flüchtlinge\n(BFF) das Asylgesuch des Gesuchstellers ab und ordnete dessen Wegweisung\naus der Schweiz an. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies die\nSchweizerische Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil vom 22. Januar 1997\nab.\nAm 31. Juli 1997 beantragt der Gesuchsteller durch seinen Vertreter, das\nangefochtene Urteil sei in Revision zu ziehen.\nDie ARK tritt auf das Revisionsgesuch wegen Verspätung nicht ein.\n\nAus den Erwägungen:\n\n3. Der Gesuchsteller macht im wesentlichen geltend, die ARK habe in ihrem\nBeschwerdeentscheid übersehen, dass der Gesuchsteller nicht nur vor den\nKriegshandlungen in seiner Heimat sowie vor den Behelligungen seitens der\nLTTE geflohen sei, sondern auch, weil die srilankische Armee ihn wegen seines\nbei der LTTE kämpfenden jüngeren Bruders gesucht habe. Damit ruft er den\nRevisionsgrund von Art. 66 Abs. 2 Bst. b VwVG an.\nDieser Revisionsgrund wird indessen offensichtlich verspätet vorgebracht.\nGemäss Art. 67 Abs. 1 VwVG ist das Revisionsbegehren innert 90 Tagen\nseit Entdeckung des Revisionsgrundes einzureichen. Bezogen auf den\nhier geltend gemachten Revisionsgrund hat diese Frist vom Zeitpunkt\nan zu laufen begonnen, in welchem der Gesuchsteller vom angeblichen\nVerfahrensmangel hat Kenntnis nehmen können, d. h. vom Zeitpunkt der\nEröffnung des angefochtenen Urteils. Dass, wie sinngemäss vorgebracht wird,\nerst der jetzt beigezogene Rechtsvertreter des angeblichen Verfahrensmangels\ngewahr wurde, ist dabei unerheblich. Es kann nicht darauf ankommen,\nwann dem Betroffenen «das Licht aufgeht über die rechtliche Natur\neines an sich bekannten Sachverhaltes» (Ursina Beerli-Bonorand, Die\nausserordentlichen Rechtsmittel in der Verwaltungsrechtspflege des Bundes\nund der Kantone, Zürich 1985, S. 157 mit Hinweis auf Monatsschrift für\nbernisches Verwaltungsrecht und Notariatswesen [MBVR] 1975 Nr. 8). Nach\ndem Gesagten fällt beim Revisionsgrund der Verfahrensmängel der - für den\nBeginn der relativen Revisionsfrist massgebende - Zeitpunkt der «Entdeckung»\nmit dem Datum der Eröffnung des angefochtenen Beschwerdeentscheides\nzusammen (vgl. dazu unveröffentlichtes Urteil der ARK vom 3. Januar 1995\ni. S. A. u. a.). Andernfalls hätten es unterlegene Beschwerdeführer in der\nHand, während der absoluten zehnjährigen Frist jederzeit durch nochmalige\nLektüre des angefochtenen Entscheides oder durch jeweils neu beigezogene\nRechtsvertreter weitere angebliche Verfahrensmängel zu «entdecken». Dies\nwäre mit der Rechtssicherheit unvereinbar.\n\n2\nZum selben Schluss führt auch ein Vergleich mit der Regelung des (gemäss\nArt. 12 des Asylgesetzes vom 5. Oktober 1979 [AsylG], SR 142.31 hilfsweise\nanwendbaren) Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 über die Organisation\nder Bundesrechtspflege (OG, SR 173.110), welches in den Art. 136 ff. gegenüber\nden in Art. 66 VwVG «sachwidrigerweise ineinander verschachtelten\nProzesserscheinungen» (Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl.,\nBern 1983, S. 260) die Revisionsgründe der neuen Tatsachen von denjenigen\nder Verfahrensmängel unterscheidet und dementsprechend eine differenzierte\nFristenregelung kennt (für Verfahrensmängel: Beginn der Frist ab Eingang\nder schriftlichen Ausfertigung des Entscheides; Art. 141 Abs. 1 Bst. a OG).\nDas angefochtene Urteil wurde dem Gesuchsteller gemäss Rückschein am\n23. Januar 1997 eröffnet; die 90tägige Revisionsfrist ist demnach bereits am\n8. Mai 1997 abgelaufen.\n\n3\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 62.14 - Auszug aus einem Entscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission\nvom 8. August 1997\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1998\nAnnée\nAnno\n\nBand 62\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 815\n\n"}