{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1997-10-15", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-62-13--_1997-10-15.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003812.pdf?ID=150003812", "Checksum": "8641143b2854e75cf1f1deceedf10170"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.13 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 15.10.1997 JAAC 62.13 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 15.10.1997 JAAC 62.13 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 15.10.1997 JAAC 62.13 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:37", "Checksum": "ca1235e77ceca3202eb7e140c8a3694a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 15.10.1997 JAAC 62.13 \r\n\n1. (Zuständigkeit und Legitimation).\n2. Die vorinstanzliche Verfügung wurde dem Beschwerdeführer gemäss\nRückschein am 6. Februar 1997 eröffnet. Somit begann die dreissigtägige\nBeschwerdefrist (vgl. Art. 50 VwVG) am 7. Februar 1997 zu laufen und dauerte\nbis am 8. März 1997. Da dieser letzte Tag auf einen Samstag fiel, endete die\nFrist gemäss Art. 20 Abs. 3 VwVG am nächsten Werktag, mithin am 10. März\n1997. Die Beschwerde vom 7. März 1997 wurde erst am 10. März 1997 um\n22.24 Uhr per Telefax an die ARK übermittelt, und im Original wurde eine auf\nden 9. März 1997 datierte Beschwerde am 12. März 1997 der Post zur Spedition\nübergeben. Die am 2. April 1997 nachgereichte Beschwerde war zwar auf\nden 7. März 1997 datiert, doch fehlte ihr die Unterschrift. Es ist nun vorab zu\nprüfen, ob überhaupt eine form- und fristgerechte Beschwerde eingereicht\nwurde und ob darauf einzutreten ist.\n3. Der vorliegende Fall und die Praxis des Schweizerischen Bundesgerichts\nveranlassen die ARK, die Frage der Gültigkeit per Telefax eingereichter\nBeschwerden - insbesondere im Hinblick auf die praktizierten Telefaxeingaben\nam letzten Tag der Beschwerdefrist - grundsätzlich zu überdenken. Es\nstellt sich namentlich die Frage, ob im Sinne einer Praxisänderung der\nAuffassung des Schweizerischen Bundesgerichts, wonach die Einreichung\neiner Beschwerde per Telefax nicht rechtsgültig erfolgen kann (vgl. BGE\n121 II 252 ff.), zu folgen ist. Dabei gilt es den Anspruch auf Rechtssicherheit\ngegen das Prinzip einer sich entwickelnden Rechtsfindung abzuwägen. So\nführt auch das Schweizerische Bundesgericht aus: «Dès lors, un revirement\nde jurisprudence ne transgresse pas l’art. 4 Cst. s’il s’appuie sur des\nraisons objectives telles qu’une connaissance plus exacte de l’intention du\nlégislateur, la modification des circonstances extérieures, un changement\nde conception juridique ou l’évolution des moeurs» (BGE 122 I 59 E. 3c/aa).\nEine Praxisänderung drängt sich somit namentlich in Fällen auf, in denen der\ngesetzgeberische Wille in einem anderen Licht erscheint.\na. Gemäss Art. 50 VwVG ist die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen, gegen\neine Zwischenverfügung innerhalb von 10 Tagen seit Eröffnung der Verfügung\neinzureichen. Nach Art. 21 Abs. 1 VwVG müssen schriftliche Eingaben\nspätestens am letzten Tag der Frist der Behörde eingereicht oder zu deren\nHanden der schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen\noder konsularischen Vertretung übergeben werden. Die Beschwerdeschrift\nhat gemäss Art. 52 Abs. 1 VwVG die Begehren, deren Begründung mit Angabe\nder Beweismittel und die eigenhändige Unterschrift des Beschwerdeführers\noder seines Vertreters zu enthalten. Eine Beschwerdeschrift, die nicht im\nOriginal, sondern per Telefax (und somit als Kopie des Originalschreibens)\nübermittelt wird, trägt keine Originalunterschrift, sondern nur eine Kopie\nderselben. Art. 52 Abs. 1 VwVG spricht seinem Wortlaut nach klar von einer\nerforderlichen Unterschrift, nicht von einer Unterschriftskopie, weshalb\nnur eine Originalunterschrift den gesetzlichen Anforderungen an eine\nBeschwerdeschrift gemäss Art. 52 Abs. 1 VwVG entspricht. Eine fotokopierte\noder per Telefax übermittelte Unterschrift ist im Anwendungsbereich des vom\n\n"}