{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-04-30", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-61-9--_1996-04-30.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003689.pdf?ID=150003689", "Checksum": "3b1f245de52f31ab1140052c154993aa"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.9 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 30.04.1996 JAAC 61.9 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 30.04.1996 JAAC 61.9 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 30.04.1996 JAAC 61.9 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:34", "Checksum": "ebb1d2c04c933e8ef2c72f1aad2d3e44", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 30.04.1996 JAAC 61.9 \r\n\n JAAC 61.9\n\nEntscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission\nvom 30. April 1996\n\nDécision de principe de la Commission suisse de recours en matière\nd’asile[131].\nArt. 46 al. 2 LAsi en relation avec l’art. 50 PA; art. 13d al. 2 à 4 et art. 19\nal. 2 et 3 LAsi. Art. 13b LSEE.\nUne décision au fond ne peut être rendue avant l’expiration du délai\npour recourir qu’à la double condition que le mémoire de recours\napparaisse, sans ambiguïté aucune, comme étant définitif et que l’état\nde fait soit complet. Dans cette hypothèse, s’agissant notamment des cas\nd’aéroport ou des cas dans lesquels le requérant est placé en détention,\net à l’occasion desquels l’autorité de première instance a décidé d’un\nrenvoi avec exécution immédiate, une décision matérielle doit si\npossible être préférée à une simple décision incidente sommairement\nmotivée; dans ces cas, en effet, une procédure rapide s’impose dans\nl’intérêt du recourant lui-même (consid. 3.a et b).\n\nGrundsatzentscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission[130].\nArt. 46 Abs. 2 AsylG in Verbindung mit Art. 50 VwVG; Art. 13d Abs. 2-4\nund Art. 19 Abs. 2-3 AsylG. Art. 13b ANAG.\nÜber ein Rechtsmittel kann vor Ablauf der Beschwerdefrist nur dann\nrechtskräftig entschieden werden, wenn die Rechtsmitteleingabe\neindeutig als abschliessend zu verstehen und der Sachverhalt\nvollständig festgestellt ist. Unter diesen Voraussetzungen ist in\nFlughafen- und Haftfällen, in denen die Vorinstanz die sofortige\nVollstreckbarkeit der Wegweisung verfügt hat, der Ausfällung eines\nmateriellen Entscheides nach Möglichkeit der Vorzug zu geben\ngegenüber einem bloss summarisch begründeten, verfahrensleitenden\nZwischenentscheid, da in diesen Fällen ein rasches Vorgehen im\nwohlverstandenen Interesse des Beschwerdeführers liegt (E. 3.a und b).\n\n1\nDecisione di principio della Commissione svizzera di ricorso in materia\nd’asilo[132].\nArt. 46 cpv. 2 LAsi in relazione all’art. 50 PA; Art. 13d cpv. 2-4 e art. 19\ncpv. 2-3 LAsi. Art. 13b LDDS.\nUn ricorso può essere evaso nel merito anche prima della scadenza\ndel termine ricorsuale allorquando lo stesso possa ritenersi\ninequivocabilmente completo sia in fatto che in diritto. In siffatta\nevenienza, in particolare nei casi d’aeroporto o di persone poste in\ndetenzione quando l’autorità inferiore ha pronunciato l’esecuzione\nimmediata dell’allontanamento, è preferibile che sia resa una decisione\ndi merito, piuttosto che una decisione incidentale sommariamente\nmotivata, e ciò nell’interesse stesso del ricorrente (consid. 3.a e b).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nA. Der Beschwerdeführer verliess den Heimatstaat nach eigenen Angaben\nam 10. März 1996 und gelangte auf dem Luftweg in die Schweiz, wo er am\n13. März 1996 im Flughafen Zürich/Kloten um Asyl ersuchte. Am selben\nTag hörte ihn die Flughafenpolizei zu den Asylgründen an. Dabei machte\nder Beschwerdeführer im wesentlichen geltend, er sei seit November 1991\nMitglied der «Partie Lumbubiste Unifis» (PALU) und sei als Präsident der\nLokalvertretung seines Wohnquartiers tätig gewesen. Am 29. Juli 1995 habe er\nin Kinshasa an einem Protestmarsch seiner Partei teilgenommen. Im Verlaufe\nder Kundgebung habe die Polizei in die Menge geschossen. Es habe 50 Tote\ngegeben. Er selbst sei verhaftet und mit anderen Kundgebungsteilnehmern\nzum Hauptquartier der Polizei gebracht worden. Dort sei er eine Woche\nfestgehalten, befragt und dabei geschlagen worden. Da er als der Anführer\nbetrachtet worden sei, und wegen seines kritischen Gesundheitszustandes sei\ner danach ins Zentralgefängnis nach Makala verlegt worden, wo er weitere\nfünf Monate inhaftiert gewesen sei. Am 19. Dezember 1995 habe ihm der\nGefängnisdirektor eine gerichtliche Vorladung übergeben. In Gombe habe\ner danach vor Gericht erscheinen müssen. Man habe ihn beschuldigt, am\nProtestmarsch teilgenommen zu haben. Das Urteil sollte jedoch erst zu einem\nspäteren Zeitpunkt gefällt werden. Wegen seines Gesundheitszustandes\n(Hämorrhoiden) sei er unmittelbar nach dem Gerichtstermin auf Anordnung\ndes Gefängnisdirektors ins Mama Mobutu Spital gebracht worden. Dort sei\nihm nach einem zweistündigen Aufenthalt mit Mithilfe seines Cousins die\nFlucht gelungen. Anschliessend habe er sich bis zu seiner Ausreise bei einem\nFreund seines Cousins versteckt.\nZur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer unter anderem\nein «mandat d’arrêt provisoire» vom 29. Juli 1995, ein «mandat d’extraction»\nvom 15. Dezember 1995, eine «convocation de la Police judiciaire» vom\n19. Februar 1996 und eine «convocation de la Gendarmerie Nationale» vom\n20. Februar 1996 ein.\n\n"}