{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-02-20", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-61-7--_1996-02-20.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003608.pdf?ID=150003608", "Checksum": "d25b0487ecdcd2a273627fb189893335"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.7 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 20.02.1996 JAAC 61.7 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 20.02.1996 JAAC 61.7 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 20.02.1996 JAAC 61.7 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:39", "Checksum": "1e9d684f4e4fe161cef2ab820bae94d1", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 20.02.1996 JAAC 61.7 \r\n\n JAAC 61.7\n\nAuszug aus einem Entscheid der Schweizerischen\nAsylrekurskommission vom 20. Februar 1996\n\nDécision de principe de la Commission suisse de recours en matière\nd’asile[128].\nArt. 3 al. 3 LAsi. Extension de la qualité de réfugié.\nLe fait que le conjoint ou les enfants mineurs d’un réfugié ont une autre\nnationalité que lui est constitutif d’une circonstance particulière au\nsens de l’art. 3 al. 3 LAsi. Une telle circonstance s’opposerait à ce que\nla famille soit incluse dans le statut du parent reconnu réfugié dans\nla seule hypothèse, toutefois, où il serait possible et raisonnablement\nexigible que toute la famille vive dans cet autre pays plutôt qu’en Suisse\n(consid. 7).\n\nGrundsatzentscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission[127].\nArt. 3 Abs. 3 AsylG. Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft.\nDie Tatsache, dass der Ehegatte oder die minderjährigen Kinder\neines Flüchtlings eine andere Nationalität haben als dieser, gilt\ngrundsätzlich als besonderer Umstand im Sinne von Art. 3 Abs. 3 AsylG.\nDiese Tatsache steht einem Einbezug aber nur entgegen, wenn es dem\nEhegatten beziehungsweise der ganzen Familie an sich zumutbar und\nmöglich wäre, statt in der Schweiz auch in diesem anderen Land zu\nleben (E. 7).\n\n1\nDecisione di principio della Commissione svizzera di ricorso in materia\nd’asilo[129].\nArt. 3 cpv. 3 LAsi. Inclusione nella qualità di rifugiato.\nIl fatto che il coniuge od i figli minorenni di un rifugiato abbiano\nun’altra nazionalità che quest’ultimo, costituisce circostanza speciale\nai sensi dell’art. 3 cpv. 3 LAsi che si oppone alla loro inclusione nella\nqualità di rifugiato, ma solo nell’ipotesi in cui all’intera famiglia sia\npossibile nonché ragionevolmente esigibile di vivere nell’altro Paese\npiuttosto che in Svizzera (consid. 7).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nDie Beschwerdeführerin macht im wesentlichen folgendes geltend: Sie\nstamme aus Albanien und habe zu Hause bei den Eltern in B. C. gelebt.\nIhr Vater habe sich mit einem Freund aus dem Kosovo darüber geeinigt,\ndass sie dessen Sohn, S. B., heiraten soll. In der Folge sei sie zunächst zu\nihren künftigen Schwiegereltern in den Kosovo und von dort in die Schweiz\ngereist, wo sie S. B., der sich hier als Asylbewerber aufgehalten habe, am\n11. August 1991 erstmals gesehen und kennengelernt habe. Am 22. August\n1991 sei sie vorübergehend zu ihren Schwiegereltern in den Kosovo zwecks\nPapierbeschaffung zurückgekehrt. Am 17. November 1991 sei sie daraufhin\nerneut in die Schweiz zu ihrem künftigen Ehemann gereist. Weiter führte sie\naus, sie könne zwar ohne weiteres nach Albanien zurückkehren, sie wolle\naber mit S. B., ihrem künftigen Ehemann, in der Schweiz leben. In den Kosovo\nkönne sie hingegen nicht, da dieser dort verfolgt werde. Ausserdem erklärte\nsie, sie verzichte auf die Durchführung eines eigenen Asylverfahrens und\nschliesse sich dem Asylgesuch ihres Ehemannes an.\nAm 27. April 1992 anerkannte das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) S. B. als\nFlüchtling und gewährte ihm Asyl. Am 11. Mai 1992 wurde die gemeinsame\nTochter D. geboren; die Heirat erfolgte am 16. Juli 1992.\nAm 20. August 1992 ersuchte das Hilfswerk der evangelischen Kirchen der\nSchweiz (HEKS) das BFF, die Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem Kind\nin den Asylstatus ihres Ehemannes einzuschliessen.\nMit Verfügung vom 4. November 1992 lehnte das BFF das Gesuch um Einbezug\nin die Flüchtlingseigenschaft des Ehegatten ab. Aufgrund der Verheiratung der\nBeschwerdeführerin mit einem anerkannten Flüchtling sah es indessen von\neiner Wegweisung aus der Schweiz ab.\nMit Eingabe vom 3. Dezember 1992 an die Schweizerische\nAsylrekurskommission (ARK) beantragt die Beschwerdeführerin, sie\nund ihr Kind seien in Aufhebung der BFF-Verfügung in den Asylstatus des\nEhemannes und Vaters S. B. einzuschliessen.\nDas BFF beantragt in seiner Vernehmlassung die Abweisung der Beschwerde.\n\n2\nMit Verfügung vom 29. November 1993 gewährte das BFF dem Kind D. unter\nEinbezug in die Flüchtlingseigenschaft seines Vaters wiedererwägungsweise\nAsyl. Die am 24. März 1994 geborene Tochter E. wurde mit Verfügung des BFF\nvom 26. Juli 1994 ebenfalls in die Flüchtlingseigenschaft von S. B. einbezogen.\nDie ARK weist die Beschwerde ab.\n\nAus den Erwägungen:\n\n"}