{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-03-11", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-61-11--_1996-03-11.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003332.pdf?ID=150003332", "Checksum": "6edf6f032294c0a2c49f43d408c9c631"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.11 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 11.03.1996 JAAC 61.11 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 11.03.1996 JAAC 61.11 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 11.03.1996 JAAC 61.11 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:41", "Checksum": "38ee9546c1f4b67cff01f2489b62b897", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 11.03.1996 JAAC 61.11 \r\n\n 5\neinzig zulässigen Nichteintretensgrund beim Tatbestand des Verheimlichens\nder Identität darstellt, oder ob in einem solchen Fall alternativ/subsidiär auch\nArt. 16 Abs. 1 Bst. e AsylG zur Anwendung kommen kann - nichts gewonnen.\nDie Antwort auf letztere Frage ist durch Auslegung von Art. 16 Abs. 1 AsylG zu\nermitteln.\nbb. Das auszugsweise Zitat des französischsprachigen Textes von Art. 16\nAbs. 1 Bst. b AsylG in der vorinstanzlichen Vernehmlassung erweckt\nvorab den Eindruck, das BFF erachte in Fällen wie dem vorliegenden\ngrundsätzlich (auch) die Anwendbarkeit dieses Nichteintretensgrunds für\nnicht ausgeschlossen. Dies legt allerdings die Frage nahe, aus welchem Grund\ndenn diese Bestimmung in casu nicht angewendet wurde.\nDie für die grammatikalische Auslegung von Art. 16 Abs. 1 Bst. b AsylG\nmassgebenden Formulierungen in den drei Amtssprachen (aus Gründen\nder Übersichtlichkeit an dieser Stelle teilweise wiederholt) lauten wie folgt:\n«Auf ein Gesuch wird nicht eingetreten, wenn der Gesuchsteller [...]\nseine Identität verheimlicht und dies aufgrund des Ergebnisses der\nerkennungsdienstlichen Behandlung feststeht.»\n«Il n’est pas entré en matière sur une demande lorsque le requérant [...]\na dissimulé son identité, ce fait ayant été établi lors de son identification,\nnotamment par l’examen dactyloscopique.»\n«Non si entra nel merito di una domanda se il richiedente [...] ha dissimulato\nl’identità e tale fatto è provato dall’esame dattiloscopico.»\nEin Vergleich dieser Formulierungen, von welchen jede bei der sprachlichen\nAuslegung nach Lehre und Praxis grundsätzlich als gleichwertig zu\nbetrachten ist (BGE 120 II 113 und 116 II 527, je mit weiteren Hinweisen),\nergibt einerseits, dass sich der deutsch- und der französischsprachige\nGesetzestext inhaltlich nur scheinbar widersprechen: Auch letzterer setzt\nnämlich für die Anwendung von Art. 16 Abs. 1 Bst. b AsylG offensichtlich\nein entsprechendes Ergebnis der erkennungsdienstlichen Behandlung\nvoraus. Der Grund für den gegenüber der deutschsprachigen Fassung\nzusätzlichen Satzteil «..., notamment par l’examen dactyloscopique» liegt\ndarin, dass die französische Sprache keinen exakt dekkungsgleichen Ausdruck\nfür den Begriff «erkennungsdienstliche Behandlung» kennt, weshalb zur\nVerdeutlichung beispielhaft («notamment») der «Fingerabdruckvergleich»,\ndie in der Praxis zweifellos wichtigste Form der erkennungsdienstlichen\nBehandlung, angeführt wurde. Von diesen beiden Gesetzesfassungen\nweicht die italienischsprachige Formulierung hingegen insoweit ab, als sie\nden Vergleich der Fingerabdrücke «esame dattiloscopico» nicht im Sinne\neiner beispielhaften Nennung, sondern sprachlich als einzig zulässige\nIndentifizierungsmassnahme für die Anwendung der interessierenden\nNichteintretensbestimmung («...e tale fatto è provato dall’...») nennt. Die Frage,\nob letztere oder die deutsch-/französischsprachige Gesetzesfassung den Willen\ndes Gesetzgebers diesbezüglich präzise wiedergibt, ist im wesentlichen von\ntheoretischem Interesse und kann an dieser Stelle offengelassen werden:\nAufgrund der bestehenden technischen Infrastruktur zur automatisierten\nÜberprüfung und Nachforschung daktyloskopischer Daten stellt in der\nPraxis erfahrungsgemäss der Vergleich der Fingerabdrücke die für den\n\n"}