{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-05-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-60-38--_1995-05-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003059.pdf?ID=150003059", "Checksum": "19fb28c4fa7baed563184f4245998ff6"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.38 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 16.05.1995 JAAC 60.38 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 16.05.1995 JAAC 60.38 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 16.05.1995 JAAC 60.38 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:45", "Checksum": "98bbe1614dc9a8bea2eb8b4b8040433b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 16.05.1995 JAAC 60.38 \r\n\n 3\ndie geltend gemachten Revisionsgründe zu einer Neubeurteilung der Frage\nder Flüchtlingseigenschaft respektive des Wegweisungsvollzuges zu führen\nvermögen.\n5. Gemäss Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG müssen die zur Stützung eines\nRevisionsgesuches geltend gemachten Tatsachen und eingereichten\nBeweismittel neu und erheblich sein.\nNach Lehre und bundesgerichtlicher Rechtsprechung gelten revisionsweise\ngeltend gemachte Tatsachen lediglich dann als neu, wenn sie zur Zeit\nder Erstbeurteilung der Sache bereits vorhanden waren, jedoch erst\nnachträglich in Erfahrung gebracht werden konnten. Tatsachen, welche\nsich erst nachträglich zutragen, können allenfalls den Erlass einer\nneuen Verfügung durch die erstinstanzliche Behörde im Rahmen eines\nWiedererwägungsverfahrens rechtfertigen, bilden aber keinen Grund\nzur Revision eines Beschwerdeentscheides (vgl. Beerli-Bonorand Ursina,\nDie ausserordentlichen Rechtsmittel des Bundes und der Kantone, Zürich\n1985, S. 99; Kölz Alfred / Häner Isabelle, Verwaltungsverfahren und\nVerwaltungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1993, S. 189, Rn. 321; Gygi, a. a. O.,\nS. 262; BGE 108 V 171). Erheblich im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG sind\nneue Tatsachen dann, wenn sie geeignet sind, die tatbeständliche Grundlage\ndes angefochtenen Entscheides zu verändern und bei zutreffender rechtlicher\nWürdigung zu einem anderen, für den Gesuchsteller günstigeren Ergebnis\nzu führen (Beerli-Bonorand, a. a. O., S. 106; Kölz/Häner, a. a. O., S. 189, Rn.\n321), mit anderen Worten, wenn sie den Ausgang des Verfahrens beeinflussen\nkönnen (Rhinow René A. / Koller Heinrich / Kiss-Peter Christina, Öffentliches\nProzessrecht und Grundzüge des Justizverfassungsrechts des Bundes, Basel /\nFrankfurt a. M. 1994, S. 240, Rn. 1132).\nÄhnliches gilt für revisionsweise eingereichte Beweismittel: Sie sind\nnur dann als neu zu qualifizieren und beachtlich, wenn sie entweder\nneue erhebliche Tatsachen erhärten oder geeignet sind, dem Beweis von\nTatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen,\naber zum Nachteil der gesuchstellenden Partei unbewiesen geblieben sind\n(Beerli-Bonorand, a. a. O., S. 102; Kölz/Häner, a. a. O., S. 189 f., Rn. 321),\nrespektive wenn sie bei Vorliegen im ordentlichen Verfahren vermutlich\nzu einem anderen Entscheid geführt hätten (Rhinow/Koller/Kiss-Peter, a. a. O.,\nS. 240, Rn. 1132). Hingegen ist es - im Gegensatz zu geltend gemachten neuen\nTatsachen - nicht notwendig, dass die Beweismittel selber aus der Zeit vor\ndem Beschwerdeentscheid stammen (Entscheidungen und Mitteilungen der\nSchweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1994 Nr. 27, S. 199, E. 5.c).\nGemäss Art. 66 Abs. 3 VwVG ist ein Revisionsgesuch im weiteren abzuweisen,\nwenn die Partei die Revisionsgründe bereits im Rahmen des Verfahrens, das\ndem Beschwerdeentscheid voranging, oder auf dem Wege einer Beschwerde,\ndie ihr gegen den Beschwerdeentscheid zustand, geltend machen konnte.\nSowohl neue Tatsachen als auch neue Beweismittel bilden gemäss dieser\nBestimmung somit nur dann einen Revisionsgrund, wenn der Gesuchsteller\nsie auch bei zumutbarer Sorgfalt im erstinstanzlichen Verfahren oder im\nordentlichen Rechtsmittelverfahren nicht kennen oder beibringen konnte\noder sie aus entschuldbaren Gründen nicht vorgebracht hat. Auch in\nder Verwaltungsrechtslehre und -rechtsprechung wird allgemein davon\nausgegangen, dass die nachträgliche Geltendmachung neuer Tatsachen\n\n"}