{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-11-11", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-60-37--_1994-11-11.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003056.pdf?ID=150003056", "Checksum": "eacaf0b4d0aa421512c49cd4586fadb7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.37 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 11.11.1994 JAAC 60.37 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 11.11.1994 JAAC 60.37 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 11.11.1994 JAAC 60.37 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:02", "Checksum": "a3f80c60f4e9f5564b9116e511b5595b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 11.11.1994 JAAC 60.37 \r\n\n 4\nausserordentliches Rechtsmittel gegen eine formell rechtskräftige Verfügung\ndar; in der Literatur wird es verschiedentlich als eigentliches Revisionsgesuch\nbezeichnet (Gygi, Verwaltungsrecht, S. 308; Beerli-Bonorand, a. a. O., 41 f., 79,\n172, 187; Imboden/Rhinow, a. a. O., Nr. 43, S. 260 ff.). Wurde eine Verfügung\nmit ordentlichen Rechtsmitteln angefochten, sind Revisionsgründe nicht in\neinem Wiedererwägungsverfahren, sondern im Revisionsverfahren gemäss\nArt. 66 ff. VwVG darzulegen.\nIn seiner letzten Bedeutung bezeichnet der Begriff der Wiedererwägung\ndie Anpassung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an\nnachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage (vgl. Gygi Fritz,\nBundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 233; Imboden/Rhinow,\na. a. O., Nr. 45, S. 269 ff.; Gygi, Verwaltungsrecht, S. 305, 308 f.; Beerli-Bonorand,\na. a. O., S. 59 ff., 100 ff., 150, 152, 178 ff.). Teilweise wird in der Literatur\neine Wiedererwägung in diesem Sinne ebenfalls als Revision bezeichnet\nund das Bestehen einer nachträglich veränderten Sach- oder Rechtslage als\nRevisionsgrund aufgeführt (Beerli-Bonorand, a. a. O., S. 98, 100 ff., 150, 166 f.,\n187). Indessen hat die Anpassung einer Verfügung - sei sie unangefochten\ngeblieben oder in einem ordentlichen Rechtsmittelverfahren angefochten\nworden - an eine seit Erlass der Verfügung beziehungsweise seit Ergehen\ndes Rechtsmittelentscheides veränderte Rechtslage keinen Zusammenhang\nmit der formellen und materiellen Rechtskraft der damaligen Verfügung\noder des damaligen Rechtsmittelentscheides, welche sich ja einzig auf\ndie damals bestehende Sach- und Rechtslage beziehen konnten (vgl. Gygi,\nBundesverwaltungsrechtspflege, S. 323 f.; Gygi, Verwaltungsrecht, S. 305, 309,\n311); vielmehr handelt es sich um die Neuregelung eines Rechtsverhältnisses,\nwelche der neu eingetretenen Sachlage Rechnung trägt. Dass auf die\nBehandlung eines im Sinne der nachträglichen Anpassung gestellten\nWiedererwägungsgesuches ein Anspruch besteht, leitet die Praxis wiederum\naus Art. 4 BV, namentlich in seiner Bedeutung als Rechtsverweigerungsverbot,\nab (vgl. Beerli-Bonorand, a. a. O., S. 91 f., 178).\nc. Schwierigkeiten der Kompetenzabgrenzung stellen sich, wenn die\nWiedererwägung oder Revision einer Verfügung verlangt wird, die in einem\nordentlichen Rechtsmittelverfahren angefochten worden ist. Macht der\nGesuchsteller dabei Gründe geltend, die den Rechtsmittelentscheid als von\nAnfang an mit Mängeln behaftet erscheinen lassen sollen - bringt er mit\nandern Worten Umstände vor, die die Sach- und Rechtslage betreffen, wie\nsie bereits bei Ergehen des Rechtsmittelentscheides bestanden -, ist sein\nGesuch unter dem Titel der Revision gemäss Art. 66 ff. VwVG zu prüfen\nund fällt in den Zuständigkeitsbereich der damals als Beschwerdeinstanz\nzuständigen Behörde. Macht der Gesuchsteller demgegenüber geltend, seit\nErgehen des Rechtsmittelentscheides hätten sich die tatsächlichen und\nrechtlichen Voraussetzungen nachträglich geändert, so verlangt er eine\nWiedererwägung der Verfügung im letztgenannten Sinne der Anpassung\nan nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage; die Zuständigkeit\nzur Behandlung eines derartigen Wiedererwägungsgesuches liegt bei der\n\n"}