{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-03-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-60-36--_1995-03-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003053.pdf?ID=150003053", "Checksum": "dafbc9e3af4df72e9b352b43447f3bb4"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.36 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 21.03.1995 JAAC 60.36 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 21.03.1995 JAAC 60.36 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 21.03.1995 JAAC 60.36 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:36", "Checksum": "5a247d809e11eb1b168df0a78d04e6c1", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 21.03.1995 JAAC 60.36 \r\n\n 2\ndes Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 64; Saladin Peter, Das\nVerwaltungsverfahrensrecht des Bundes, Basel und Stuttgart 1979, S. 95; Gygi\nFritz, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 72 f.). Sind diese\nVoraussetzungen nicht erfüllt, so ist auf das Revisionsgesuch nicht einzutreten.\n3.a. Gemäss Art. 12 AsylG richtet sich das Asylverfahren nach\ndem Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG, SR 172.021) und dem\nBundesrechtspflegegesetz (OG, SR 173.110), soweit das AsylG keine\nVerfahrensbestimmungen enthält, die als lex specialis dem allgemeinen\nBundesverwaltungsverfahrensrecht vorgehen. Bezüglich der Frage nach\nder Rechtsmittelbefugnis des BFF enthält das AsylG keine Regeln, weshalb\ndiese Frage in erster Linie nach den einschlägigen Bestimmungen des VwVG\nzu prüfen und zu beurteilen ist (Art. 23 der Verordnung vom 18. Dezember\n1991 über die Schweizerische Asylrekurskommission [VOARK], SR 142.317).\nDas Revisionsrecht des VwVG (Art. 66 ff. VwVG) enthält seinerseits keine\nausdrückliche Regelung der Revisionsbefugnis von Behörden, sondern\nspricht allgemein von Parteien. Es ist deshalb hierzu auf die allgemeine\nParteilehre der Bundesverwaltungsrechtspflege abzustellen. Gemäss Art. 6\nVwVG gelten als Parteien Personen, deren Rechte oder Pflichten die Verfügung\nberühren soll, und andere Personen, Organisationen oder Behörden, denen\nein Rechtsmittel gegen die Verfügung zusteht. Behörden sind gemäss dem\nWortlaut dieser Bestimmung nur soweit Partei, als sie zur Einreichung einer\nBeschwerde legitimiert sind (vgl. Saladin, a. a. O., S. 87). Ist eine Behörde\nzur Beschwerdeführung ermächtigt, so kann sie auch nach Abschluss des\nordentlichen Rechtsmittelverfahrens oder nach Ablauf der ordentlichen\nRechtsmittelfrist ein Revisionsgesuch einreichen (vgl. Beerli-Bonorand, a. a. O.,\nS. 71 f.), das heisst sie besitzt diesfalls auch die Revisionsbefugnis.\nb. In diesem Zusammenhang sind die Besonderheiten der Regelung\ndes Asylverfahrens, insbesondere die gesetzliche Ordnung des\nRechtsmittelverfahrens, zu beachten. Gemäss Art. 11 Abs. 1 AsylG entscheidet\ndas BFF über Gewährung oder Verweigerung von Asyl und verfügt gemäss\nArt. 17 Abs. 1 AsylG, falls es das Asylgesuch ablehnt oder darauf nicht eintritt,\nin der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet deren Vollzug\nan. Art. 11 Abs. 2 AsylG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 VOARK bestimmt,\ndass die ARK endgültig über Beschwerden gegen Entscheide des BFF über\nVerweigerung des Asyls und Nichteintreten auf ein Asylgesuch (Bst. a),\nWegweisung (Bst. b) und Beendigung des Asyls (Bst. c) entscheidet, wobei\nlaut Art. 1 Abs. 2 VOARK Wegweisung im Sinne von Art. 11 Abs. 2 Bst. b AsylG\nWegweisung während und nach Abschluss eines Asylverfahrens bedeutet;\nnach ständiger Praxis der ARK kann zudem auch bloss der Vollzug einer\nverfügten Wegweisung angefochten werden, da die Wegweisung erst mit\nihrem Vollzug für den Betroffenen eine konkrete Auswirkung hat. Bei der\nARK handelt es sich um eine richterliche Behörde, die - vorbehältlich eines\nbeschränkten Weisungsrechts des Bundesrats (Art. 11 Abs. 3 Bst. c AsylG) - bei\nihren Entscheiden unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen ist (vgl. Art. 2\nVOARK). Entsprechend dieser Regelung und in Abweichung der generellen\nRegelung von Art. 98 Bst. e OG, wonach Verfügungen eidgenössischer Rekursund Schiedskommissionen grundsätzlich mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde\nan das Bundesgericht weiterziehbar sind, ist gemäss Art. 100 Bst. b OG\ndie Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzulässig auf dem Gebiet der\nFremdenpolizei, unter anderem namentlich gegen Verfügungen über die\n\n"}