{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-03-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-60-36--_1995-03-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003053.pdf?ID=150003053", "Checksum": "dafbc9e3af4df72e9b352b43447f3bb4"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.36 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 21.03.1995 JAAC 60.36 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 21.03.1995 JAAC 60.36 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 21.03.1995 JAAC 60.36 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:36", "Checksum": "5a247d809e11eb1b168df0a78d04e6c1", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 21.03.1995 JAAC 60.36 \r\n\n JAAC 60.36\n\nAuszug aus einem Entscheid der Schweizerischen\nAsylrekurskommission vom 21. März 1995\n\nDécision de principe de la Commission suisse de recours en matière\nd’asile[30].\nArt. 66 PA en relation avec les art. 6 et 48 PA. Qualité pour agir en\nmatière de révision.\nL’Office fédéral des réfugiés n’a pas qualité pour déposer une demande\nde révision contre une décision de la Commission suisse de recours en\nmatière d’asile.\n\nGrundsatzentscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission[29].\nArt. 66 VwVG in Verbindung mit Art. 6 und 48 VwVG. Legitimation zu\nRevisionsgesuch.\nDas Bundesamt für Flüchtlinge ist nicht legitimiert, gegen einen Urteil\nder Schweizerischen Asylrekurskommission ein Revisionsbegehren zu\nstellen.\n\nDecisione di principio della Commissione svizzera di ricorso in materia\nd’asilo[31].\nArt. 66 PA in relazione agli art. 6 e 48 PA. Legittimazione ad introdurre\nuna domanda di revisione.\nL’Ufficio federale dei rifugiati non è legittimato ad inoltrare domanda di\nrevisione contro una sentenza della Commissione svizzera di ricorso in\nmateria d’asilo.\n\n1\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nT. A. verliess Afghanistan im August 1992 und reichte im September 1992\nin der Schweiz ein Asylgesuch ein. Zu dessen Begründung machte er im\nwesentlichen geltend, er sei Offizier des «Khedamat-e Etela’at-e dawlati»\n(KHAD) gewesen. Aus Angst vor Racheakten seitens der Mudschaheddin habe\ner sich nach deren Machtübernahme zur Ausreise aus seinem Heimatland\nentschlossen.\nMit Verfügung vom 6. Dezember 1993 lehnte das Bundesamt für Flüchtlinge\n(BFF) das Asylgesuch von T. A. ab und ordnete dessen Wegweisung aus der\nSchweiz an.\nAm 20. Januar 1994 reichte T. A. eine Beschwerde ein mit den\nAnträgen, von einem Vollzug der Wegweisung sei abzusehen und die\nAnwesenheitsverhältnisse seien gemäss Art. 18 des Asylgesetzes vom\n5. Oktober 1979 (AsylG, SR 142.31) von Amtes wegen durch eine vorläufige\nAufnahme zu regeln. Mit Urteil vom 11. Februar 1994 hiess die Schweizerische\nAsylrekurskommission (ARK) diese Beschwerde gut und wies das BFF an, T. A.\nvorläufig in der Schweiz aufzunehmen.\nMit Eingabe vom 4. Mai 1994 reichte das BFF ein Revisionsgesuch ein und\nbeantragte, das Urteil der ARK vom 11. Februar 1994 sei aufzuheben; das\nBeschwerdeverfahren sei wieder aufzunehmen; die Beschwerde sei dem BFF\nzur Vernehmlassung zu überweisen, und die Beschwerde vom 20. Januar\n1994 sei abzuweisen. Dies alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur\nBegründung führte das BFF aus, die ARK habe die Beschwerde von T. A.\ngutgeheissen, ohne dem BFF die Beschwerdeschrift zur Vernehmlassung\nzu unterbreiten. Gemäss Art. 57 VwVG und Art. 46d AsylG könne jedoch\nnur bei offensichtlich unzulässigen oder bei offensichtlich unbegründeten\nBeschwerden auf einen Schriftenwechsel verzichtet werden, nicht aber bei\noffensichtlich begründeten Beschwerden. Es stehe somit fest, dass die ARK im\nvorliegenden Fall das rechtliche Gehör gemäss Art. 30 VwVG verletzt habe, was\nnach Art. 66 Abs. 2 Bst. c VwVG einen Revisionsgrund darstelle.\n\nAus den Erwägungen:\n\n1. Nach Art. 66 Abs. 1 und 2 VwVG zieht die Beschwerdeinstanz den\nBeschwerdeentscheid auf Begehren einer Partei in Revision. Die Zuständigkeit\nder ARK für die Beurteilung des vorliegenden Revisionsgesuches ist damit\ngegeben.\n2. In casu gilt zunächst abzuklären, ob das BFF zur Einreichung eines\nRevisionsgesuches befugt und fähig ist und ob ihm folglich in einem\nRevisionsverfahren Parteistellung zukommt. Die Revisionsbefugnis\nund die Revisionsfähigkeit sind Prozess- beziehungsweise treffender\nSachurteilsvoraussetzungen und mithin als Rechtsfragen ex officio von\nder zuständigen Rechtsmittelinstanz zu prüfen (vgl. Beerli-Bonorand\nUrsina, Die ausserordentlichen Rechtsmittel in der Verwaltungsrechtspflege\n\n"}