{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-11-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-60-34--_1995-11-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003047.pdf?ID=150003047", "Checksum": "46075c1ed7b27449e1b31dd59a2667b0"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.34 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 06.11.1995 JAAC 60.34 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 06.11.1995 JAAC 60.34 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 06.11.1995 JAAC 60.34 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:07", "Checksum": "1fa85d8b3e2e15300b4059da7fd47fe8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 06.11.1995 JAAC 60.34 \r\n\n 5\nIn der asylrechtlichen Literatur äussert sich in diesem Sinn namentlich\nBersier: «La commission du Conseil national qui a introduit l’obligation de\ntenir compte du principe de l’unité de la famille lors du renvoi (Art. 17 al. 1\nin fine LAsi) n’a pas explicité cette prescription ...; sans doute s’agit-il de ne\npas renvoyer les membres d’une famille et non les autres, ni de renvoyer\nles membres d’une famille en ordre dispersé.» (Bersier Roland, Droit d’asile\net statut du réfugié en Suisse, Lausanne 1991, S. 167). Achermann Alberto /\nHausammann Christina beziehen sich nur auf den Aspekt der Koordinierung\nder Ausreisefristen, wenn sie ausführen: «Im übrigen muss bei verheirateten\nAsylsuchenden mit dem Vollzug der Wegweisung wohl zugewartet werden, bis\nauch das Gesuch des Partners rechtskräftig entschieden worden ist, wenn\ndie Entscheide nicht gleichzeitig ergehen.» (Achermann/Hausammann,\na. a. O., S. 336. Im übrigen diskutieren Achermann/Hausammann, a. a. O.,\nS. 336, wie auch Kälin Walter, Grundriss, S. 202 f., Art. 17 Abs. 1 AsylG\nlediglich im Zusammenhang mit jenen Asylbewerbern, die gestützt auf\nArt. 8 EMRK einen eigentlichen Rechtsanspruch auf Erteilung einer\nAnwesenheitsbewilligung geltend machen können.). Im Ergebnis die selbe\nAuffassung vertreten - allerdings unter Bezugnahme nicht auf Art. 17 Abs. 1,\nsondern auf Art. 19 Abs. 1 AsylG - Alexandra Gerber / Béatrice Métraux: «Il\nfaut cependant ici indiquer que les membres de la famille qui sont entrés\nen Suisse avec le demandeur d’asile ou même après (...) peuvent attendre\nen Suisse avec le requérant la fin de la procédure, recours y compris.»\n(Alexandra Gerber / Béatrice Métraux, Le regroupement familial des réfugiés\net des personnes admises provisoirement, Droit des réfugiés, Fribourg 1991,\nS. 81; Gerber/Métraux fügen schliesslich an: «Ils auront également le statut de\nrequérant»; angesichts dieser Äusserung gehen sie offensichtlich davon aus,\ndass Asylgesuche von Familienangehörigen zu einem gleichzeitigen Abschluss\ngebracht werden, beziehungsweise dass alle Familienmitglieder ins bereits\nhängige Asylgesuch ihres Angehörigen einbezogen werden.).\n11.a. Es entspricht ständiger Praxis des BFF und der ARK, dass in jenen Fällen\nvon Asylbewerberfamilien, wo das eine Familienmitglied die Voraussetzungen\nzur vorläufigen Aufnahme erfüllt, in der Regel die ganze Familie vorläufig\naufgenommen wird. Rechtsansprüche aus Art. 8 EMRK im Sinne der\nbundesgerichtlichen Praxis - wonach ein Familienmitglied über ein gefestigtes\nAnwesenheitsrecht in der Schweiz verfügen muss, was bei einer vorläufigen\nAufnahme nicht bejaht wird - könnten in diesen Fällen nicht bejaht werden;\nvielmehr kommt Art. 17 Abs. 1 AsylG hier eine weitergehende Bedeutung zu.\naa. Sofern das vorläufig aufgenommene Familienmitglied die\nFlüchtlingseigenschaft erfüllt, ist die ganze Familie gemäss Art. 3 Abs. 3 AsylG\n- welcher nur die Flüchtlingseigenschaft, nicht dagegen die Asylgewährung\nvoraussetzt - in die Flüchtlingseigenschaft des Angehörigen und (sofern nicht\nin eigener Person die Voraussetzungen von Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG erfüllt\nsind) in dessen vorläufige Aufnahme miteinzubeziehen (vgl. EMARK 1993 Nr.\n23; VPB 58.28).\nbb. Sofern das vorläufig aufgenommene Familienmitglied dagegen die\nFlüchtlingseigenschaft nicht erfüllt und aus einem Grund, der nicht ohnehin\nfür die ganze Familie erfüllt ist (beispielsweise wenn alle Familienmitglieder\nals Gewaltflüchtlinge anerkannt werden), vorläufig aufgenommen wird, hat\ndies praxisgemäss in der Regel ebenfalls die vorläufige Aufnahme der ganzen\nFamilie zur Folge. Dogmatisch wird die beim vorläufig Aufgenommenen\n\n"}