{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-11-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-60-34--_1995-11-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003047.pdf?ID=150003047", "Checksum": "46075c1ed7b27449e1b31dd59a2667b0"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.34 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 06.11.1995 JAAC 60.34 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 06.11.1995 JAAC 60.34 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 06.11.1995 JAAC 60.34 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:07", "Checksum": "1fa85d8b3e2e15300b4059da7fd47fe8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 06.11.1995 JAAC 60.34 \r\n\n 3\nMenschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK], SR 0.101 ebenfalls über den\nKreis von Ehepartnern und minderjährigen Kindern hinaus umschreibt,\nvgl. BGE 115 Ib 1 ff. [Beziehung zwischen Eltern und ihrem volljährigen\nbehinderten Kind] und BGE 120 Ib 257 ff. [Beziehung zwischen Geschwistern\nbzw. Halbgeschwistern]). Es ist davon auszugehen, dass der Familienbegriff\nim Asylgesetz in personeller Hinsicht einheitlich verwendet wird, dass mithin\nauch bei der Auslegung der Art. 14a Abs. 3 AsylG und Art. 17 Abs. 1 AsylG vom\nFamilienbegriff auszugehen ist, wie ihn Art. 3 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 1 und 2\nAsylG statuieren (vgl. in diesem Zusammenhang VPB 59.43, wo zur Auslegung\ndes Familienbegriffs von Art. 3 Abs. 3 AsylG u. a. auf die entsprechende\nAuslegung von Art. 14a Abs. 3 AsylG zurückgegriffen wird.).\nUnter dem Begriff der «Einheit der Familie» ist zu verstehen, dass\nFamilienmitglieder nicht voneinander getrennt werden, sondern faktisch\nzusammen leben können, und dass der Familie nach Möglichkeit ein\neinheitlicher Rechtsstatus eingeräumt wird (Zimmermann Peter, Der Grundsatz\nder Familieneinheit im Asylrecht der Bundesrepublik Deutschland und der\nSchweiz, Berlin 1991, S. 94; Werenfels Samuel, Der Begriff des Flüchtlings\nim schweizerischen Asylrecht, Bern u. a. 1987, S. 141, 377; Botschaft zum\nAsylgesetz vom 31. August 1977, BBl 1977 III 117).\n8. Das Bundesgericht anerkennt in seiner mit BGE 109 Ib 183 ff. eingeleiteten\nund seither bestätigten Rechtsprechung, dass Art. 8 EMRK unter\ngewissen Voraussetzungen einem Ausländer einen - nur unter den\nVoraussetzungen von Art. 8 Abs. 2 EMRK beschränkbaren - Anspruch\nauf eine Anwesenheitsberechtigung in der Schweiz verleiht. Dies ist\nder Fall, wenn eine Ehe oder ein Elternverhältnis (auch zwischen dem\nKind und dem Elternteil, der die elterliche Gewalt und Obhut nicht\nbesitzt) tatsächlich gelebt wird und intakt erscheint und wenn ein\nFamilienmitglied in der Schweiz ein gefestigtes Anwesenheitsrecht - die\nschweizerische Staatsangehörigkeit, die Niederlassungsbewilligung oder\neine Aufenthaltsbewilligung, auf deren Verlängerung ein Anspruch besteht -\nbesitzt (vgl. zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung betreffend Art. 8\nEMRK: Koller Alfred, Die Reneja-Praxis des Bundesgerichts, Schweizerisches\nZentralblatt für Staats- und Gemeindeverwaltung [ZBl] 1985, S. 513 ff.;\nKoller Alfred, Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Verweigerung\neiner Aufenthaltsbewilligung, Schweizerische Jurististen-Zeitung [SJZ] 1990,\nS. 353 ff.; Kottusch Peter, Zur rechtlichen Regelung des Familiennachzugs\nvon Ausländern, ZBl 1989, S. 342 ff.; Wildhaber Luzius / Breitenmoser\nStephan, Kommentierung von Art. 8 EMRK, Internationaler Kommentar\nzur Europäischen Menschenrechtskonvention, Köln u. a. 1992, S. 154 f.,\nRz. 425 ff.; Breitenmoser Stephan, Das Recht auf Achtung des Privat- und\nFamilienlebens in der Schweizer Rechtsprechung zum Ausländerrecht,\nEuropäische Grundrechte Zeitschrift [EuGRZ] 1993, S. 537 ff.; Mock Peter,\nMesures de police des étrangers et respect de la vie privée et familiale,\nZeitschrift für Schweizerisches Recht [ZSR] 1993, S. 95 ff.). Seit der Revision\ndes Bürgerrechtsgesetzes und der damit verbundenen Teilrevision des\nBG vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer\n(ANAG, SR 142.20) vom 23. März 1990, in Kraft getreten am 1. Januar 1992,\ngewähren die Art. 7 und 17 Abs. 2 ANAG einen Anspruch auf Erteilung\nund Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung für den Ehepartner eines\nSchweizer Bürgers oder eines in der Schweiz Niedergelassenen (sowie\n\n"}