{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-02-08", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-60-33--_1995-02-08.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003044.pdf?ID=150003044", "Checksum": "fd46e4218eb703bb4fe04383e3fe3c53"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.33 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 08.02.1995 JAAC 60.33 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 08.02.1995 JAAC 60.33 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 08.02.1995 JAAC 60.33 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:31", "Checksum": "a4a8a945d40a6f1a9ea596183be4a6d0", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 08.02.1995 JAAC 60.33 \r\n\n 4\nVernehmlassung jedoch erscheinen, wenn sie wesentliche Fragen betreffen,\nwelche sich die Vorinstanz offensichtlich schon früher hätte stellen können\noder müssen. Liegen nämlich keine gewichtigen Gründe in vorerwähntem\nSinne vor, so wird in der Regel aus erfolgten Zusatzabklärungen auf eine\nvorangegangene Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zu schliessen sein.\nEs stellt sich deshalb die Frage, ob in einem solchen Fall wegen Verletzung von\nVerfahrensvorschriften eine Kassation zu erfolgen hat.\nd. Aus prozessökonomischen Gründen hat der Gesetzgeber die\nVerwaltungsbeschwerde dem Grundsatz nach reformatorisch ausgestaltet.\nGemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG darf eine Rückweisung (Kassation) nur\nausnahmsweise erfolgen, beispielsweise wenn weitere Tatsachen festgestellt\nwerden müssen und ein umfassendes Beweisverfahren durchzuführen\nist (vgl. Kölz/Häner, a. a. O., S. 179 f.). Hat die Vorinstanz im Rahmen der\nVernehmlassung bereits ergänzende Abklärungen getätigt, so wird in der\nRegel der zuvor allenfalls bestandene Mangel korrigiert, der Sachverhalt\ngenügend abgeklärt und somit Entscheidungsreife hergestellt sein. Auch\nverfügt die Asylrekurskommission als Beschwerdeinstanz über die gleiche\nKognition, wie die zum Erlass der Verfügung zuständige Verwaltungsbehörde.\nDamit sind die Voraussetzungen für eine reformatorische Entscheidung\ngegeben (vgl. Gygi, a. a. O., S. 233 mit Hinweisen). Gerade im Asylverfahren,\nwelches durch eine vergleichsweise hohe Quote von Gesuchen und\nBeschwerden geprägt ist, kommt dem den reformatorischen Rechtsmitteln\nzugrundeliegenden Gedanken der Prozessökonomie im Interesse aller\nBeteiligten besondere Bedeutung zu. Selbst wenn aus zusätzlichen\nAbklärungen der Vorinstanz während der Vernehmlassung auf eine\nfrühere Verletzung von Verfahrensvorschriften zu schliessen wäre, kann\ndies - Entscheidungsreife vorausgesetzt - nicht zur Kassation führen.\nSollte durch nachgelieferte Begründungselemente, die auf ergänzenden\nAbklärungen beruhen, eine wesentlich erweiterte, allenfalls unübersichtliche\nArgumentationsbasis resultieren, die dem Beschwerdeführer objektiv die\nAnfechtung beziehungsweise Stellungnahme erschwert, wäre es Sache\nder Beschwerdeinstanz, dies durch geeignete Vorkehren im Rahmen der\nVerfahrensinstruktion zu korrigieren. Daneben wird die Beschwerdeinstanz\n- wiederum in Beachtung des Beschleunigungsgebots, aber auch der\nsich aus Art. 59 VwVG ergebenden Einschränkungen - auch für das\nVernehmlassungsverfahren auf strikte Verfahrensleitung zu achten haben,\ninsbesondere hinsichtlich Fristansetzung und Bewilligung von Gesuchen um\nFristerstreckung, die von der Vorinstanz vor zeitaufwendigen Abklärungen\n(beispielsweise Botschaftsanfragen) und mit zureichender Begründung zu\nstellen sind.\ne. Vorliegend ist aufgrund der Zusatzabklärungen der Vorinstanz\nEntscheidungsreife gegeben und entsprechend reformatorisch zu urteilen.\n[18] Vgl. oben Fussnote 1, S. 239.\n[19] Cf. ci-dessus note 2, p. 240.\n[20] Cfr. sopra nota 3, pag. 242.\n\n5\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 60.33 - Auszug aus einem Entscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission\nvom 8. Februar 1995\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1996\nAnnée\nAnno\n\nBand 60\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 044\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}