{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-02-08", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-60-33--_1995-02-08.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003044.pdf?ID=150003044", "Checksum": "fd46e4218eb703bb4fe04383e3fe3c53"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.33 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 08.02.1995 JAAC 60.33 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 08.02.1995 JAAC 60.33 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 08.02.1995 JAAC 60.33 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:31", "Checksum": "a4a8a945d40a6f1a9ea596183be4a6d0", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 08.02.1995 JAAC 60.33 \r\n\n 2\nausgeführt, dass die SLA eine nichtstaatliche Bürgerkriegspartei sei, allfällige\nvon ihr ausgehende Massnahmen gegen den Beschwerdeführer nicht in den\nVerantwortungsbereich des Staates fielen und somit nicht asylbeachtlich seien.\nIm übrigen würde sich der Machtbereich der SLA nur auf den südlichen Teil\ndes Landes erstrecken, weshalb dem Beschwerdeführer eine innerstaatliche\nFluchtalternative offenstehen würde. Zudem genügten die Vorbringen\ndes Beschwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht\n(widersprüchliche Angaben zur neuntägigen Entfernung von der Trupppe,\nzur Dienstverpflichtung, nachgeschobene Fluchtmotive). Die Wegweisung sei\ndurchführbar und zumutbar; ihr stünden keine triftigen Gründe entgegen.\nMit Eingabe vom 23. Juli 1992 beantragt der Beschwerdeführer durch\nseinen Rechtsvertreter die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und\ndie Gewährung von Asyl. Eventualiter sei er in der Schweiz vorläufig\naufzunehmen. In formeller Hinsicht sei die Asylsache an die Vorinstanz zu\neiner Anhörung des Beschwerdeführers vor dem BFF zurückzuweisen.\nIm Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens tätigte die Vorinstanz weitere\nAbklärungen, indem sie den Beschwerdeführer am 28. Oktober 1992\nergänzend anhörte.\nIn ihrer Vernehmlassung vom 3. Februar 1993 beantragte die Vorinstanz\nschliesslich die Abweisung der Beschwerde. Bezüglich der Wegweisung führte\nsie aus, dass eine Rückschaffung über Larnaca/Zypern zu erfolgen habe.\nMit Zwischenverfügung vom 28. April 1993 wurden dem Rechtsvertreter des\nBeschwerdeführers Kopien der ergänzenden Anhörung vom 28. Oktober\n1992 zur Einsicht und die entsprechende Vernehmlassung der Vorinstanz zur\nKenntnis mit Replikrecht zugesandt. Auf die diesbezügliche Stellungnahme\nwird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.\nDie Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) weist die Beschwerde ab.\n\nAus den Erwägungen:\n\n3.a. Gemäss Art. 12 des Asylgesetzes vom 5. Oktober 1979 (AsylG, SR\n142.31) und Art. 23 der V vom 18. Dezember 1991 über die Schweizerische\nAsylrekurskommission (VOARK, SR 142.317) richtet sich das Asylverfahren\nnach dem Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember\n1968 (VwVG, SR 172.021). Subsidiär findet das Bundesgesetz über die\nOrganisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943 (OG, SR 173.110)\nAnwendung.\nVorliegend wurden im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens durch die\nVorinstanz innert durch die Instruktionsbehörde auf Antrag stillschweigend\nerstreckter Vernehmlassungsfrist relativ weitgehende Zusatzabklärungen\ngetätigt. Es stellt sich in diesem Zusammenhang grundsätzlich die Frage\nder Zulässigkeit dieser Vorgehensweise unter dem Blickwinkel von Art. 54\nVwVG (Devolution) einerseits und anderseits die Frage, inwieweit aus\nsolchen Zusatzabklärungen allenfalls auf eine frühere Verletzung von\n\n"}