{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1993-12-13", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-59-56--_1993-12-13.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002702.pdf?ID=150002702", "Checksum": "c6fd402b2be65ac032b43efee1a3a3b7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.56 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 13.12.1993 JAAC 59.56 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 13.12.1993 JAAC 59.56 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 13.12.1993 JAAC 59.56 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:37", "Checksum": "3c08bfbc511f407dd2296ba6914acf26", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 13.12.1993 JAAC 59.56 \r\n\n JAAC 59.56\n\nAuszug aus einer Zwischenverfügung der\nSchweizerischen Asylrekurskommission vom 13.\nDezember 1993\n\nArt. 50 et 52 PA. Art. 30 al. 2 OJ. Validité du dépôt d’un recours transmis\npar «télécopieur» le dernier jour du délai légal.\nUn recours transmis par «télécopieur» est déposé valablement lorsqu’il\nparvient à la CRA le dernier jour du délai légal, après la fermeture\ndes bureaux, et que le vice inhérent à l’absence de signature originale\nest guéri par l’envoi du recours original signé, dans le délai de\nrégularisation prévu à l’art. 46c al. 1 LA.\n\nArt. 50 und 52 VwVG. Art. 30 Abs. 2 OG. Rechtzeitigkeit einer am letzten\nTag der Rechtsmittelfrist per «Telefax» eingehenden Beschwerde.\nEine per «Telefax» eingereichte Beschwerde ist auch dann gültig, wenn\nsie am letzten Tag der Rechtsmittelfrist nach Büroschluss bei der ARK\neintrifft, sofern der Mangel der fehlenden Originalunterschrift durch\nNachreichen des unterzeichneten Originals innert der gesetzlichen\nNachfrist von Art. 46c Abs. 1 AsylG behoben wird.\n\nArt. 50 e 52 PA. Art. 30 cpv. 2 OG. Validità della consegna di un ricorso\ntrasmesso per «telefax» l’ultimo giorno del termine ricorsuale.\nUn ricorso inoltrato per «telefax» è consegnato validamente\nallorquando perviene alla CRA l’ultimo giorno del termine ricorsuale,\nanche dopo la chiusura degli uffici. Il vizio inerente l’assenza della\nfirma originale va sanato tramite l’invio del ricorso originale firmato\nentro il termine di regolarizzazione previsto all’art. 46c cpv. 1 LA.\n\n1\nAus der Zwischenverfügung des Instruktionsrichters\n\nDie angefochtene Verfügung des Bundesamtes für Flüchtlinge (BFF) wurde\nder Beschwerdeführerin am 1. Oktober 1993 eröffnet. Die Beschwerdefrist\nlief somit (unter Berücksichtigung des Wochenendes vom 30./31. Oktober) am\n1. November 1993 ab. Die Beschwerdeeingabe ist bei der Schweizerischen\nAsylrekurskommission (ARK) per Telefax am 1. November 1993 zwischen\n21.50 und 21.55 Uhr (laut Zeitangabe auf dem Ausdruck) eingetroffen. Am\n3. November 1993 ist die Eingabe im Original per Post bei der ARK eingelangt.\nEs ist somit vorerst zu prüfen, ob die Eingabe im Sinne von Art. 21 Abs. 1 und\nArt. 50 VwVG rechtzeitig ist.\nDer Telefax stellt eine Sonderform der Übermittlung dar, welche im Ergebnis\ndem Versenden einer Fotokopie auf postalischem Weg gleichkommt (Urteil\ndes Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG], H 72/91, E. 1b, mit Hinweis\nauf BGE 112 Ia 173, vom 16. Oktober 1991). Das EVG hielt im genannten Urteil\nsodann fest, bei beiden Formen sei Missbrauch namentlich im Hinblick auf die\nfehlende Originaleingabe und Originalunterschrift denkbar und möglich. Das\nEVG ist aus diesen Überlegungen auf die fragliche per Telefax und am letzten\nTag der Beschwerdeschrift eingereichte Beschwerde nicht eingetreten. Zu\ndieser Rechtsprechung muss indessen festgestellt werden, dass das erwähnte\nUrteil des EVG vor Erlass der geänderten Bestimmungen von Art. 30 Abs. 2\nOG gefällt worden ist. Diese neue Vorschrift sieht nun - entsprechend der\nRegelung des VwVG (Art. 52 Abs. 2) vor, dass (unter anderem) die fehlende\nUnterschrift ein verbesserungsfähiger Mangel ist. Seither besteht auch für\ndas Bundesgericht die Möglichkeit, diesen Formmangel mittels Ansetzen einer\nangemessenen Frist beheben zu lassen (Art. 30 Abs. 2 OG in der Fassung vom\n4. Oktober 1991, in Kraft seit 15. Februar 1992).\nAus diesen Gründen hat die ARK die Praxis entwickelt, am letzten Tag der\nBeschwerdefrist eingereichte Telefaxeingaben - auch wenn sie ausserhalb\nder Geschäftszeiten eintreffen - als fristgerecht zu betrachten. Dabei wird\nanalog zur Praxis im Fall des Einreichens einer Originalbeschwerde mit\nfehlender Unterschrift falls nötig eine kurze, über die Beschwerdefrist\nhinausreichende, nicht erstreckbare Nachfrist von sieben Tagen (gemäss\nArt. 46c Abs. 1 des Asylgesetzes vom 5. Oktober 1979 [AsylG], SR 142.31) zur\nBehebung des Formmangels angesetzt. Dieses Vorgehen wird damit begründet,\ndass nicht einzusehen ist, weshalb eine Eingabe per Telefax gegenüber\neiner im Original eingereichten Beschwerde mit fehlender Unterschrift -\njeweils am letzten Tag der laufenden Frist - schlechter gestellt werden sollte.\nHinsichtlich der Beweissicherheit ist zudem festzuhalten, dass die Gefahr von\nMissbrauch nicht allein beim Telefax besteht, sondern auch in anderen Fällen,\nin welchen die Rechtzeitigkeit der Postaufgabe auf andere Weise als mit dem\nPoststempel bewiesen werden muss. Massgebend für die Rechtzeitigkeit der\nTelefaxeingabe ist der Aufdruck der Übermittlungszeit auf dem Fax, welcher\nnötigenfalls durch eine Überprüfung des Journals verifiziert werden kann.\nIn BGE 109 Ia 183 ff. hat es das Bundesgericht als überspitzten Formalismus\nbetrachtet, den Beschwerdeführer nicht zum Beweis zuzulassen (in casu durch\nunterschriftliche Erklärung zweier Zeugen auf dem Briefumschlag, welche Zeit\n\n"}