{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-05-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-59-53--_1994-05-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002693.pdf?ID=150002693", "Checksum": "b542a0c7b8599d95733df12890611045"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.53 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 24.05.1994 JAAC 59.53 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 24.05.1994 JAAC 59.53 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 24.05.1994 JAAC 59.53 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:30", "Checksum": "8cf99b999e2fa73825ad7361328798d2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 24.05.1994 JAAC 59.53 \r\n\n JAAC 59.53\n\nAuszug aus einem Entscheid der Schweizerischen\nAsylrekurskommission vom 24. Mai 1994\n\nDécision de principe de la Commission suisse de recours en matière\nd’asile[9]. Art. 12 et 29 ss PA. Art. 4 Cst. Maxime inquisitoire. Etendue du\ndroit d’être entendu. Confrontation à des déclarations contradictoires.\nEn règle générale, les autorités chargées de l’examen des demandes\nd’asile doivent veiller à confronter le demandeur d’asile à ses propres\ndéclarations et à lui donner l’occasion de s’expliquer à leur sujet.\nCe principe découle de l’obligation faite à l’autorité de constater de\nmanière exacte et complète les faits pertinents. Il ne constitue pas\nen revanche un droit de procédure découlant du droit d’être entendu\n(consid. 3.b).\n\nGrundsatzentscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission[8].\nArt. 12 und 29 ff. VwVG. Art. 4 BV. Untersuchungsgrundsatz. Umfang des\nAnspruches auf rechtliches Gehör. Konfrontation mit Widersprüchen.\nDer Asylgesuchsteller ist mit Widersprüchen in seinen eigenen Aussagen\nmöglichst zu konfrontieren, um ihm Gelegenheit zu geben, diese\nallenfalls zu erklären. Dieser Grundsatz ergibt sich aus der Pflicht\nzur vollständigen und richtigen Abklärung des rechtserheblichen\nSachverhaltes, stellt jedoch keinen eigentlichen verfahrensrechtlichen\nAnspruch im Sinne des rechtlichen Gehörs dar (E. 3.b).\n\nDecisione di principio della Commissione svizzera di ricorso in materia\nd’asilo[10]. Art. 12 e 29 segg. PA. Art. 4 Cost. Principio inquisitorio.\nEstensione del diritto di essere sentito. Confronto tra dichiarazioni\ncontradditorie.\n\n1\nIl richiedente dovrebbe di regola venire confrontato con le proprie\ndichiarazioni contradditorie, e ciò alfine di poter fornire delle\nspiegazioni in merito. Questo principio, che trae origine dall’obbligo\nper l’autorità giudicante di accertare in modo esatto e completo i\nfatti giuridicamente rilevanti, non costituisce un diritto procedurale\nderivabile dal diritto di essere sentito (consid. 3.b).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts\n\nDer Beschwerdeführer reiste am 28. Dezember 1987 in die Schweiz, wo er\ngleichentags ein Asylgesuch stellte. Die kantonale Fremdenpolizei befragte\nihn am 29. Dezember 1987 zu den Asylgründen. Im wesentlichen machte\nder Beschwerdeführer dabei geltend, er sei Kurde und werde deshalb in der\nTürkei unterdrückt. Er hätte gezwungen werden sollen, Türke zu werden.\nEr habe sich geweigert, was ihm Prügel eingetragen habe. Da er sich aus der\nTürkei entfernt habe, könnte er von der Polizei gesucht werden. Weitere\nAsylgründe habe er nicht. Am 5. Dezember 1991 wurde der Beschwerdeführer\nvom Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) ergänzend zu seinen Asylgründen\nangehört. Er führte aus, er habe das grosse Gewehr seines Vaters getragen,\nwas vom Staat als verboten bezeichnet worden sei. Er sei deshalb 1983/1984\nfestgenommen, einen Monat lang inhaftiert, schwer gefoltert, und einem\nRichter vorgeführt worden. Dieser habe ihm für den Fall der Nichtherausgabe\ndes Gewehres mit weiteren Folterungen und langer Inhaftierung gedroht.\nEr habe zugesichert, das Gewehr abzugeben, sei daraufhin freigelassen\nworden und anschliessend zu seinem Onkel geflüchtet, bei dem er bis zum\nMilitärdienst geblieben sei. Auch nach dem Militärdienst hätten die Behörden\ndie Herausgabe des Gewehres verlangt. Auf der andern Seite sei ihm von den\nKurden mit dem Tod gedroht worden, falls er das Gewehr abgebe.\nMit Verfügung vom 20. Dezember 1991 lehnte das BFF das Asylgesuch des\nBeschwerdeführers ab und ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz\nan. Zur Begründung wurde im wesentlichen ausgeführt, die Vorbringen des\nBeschwerdeführers könnten aufgrund zahlreicher Widersprüche in seinen\nAussagen nicht geglaubt werden.\nMit Eingabe vom 27. Januar 1992 beantragte der Beschwerdeführer durch\nseinen Vertreter die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, die\nGewährung von Asyl und den Verzicht auf die Wegweisung.\nDie Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 21. Februar 1992 die\nAbweisung der Beschwerde.\nDie Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) weist die Beschwerde ab.\n\nAus den Erwägungen\n\n3.b. Der Beschwerdeführer rügt, ihm sei nicht ausreichend Gelegenheit\neingeräumt worden, zu den in der Verfügung geltend gemachten\nWidersprüchen Stellung zu nehmen. Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien\n\n"}