{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-05-03", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-59-52--_1994-05-03.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002690.pdf?ID=150002690", "Checksum": "761d8559ff8c4a35e639e85e54a69194"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.52 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 03.05.1994 JAAC 59.52 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 03.05.1994 JAAC 59.52 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 03.05.1994 JAAC 59.52 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:27", "Checksum": "d5e8ce0655ed0124f734e50d69cd4938", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 03.05.1994 JAAC 59.52 \r\n\n1.a. Nach Art. 11 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 5. Oktober 1979 (AsylG,\nSR 142.31) können Verfügungen des BFF betreffend Asylverweigerung und\nWegweisung bei der Schweizerischen Asylrekurskommission angefochten\nwerden. Wegweisung bedeutet dabei sowohl Wegweisung während als auch\nnach Abschluss des Asylverfahrens (Art. 1 Abs. 2 der V vom 18. Dezember 1991\nüber die Schweizerische Asylrekurskommission [VOARK], SR 142.317). Die\nAsylrekurskommission ist damit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde\nzuständig.\nb. In bezug auf vorsorgliche Wegweisungen gemäss Art. 19 Abs. 2 AsylG stellt\nsich allerdings die Frage, ob es sich bei einer derartigen Anordnung lediglich\num eine Zwischen- oder aber bereits - soweit die Wegweisung betreffend -\num eine Endverfügung handelt. Die praktische Bedeutung der Zuordnung\nliegt darin, dass gemäss Art. 46a AsylG Zwischenverfügungen, welche in\nAnwendung der Art. 13-19 AsylG ergehen, nur dann selbständig anfechtbar\nsind, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken\nkönnen, und dass Zwischenverfügungen vom Betroffenen innert einer Frist\nvon 10 Tagen, Endverfügungen hingegen innert einer Frist von 30 Tagen\nangefochten werden müssen.\nDie ARK hat die erwähnte Frage in ihrem Grundsatzentscheid vom\n29. September 1993 in der Sache L.-U. unter Hinweis auf Gygi (Gygi Fritz,\nBundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983) sowie auf einen Entscheid\ndes Bundesgerichts aufgeworfen, schliesslich aber offen gelassen, weil\nim damals zu beurteilenden Fall nicht eine vorsorgliche, sondern eine\nsofortige Wegweisung gemäss Art. 13d Abs. 4 AsylG in den Heimatstaat\nAnfechtungsobjekt bildete (VPB 58.55, S. 461, E. 4.b).\nDer in VPB 58.55, S. 461 zitierte Autor Gygi vertritt die Auffassung, dass es\nsich in denjenigen Fällen, in welchen eine Behörde eine Verfügung über\neine vorläufige Regelung eines Rechtsverhältnisses treffe, nicht um eine\nZwischen-, sondern vielmehr um eine Endverfügung handle (vgl. Gygi,\na. a. O., S. 141). Er verweist dabei auf einen Entscheid des Bundesgerichts,\nin welchem dieses die Anordnung der vorläufigen Dienstenthebung eines\nBeamten hinsichtlich ihrer Anfechtbarkeit einer Endverfügung gleichsetzte\n(BGE 104 Ib 132 ff.). Die Lektüre dieses Entscheides zeigt indessen, dass das\nBundesgericht aufgrund dogmatischer Überlegungen an sich zum Schluss\nkam, es handle sich bei dieser Massnahme um eine Zwischenverfügung,\nweil einerseits ein enger Sachzusammenhang zwischen einer vorläufigen\nDienstenthebung und einem anschliessenden Hauptverfahren bezüglich\nder definitiven Auflösung des Dienstverhältnisses bestehe, und weil die\nMassnahme andererseits bloss provisorischen Charakter aufweise. Den\n\n"}