{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-05-03", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-59-52--_1994-05-03.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002690.pdf?ID=150002690", "Checksum": "761d8559ff8c4a35e639e85e54a69194"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.52 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 03.05.1994 JAAC 59.52 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 03.05.1994 JAAC 59.52 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 03.05.1994 JAAC 59.52 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:27", "Checksum": "d5e8ce0655ed0124f734e50d69cd4938", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 03.05.1994 JAAC 59.52 \r\n\n JAAC 59.52\n\nAuszug aus einem Entscheid der Schweizerischen\nAsylrekurskommission vom 3. Mai 1994\n\nDécision de principe de la Commission suisse de recours en matière\nd’asile[5]. Art. 19 al. 2 LA. Art. 2 et 17 OA 1. Renvoi préventif dans un\nEtat tiers. Nature juridique de la décision. Interprétation de la notion\n«quelque temps». Autres motifs d’exigibilité.\n1. La décision de renvoi préventif selon l’art. 19 al. 2 LA est une décision\nincidente susceptible de recours distinct (consid. 1.b).\n2. La notion de «quelque temps» utilisée à l’art. 6 al. 1 let. a est identique\nà celle utilisée à l’art. 19 al. 2 let. b LA. Elle correspond à la définition\ndonnée à l’art. 2 OA 1, soit «en général, 20 jours» (consid. 3.b).\n3. L’énumération des motifs d’exigibilité figurant à l’art. 19 al. 2 let. a-c\nLA n’est pas exhaustive. Un renvoi préventif peut également être\nconsidéré comme exigible pour d’autres motifs (consid. 3.c).\n\nGrundsatzentscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission[4].\nArt. 19 Abs. 2 AsylG. Art. 2 und 17 AsylV 1. Vorsorgliche Wegweisung in\nDrittstaat. Rechtsnatur der Verfügung. Auslegung des Begriffes «einige\nZeit». Weitere Zumutbarkeitsgründe.\n1. Bei der Anordnung einer vorsorglichen Wegweisung gemäss\nArt. 19 Abs. 2 AsylG handelt es sich um eine selbständig anfechtbare\nZwischenverfügung (E. 1.b).\n2. Der in den Art. 6 Abs. 1 Bst. a und Art. 19 Abs. 2 Bst. b AsylG\nverwendete Begriff «einige Zeit» bedeutet in beiden Bestimmungen\ndasselbe und ist entsprechend Art. 2 AsylV 1 mit «in der Regel 20 Tagen»\ngleichzusetzen (E. 3.b).\n3. Die Aufzählung der in Art. 19 Abs. 2 Bst. a-c AsylG genannten\nZumutbarkeitsgründe ist nicht abschliessend zu verstehen. Eine\nvorsorgliche Wegweisung kann somit auch aus anderen Gründen als\nzumutbar erachtet werden (E. 3.c).\n\n1\nDecisione di principio della Commissione svizzera di ricorso in materia\nd’asilo[6]. Art. 19 cpv. 2 LA. Art. 2 e 17 OA 1. Rinvio preventivo in uno\nStato terzo. Natura giuridica della decisione. Interpretazione della\nnozione di «qualche tempo». Altri motivi d’esigibilità.\n1. La decisione di rinvio preventivo giusta l’art. 19 cpv. 2 LA è una\ndecisione incidentale suscettibile di ricorso distinto (consid. 1.b).\n2. La nozione di «qualche tempo» di cui all’art. 6 cpv. 1 lett. a è identica\na quella di cui all’art. 19 cpv. 2 LA. Essa corrisponde di regola a 20\ngiorni secondo l’art. 2 OA 1 (consid. 3.b).\n3. L’enumerazione dei motivi d’esigibilità figuranti all’art. 19 cpv. 2\nlett. a-c non è esaustiva. Un rinvio preventivo può essere considerato\nesigibile pure per altri motivi (consid. 3.c).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts\n\nDer Beschwerdeführer verliess Bosnien nach eigenen Aussagen am 20. Juli\n1993 und gelangte via Kroatien am 23. Juli 1993 nach B. (Italien). Bis zum\n12. August 1993 habe er sich sodann - mit einem Unterbruch vom 29. Juli\nbis zum 2. oder 3. August 1993, als er nach Kroatien zurückgekehrt sei, um\nfür seine damalige Freundin und heutige Ehefrau V. T. (ihrerseits ebenfalls\nStaatsangehörige von Bosnien-Herzegowina), welche zunächst in Bosnien\nzurückgeblieben war, einen Reisepass zu beschaffen - in B. aufgehalten.\nGegen Bezahlung von DM 600.- habe er von den italienischen Behörden eine\nAufenthaltsbewilligung, befristet bis zum 23. Juli 1994, erhalten. Weil er und\nV. T. in Italien keine Wohnung gefunden und dort auch keine Zukunft gesehen\nhätten, seien sie in der Folge in die Schweiz gekommen, wo sie sich vor der\nEinreichung ihrer Asylgesuche (am 26. August 1993) bei I. J. in Z. aufgehalten\nhätten.\nAm 28. September 1993 lehnte das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) das\nAsylgesuch von V. T. ab und ordnete deren Wegweisung aus der Schweiz\nan. Gleichzeitig verfügte es aufgrund der Unzumutbarkeit des Vollzuges\nder Wegweisung in ihren Heimatstaat ihre vorläufige Aufnahme in der\nSchweiz. Diese Verfügung ist in der Zwischenzeit unangefochten in Rechtskraft\nerwachsen.\nMit Verfügung vom 6. Oktober 1993 ordnete das BFF die vorsorgliche\nWegweisung des Beschwerdeführers nach Italien an und entzog gleichzeitig\neiner allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung.\nMit Eingabe vom 15. Oktober 1993 beantragt der Beschwerdeführer die\nAufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, sowie die Wiederherstellung\nder aufschiebenden Wirkung.\nMit Instruktionsverfügung vom 28. Oktober 1993 hat die Schweizerische\nAsylrekurskommission (ARK) das Begehren um Wiederherstellung der\naufschiebenden Wirkung gutgeheissen. Die Vorinstanz beantragt in ihrer\n\n2\nVernehmlassung vom 29. Oktober 1993 die Abweisung der Beschwerde. Mit\nSchreiben vom 15. November 1993 hat der Beschwerdeführer von dem ihm\ngewährten Replikrecht Gebrauch gemacht.\nAm 4. Februar 1994 haben der Beschwerdeführer und V. T. in der Schweiz\ngeheiratet.\nDie ARK weist die Beschwerde ab.\n\nAus den Erwägungen\n\n"}