{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-03-25", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-59-49--_1994-03-25.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002678.pdf?ID=150002678", "Checksum": "84a4239b97b653ad0cc3750c8e41ec72"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.49 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 25.03.1994 JAAC 59.49 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 25.03.1994 JAAC 59.49 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 25.03.1994 JAAC 59.49 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:23", "Checksum": "52e7f3b15ed9a77199bd4e104084060d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 25.03.1994 JAAC 59.49 \r\n\n JAAC 59.49\n\nAuszug aus einem Entscheid der Schweizerischen\nAsylrekurskommission vom 25. März 1994\n\nArt. 16 al. 2 LA. Art. 58 PA. Radiation d’un Etat de la liste des\n«safe-countries». Obligation pour l’ODR de procéder à un nouvel\nexamen de la demande.\nSi, en cours de procédure de recours, un Etat n’est plus reconnu comme\nexempt de persécutions, le fondement de la décision de non-entrée en\nmatière prise par l’ODR devient caduc. L’office doit donc procéder au\nréexamen de sa décision.\n\nArt. 16 Abs. 2 AsylG. Art. 58 VwVG. Widerruf der Bezeichnung als\n«safe-country». Pflicht des BFF zur Wiedererwägung.\nWird während der Hängigkeit einer Beschwerde die Qualifikation eines\nLandes als «verfolgungssicher» widerrufen, so wird die Grundlage der\nNichteintretensverfügung des BFF hinfällig und die Vorinstanz hat ihre\nVerfügung in Wiedererwägung zu ziehen.\n\nArt. 16 cpv. 2 LA. Art. 58 PA. Radiazione di uno Stato dal novero delle\n«safe-countries». Obbligo di riesame per l’UFR.\nOve in corso di procedura ricorsuale uno Stato sia radiato dal novero\ndei «Paesi sicuri», diventa caduco il fatto posto a fondamento della\ndecisione di non entrata nel merito. L’UFR deve pertanto procedere al\nriesame della propria decisione.\n\n1\nZusammenfassung des Sachverhalts\n\nMit Verfügung vom 10. März 1992 trat das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF)\nauf das im November 1990 eingereichte Asylgesuch der Beschwerdeführer\nnicht ein, da ihr Herkunftsland vom Bundesrat am 25. November 1991\nals «safe-country» bezeichnet worden war und sich keine Hinweise auf\nindividuelle Verfolgung ergäben. Einer allfälligen Beschwerde wurde die\naufschiebende Wirkung entzogen.\nGegen diese Verfügung reichte die Familie K. am 10. April 1992 Beschwerde\nein. Der Vollzug wurde durch die Instruktionsrichterin am 15. April 1992\nvorsorglich ausgesetzt, und mit Zwischenverfügung vom 3. Juli 1992 wurde die\naufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder hergestellt.\nAm 6. Juli 1992 wurden die Akten der Vorinstanz zur Vernehmlassung\nüberwiesen. Am 2. September 1992 zog das BFF seine Verfügung bezüglich\ndes Vollzugs der Wegweisung in Wiedererwägung und ordnete die vorläufige\nAufnahme der Beschwerdeführer an. In den übrigen Punkten des Dispositivs\nhielt das BFF an seiner Verfügung fest und beantragte auch im Rahmen\neines weiteren Schriftenwechsels vom 13. November 1992 die Abweisung\nder Beschwerde.\nDie Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) heisst die Beschwerde gut,\nhebt die angefochtene Verfügung auf und überweist die Akten dem BFF zur\nFortführung des Asylverfahrens.\n\nAus den Erwägungen\n\n2. Mit Beschwerde an die ARK kann die Verletzung von Bundesrecht,\ndie unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen\nSachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 11 Abs. 3\nAsylgesetz vom 5. Oktober 1979 [AsylG], SR 142.31).\nDas Bundesamt ist auf das Asylgesuch der Beschwerdeführer vom\n22. Februar 1991 nicht eingetreten. Mit der Beschwerde kann im Rahmen\nder gesetzlichen Rügegründe nur geltend gemacht werden, die Vorinstanz\nsei zu Unrecht nicht auf das Asylgesuch eingetreten (vgl. Saladin Peter,\nDas Verwaltungsverfahrensrecht des Bundes, Basel 1979, S. 101). Die\nBeurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz ist somit darauf\nbeschränkt, im Fall der Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene\nVerfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die\n\n"}