{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-08-03", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-59-46--_1994-08-03.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002669.pdf?ID=150002669", "Checksum": "439c318f94e7e8c01d01d3146229aab1"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.46 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 03.08.1994 JAAC 59.46 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 03.08.1994 JAAC 59.46 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 03.08.1994 JAAC 59.46 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:58", "Checksum": "a3cd792c2f91043e04446beabb3b8797", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 03.08.1994 JAAC 59.46 \r\n\n JAAC 59.46\n\nAuszug aus einem Entscheid der Schweizerischen\nAsylrekurskommission vom 3. August 1994\n\nArt. 11 al. 3 let. a LA. Motifs de recours. Accord sur le rapatriement.\nLe grief selon lequel l’ODR, par la fixation d’un délai de départ trop\nbref, aurait violé l’accord du 11 janvier 1994 sur le renvoi coordonné\ndes demandeurs d’asile déboutés au Sri Lanka, de même que l’ordre de\npriorité «last in, first out», ne constitue pas un motif recevable au sens\nde l’art. 11 al. 3 LA; partant, son examen échappe à la compétence de la\nCRA.\n\nArt. 11 Abs. 3 Bst. a AsylG. Zulässige Rügen. Rückführungsabkommen.\nDie Rüge, das BFF habe mit der Ansetzung einer zu kurzen\nAusreisefrist die Vereinbarung vom 11. Januar 1994 über eine\nkoordinierte Rückführung von abgewiesenen Asylsuchenden nach\nSri Lanka sowie das Prinzip «last in, first out» verletzt, stellt keinen\nzulässigen Beschwerdegrund dar und fällt demzufolge nicht in die\nPrüfungszuständigkeit der Asylrekurskommission.\n\nArt. 11 cpv. 3 lett. a LA. Doglianze ricevibili. Accordo sul rimpatrio.\nLa doglianza secondo la quale l’UFR avrebbe violato l’accordo\ndell’11 gennaio 1994 sul rinvio coordinato verso lo Sri Lanka dei\nrichiedenti la cui domanda d’asilo è stata respinta per avere fissato\nun termine di partenza troppo breve e per non avere tenuto conto\ndel principio «last in, first out» è irricevibile, ritenuto che la stessa\nnon rientra nei motivi che possono farsi valere nei ricorsi interposti\ndinnanzi alla CRA.\n\n1\nAus den Erwägungen\n\n3.a. Der Beschwerdeführer rügt in einem ersten Punkt, indem ihm die\nVorinstanz eine Ausreisefrist auf den 15. September 1994 angesetzt habe,\nhabe sie das Rückführungsabkommen zwischen der Schweiz und Sri Lanka\nvom 11. Januar 1994 verletzt. In Ziff. 4 des Abkommens sei eine Rückkehr\nabgewiesener Asylsuchender «in a phased manner» vereinbart worden,\num die Anzahl der Rückkehrer zu kontrollieren. Diesbezüglich habe das\nBundesamt für Flüchtlinge (BFF) verlauten lassen, es sei 1994 und 1995\nmit je 300 Ausschaffungen zu rechnen. Weil aber das Abkommen sowohl\ndie freiwilligen Rückkehrer als auch die zwangsweise Ausgeschafften\numfasse, habe das BFF bereits 1993 und erneut im laufenden Jahr mit der\ngrossen Anzahl abgewiesener srilankischer Asylgesuche die selbst gesetzte\nRückkehrquote bei weitem überschritten. Erschwerend komme hinzu, dass\nes entgegen eigener Versprechungen auch dem Prinzip «last in, first out»\nin der Praxis keine Beachtung schenke. Es werde deshalb im vorliegenden\nBeschwerdeverfahren die Verlängerug der Ausreisefrist beantragt, weil nur\nauf diese Weise eine effektive Rückkehrkontrolle ausgeübt werden könne.\nb. Der Beschwerdeführer verkennt bei dieser Argumentation, dass das\nbilaterale Rückführungsabkommen vom 11. Januar 1994 in seiner definitiven\nFassung nirgends der Schweiz die verbindliche Pflicht auferlegt, sich\nbei der Repatriierung abgewiesener srilankischer Asylbewerber an\nzahlenmässig genau bestimmte Kontingente zu halten. Die Bedeutung der\nvom Beschwerdeführer zitierten Ziff. 4 des Abkommens besteht einzig\nin einer Übereinkunft der Unter-zeichnerstaaten, bei der praktischen\nUmsetzung des Abkommens gestaffelt und nach jeweiliger vorgängiger\nAbsprache vorzugehen, um die Anzahl der Rückkehrer jederzeit unter\nKontrolle zu halten. Diese Regelung ist bis heute von den Vertragsparteien\nnicht in rechtlich verbindlicher Form konkretisiert worden. Der einstigen\nVerlautbarung des BFF, derzufolge 1994 und 1995 jeweils 300 Rückschaffungen\nvorgesehen gewesen wären, kommt kein Rechtscharakter zu, so dass sich\ndie Rüge des Beschwerdeführers zum vornherein nicht darauf stützen lässt.\nDas BFF ist denn auch jüngst von der alten Formel abgekommen und hat\nnunmehr in Übereinstimmung mit dem «United Nations High Comissioner for\nRefugees» (Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen [UNHCR])\nverlauten lassen, dass 1994 und 1995 jeweils mehrere hundert abgewiesene\nAsylbewerber aus der Schweiz nach Sri Lanka repatriiert würden. Von dieser\nneuen Formel würden sämtliche Rückkehrer erfasst, die nach negativem\nAsylentscheid pflichtgemäss und kontrolliert ausreisen oder zwangsweise\nzurückgeführt und demzufolge dem UNHCR und der Schweizer Botschaft in\nSri Lanka gemeldet würden (vgl. Neue Zürcher Zeitung vom 27. Juli 1994). Die\nvom Beschwerdeführer beanstandete Ansetzung der Ausreisefrist stützt sich\nnach dem Gesagten nicht auf geltendes Landes- oder Völkerrecht, sondern\nist vielmehr in Abstimmung mit den von den beiden Signatarstaaten im\nNachgang zum Vertragsschluss festgelegten technischen Vollzugsmodalitäten\nerfolgt, die ihrerseits nicht der Prüfungsbefugnis der Schweizerischen\nAsylrekurskommission (ARK) unterliegen. In diesem Zusammenhang\nist sodann auf das Kreisschreiben des BFF über die Behandlung von\n\n"}