{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1993-09-29", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-59-44--_1993-09-29.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002663.pdf?ID=150002663", "Checksum": "1f8573dfc5807cfc565389ad67675eee"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.44 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 29.09.1993 JAAC 59.44 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 29.09.1993 JAAC 59.44 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 29.09.1993 JAAC 59.44 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:44", "Checksum": "7479c53b0dc95d6d9befe6b699773831", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 29.09.1993 JAAC 59.44 \r\n\n JAAC 59.44\n\nAuszug aus einem Entscheid der Schweizerischen\nAsylrekurskommission vom 29. September 1993\n\nArt. 7 al. 1 et 2 LA. Regroupement familial (demande de réexamen).\n1. Lorsqu’un des époux a dû involontairement interrompre sa fuite, son\ndépart ultérieur, dans l’optique d’un regroupement familial, demeure\nconstitutif d’une fuite au sens de la loi, pour autant que tout ait été\ntenté pour reprendre le chemin de la fuite (consid. 5.b).\n2. L’admission de circonstances particulières au sens de l’art. 7 al. 2 LA\nrésulte de situations de fait concrètes et de l’idée de base ancrée dans\nle Message du Conseil fédéral à l’appui de la loi sur l’asile, qui veut que\nl’on se laisse guider dans l’interprétation de cette disposition par des\nconsidérations humanitaires (consid. 5.c).\n\nArt. 7 Abs. 1 und 2 AsylG. Familienvereinigung\n(Wiedererwägungsgesuch).\n1. Wird die Flucht des einen Ehegatten unfreiwillig unterbrochen, so\ngilt die spätere, im Rahmen der Familienvereinigung erfolgte Ausreise\nimmer noch als Flucht im Sinne des Gesetzes, sofern alles daran gesetzt\nwurde, die begonnene Flucht fortzusetzen (E. 5.b).\n2. Die Annahme besonderer Umstände im Sinne von Art. 7 Abs. 2\nAsylG ergibt sich aus den tatsächlichen Verhältnissen und dem in der\nBotschaft zum Asylgesetz festgehaltenen Grundgedanken, wonach\nman sich bei der Auslegung dieser Bestimmung von humanitären\nÜberlegungen leiten lassen solle (E. 5.c).\n\n1\nArt. 7 cpv. 1 e 2 LA. Ricongiungimento familiare (domanda di riesame).\n1. Ove un coniuge abbia dovuto involontariamente interrompere la\nfuga, la sua ulteriore partenza conta, nell’ottica del ricongiungimento\nfamiliare, quale fuga ai sensi di legge, nella misura in cui nulla sia stato\nlasciato di intentato onde proseguire l’iniziale fuga (consid. 5.b).\n2. L’esistenza di circostanze particolari pertinenti giusta l’art. 7 cpv. 2\nLA dipende dalla situazione del caso concreto, tenuto altresì conto del\nconcetto fondamentale formulato nel Messaggio del Consiglio federale\nconcernente la legge sull’asilo, in virtù del quale nell’interpretazione\ndi questa disposizione l’autorità giudicante deve lasciarsi guidare da\nconsiderazioni umanitarie (consid. 5.c).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts\n\nIm Jahre 1980 versuchte das Ehepaar C. L. und K. L.-T. aus Vietnam zu fliehen.\nDem Ehemann C. L. gelang die Flucht, und er reiste am 19. September 1980\nin die Schweiz ein. Mit Verfügung vom 13. November 1980 anerkannte ihn\ndas Bundesamt für Polizeiwesen (BAP) als Flüchtling und erteilte ihm Asyl.\nDer Ehefrau K. L.-T. hingegen gelang die Flucht nicht, weshalb sie zu ihrer\nMutter T. K. zurückkehrte. Am 8. März 1983 hiess das BAP das Gesuch von C.\nL. um Familienzusammenführung mit seiner Ehefrau K. L.-T. gut. Am 17. Juli\n1982 reiste K. L.-T. in die Schweiz ein und nahm die eheliche Gemeinschaft mit\nihrem Gatten wieder auf.\nNach der Ausreise ihrer Tochter K. L.-T. lebte die in Vietnam verbliebene\nMutter T. K. mit ihrem Sohn und ihrer Pflegetochter zusammen, welche\nbeide T. K. später verliessen. Im Jahre 1983 stellte K. L.-T. erstmals ein Gesuch\num Familienzusammenführung mit ihrer Mutter T. K., welches vom BAP\nabgelehnt wurde. In der Folge stellte K. L.-T. mehrere Begehren gleichen\nInhalts, die alle negativ entschieden wurden. Am 11. Oktober 1990 reiste T. K.\nals Touristin in die Schweiz ein. Erneut reichte K. L.-T. am 8. Januar 1991 ein\nGesuch um Familienvereinigung mit ihrer Mutter ein. Dieses Gesuch wurde\nvom Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) am 1. Februar 1991 abgelehnt.\nDie dagegen gerichtete Beschwerde wird von der Schweizerischen\nAsylrekurskommission (ARK) gutgeheissen.\n\nAus den Erwägungen\n\n4. Die Wiedererwägung einer früheren Verfügung kommt dann in Betracht,\nwenn im Vergleich zum rechtskräftigen Entscheid eine wesentlich veränderte\nSachlage vorliegt (...).\na. Im Gesuch vom 8. Januar 1991 wird sinngemäss ausgeführt, dass T. K. seit\ndem 11. Oktober 1990 als Touristin in der Schweiz weile. Sie sei in Vietnam\nweiterhin auf sich selbst gestellt und geniesse keinerlei Hilfe von Verwandten,\nnachdem ihr Sohn verschollen und ihr Pflegekind zu seiner angestammten\n\n"}