{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-03-18", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-59-43--_1994-03-18.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002660.pdf?ID=150002660", "Checksum": "00b1ebd4a654e20e8e2d0148032afeb6"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.43 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 18.03.1994 JAAC 59.43 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 18.03.1994 JAAC 59.43 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 18.03.1994 JAAC 59.43 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:23", "Checksum": "7552999500453234cf8b3384cd05b462", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 18.03.1994 JAAC 59.43 \r\n\n 6\nverwaltungsrechtlichen Normierung zu ermitteln (vgl. Saladin Peter / Zimmerli\nUlrich, Einführung in das Verwaltungsrecht, Skriptum für die Vorlesung,\nAusgabe 1990, S. 79 f.).\ncc. Auch in der privatrechtlichen Literatur wird das Problem aufgegriffen\nund ähnlich gewürdigt. So findet sich beispielsweise in einem aktuellen\nKommentar zum IPRG zur Regelung der Handlungsfähigkeit in Art. 35\ndieses Erlasses folgende Passage: «Wie weit die IPRG-Regelung für die nicht\nzivilrechtlichen Bereiche der Rechtsordnung massgebend ist, muss im Wege\nder Auslegung des Begriffes bei dem jeweils in Frage stehenden Rechtsinstitut\nbeantwortet werden. Soweit die Regelung nicht an die Handlungsfähigkeit\nanknüpft, ist eine autonome Auslegung geboten» (vgl. Heini Anton und\nMitherausgeber, Kommentar zum Bundesgesetz über das internationale\nPrivatrecht, Zürich 1993, S. 338 Rz. 10). Der Kommentar verweist im weiteren\nauf BGE 109 IV 44 (siehe weiter unten); das Bundesgericht habe in jenem\nFall zu Recht den Begriff der Mündigkeit ohne Rücksicht auf das Privatrecht\nautonom ausgelegt. Das Strafrecht meine bei seiner Verweisung auf einen\nBegriff des Privatrechts nur dessen «Tatbestandsinhalt», verwende den Begriff\nnur als «Kürzel». Der Begriff der Mündigkeit im Zusammenhang mit der\nKuppelei beurteile sich gemäss dem Zweck der Norm ausschliesslich nach\nschweizerischem Recht.\ndd. Im weiteren wird auch in der öffentlichrechtlichen Rechtsprechung\ndes Bundesgerichts die direkte Übernahme zivilrechtlicher Institute nur\nsehr eingeschränkt bejaht. So hat das Bundesgericht im Steuerrecht einen\neigenen Wohnsitzbegriff, welcher von der zivilrechtlichen Ausgestaltung\nabweicht, geprägt und ausgeführt, dass «(...) das Bundesgericht (...) in neuerer\nRechtsprechung die tatsächlichen Lebensverhältnisse eines leitenden\nAngestellten in differenzierterer Weise gewürdigt und erklärt (hat), dass die\nBegründung des Steuerdomizils am Arbeitsort für den in leitender Stellung\nTätigen eine Ausnahme vom Grundsatz darstelle, dass der Mittelpunkt der\nLebensverhältnisse für die Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes\nmassgeblich sei (...). Bei der Festlegung des Steuerdomizils sei nämlich, der\nNatur des Steuerrechts entsprechend, den wirtschaftlichen Gegebenheiten, das\nheisst den Verbindungen zum Ort der Erwerbstätigkeit, ein etwas grösseres\nGewicht beizumessen, als sie es bei der Bestimmung des zivilrechtlichen\nWohnsitzes haben würden (...)» (BGE 101 Ia 560 f.).\nIn einem sozialversicherungsrechtlichen Fall stellte das Eidgenössische\nVersicherungsgericht fest: «Enthält das Privatrecht Rechtsgrundsätze, die\nim öffentlichen Recht fehlen, dürfen diese zur Auslegung und Ergänzung\nunklarer und lückenhafter Bestimmungen (des Sozialversicherungsrechts)\nunter Berücksichtigung ihres Normzwecks und der ihnen zugrundeliegenden\nInteressenlage herangezogen werden.» (BGE 114 V 222, zitiert bei Rhinow\nRené A. / Krähenmann Beat, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung,\nErgänzungsband, Basel / Frankfurt a. M. 1990, S. 79).\nIn einem weiteren sozialversicherungsrechtlichen Fall gelangte das\nBundesgericht zum Schluss, dass der Begriff «Arbeitnehmer» im\nSozialversicherungsrecht in einem weiteren Sinne zu verstehen sei als im\nArbeitsvertragsrecht (BGE 115 Ib 43 f.).\n\n"}