{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-03-18", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-59-43--_1994-03-18.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002660.pdf?ID=150002660", "Checksum": "00b1ebd4a654e20e8e2d0148032afeb6"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.43 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 18.03.1994 JAAC 59.43 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 18.03.1994 JAAC 59.43 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 18.03.1994 JAAC 59.43 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:23", "Checksum": "7552999500453234cf8b3384cd05b462", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 18.03.1994 JAAC 59.43 \r\n\n JAAC 59.43\n\nAuszug aus einem Entscheid der Schweizerischen\nAsylrekurskommission vom 18. März 1994\n\nDécision de principe de la Commission suisse de recours en matière\nd’asile[2]. Art. 3 al. 3 LA. Reconnaissance de la qualité de réfugié. Entrée\nen Suisse: moment déterminant. Définition de la minorité.\n1. Dans le cadre de la reconnaissance de la qualité de réfugié à un\nmembre de la famille, il est sans importance que celui-ci soit entré en\nSuisse avant, après ou en même temps que la personne d’ores et déjà\nreconnue comme réfugiée (consid. 3).\n2. La notion de minorité, au sens de l’art. 3 al. 3 LA, est définie par le\ndroit suisse et non par le droit en vigueur dans le pays d’origine du\nrequérant (consid. 4).\n\nGrundsatzentscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission[1].\nArt. 3 Abs. 3 AsylG. Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft.\nMassgeblicher Zeitpunkt der Einreise. Begriff der Minderjährigkeit.\n1. Für den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft eines\nFamilienangehörigen ist es unerheblich, ob der Gesuchsteller vor,\nmit, oder nach der als Flüchtling anerkannten Person in die Schweiz\neingereist ist (E. 3).\n2. Der Begriff der Minderjährigkeit nach Art. 3 Abs. 3 AsylG beurteilt\nsich nach schweizerischem Recht und nicht nach dem jeweiligen\nHeimatrecht des Gesuchstellers (E. 4).\n\n1\nDecisione di principio della Commissione svizzera di ricorso in materia\nd’asilo[3]. Art. 3 cpv. 3 LA. Inclusione nella qualità di rifugiato. Entrata\nin Svizzera: momento determinante. Definizione di età minore.\n1. Per l’inclusione nella qualità di rifugiato del coniuge o dei figli\nminorenni è irrilevante se quest’ultimi siano entrati in Svizzera prima,\ncontemporaneamente o dopo la persona cui è già stata riconosciuta la\nqualità di rifugiato (consid. 3).\n2. La nozione di età minore giusta l’art. 3 cpv. 3 LA è definita secondo\nil diritto svizzero e non secondo quello in vigore nel Paese d’origine del\nrichiedente (consid. 4).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts\n\nDie Beschwerdeführerin verliess Bosnien am 21. August 1992 und gelangte am\n23. August 1992 via Kroatien und Italien in die Schweiz, wo sie am 28. August\n1992 ein Asylgesuch stellte. Im wesentlichen machte die Beschwerdeführerin\ndabei geltend, sie habe ihre Heimat wegen des Krieges verlassen. Am\n19. August 1992 sei sie zusammen mit anderen Leuten von Soldaten an die\nkroatische Grenze gestellt worden.\nAm 23. Dezember 1992 respektive 14. Januar 1993 reisten in der Folge\nauch die Eltern sowie die beiden Brüder der Beschwerdeführerin in die\nSchweiz ein. Mit Verfügungen vom 3. respektive 21. Januar 1993 wurde\nihnen anschliessend im Rahmen der Flüchtlingsaufnahmeaktion «1000» die\nFlüchtlingseigenschaft zuerkannt und Asyl gewährt.\nMit Verfügung vom 5. April 1993 lehnte das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF)\ndas Asylgesuch der Beschwerdeführerin ab und ordnete deren Wegweisung\naus der Schweiz an. Gleichzeitig verfügte es die vorläufige Aufnahme der\nBeschwerdeführerin in der Schweiz aufgrund der Unzumutbarkeit des\nVollzuges der Wegweisung in ihren Heimatstaat.\nMit Eingaben vom 16. April 1993 beziehungsweise 2. August 1993 ersuchte die\nBeschwerdeführerin das BFF um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft ihrer\nEltern.\nMit Verfügung vom 17. September 1993 - eröffnet am 21. September 1993 -\nwies das BFF das Gesuch ab, im wesentlichen mit der Begründung, dass die\nBeschwerdeführerin bei ihrer Einreise in die Schweiz nach heimatlichem\nRecht bereits volljährig gewesen und zudem vor ihren Eltern in die Schweiz\ngeflüchtet sei. Gleichzeitig bestätigte das BFF die verfügte vorläufige\nAufnahme.\nMit Eingabe vom 21. Oktober 1993 beantragt die Beschwerdeführerin die\nAufhebung der vorinstanzlichen Verfügungen vom 17. September 1993\nrespektive 5. April 1993. Sie sei in die Flüchtlingseigenschaft ihrer Eltern\neinzuschliessen und es sei ihr in der Schweiz Asyl zu gewähren.\nIn seiner Vernehmlassung vom 5. November 1993 beantragt das BFF die\nAbweisung der Beschwerde.\n\n2\nDie Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) heisst die Beschwerde gut\nund weist die Vorinstanz an, der Beschwerdeführerin nach Art. 3 Abs. 3 des\nAsylgesetzes vom 5. Oktober 1979 (AsylG, SR 142.31) Asyl zu gewähren.\n\nAus den Erwägungen\n\n"}