{"Signatur": "CH_VB_031", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1993-05-18", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_031_JAAC-58-59--_1993-05-18.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002216.pdf?ID=150002216", "Checksum": "e3eaf8fbe673ec729bd80fc54b85e3a2"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 58.59 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 18.05.1993 JAAC 58.59 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile 18.05.1993 JAAC 58.59 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo 18.05.1993 JAAC 58.59 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission suisse de recours en matière d'asile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione svizzera di ricorso in materia d'asilo"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission suisse de recours en matière d'asile, jusqu'à 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:31:01", "Checksum": "d3bcb9a3251f883a737b9b250cab9f4a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 18.05.1993 JAAC 58.59 \r\n\n 2\nMit Eingabe vom 26. März 1993 beantragt der Beschwerdeführer die\nAufhebung der vorinstanzlichen Verfügung sowie die Wiederherstellung\nder aufschiebenden Wirkung.\nMit Instruktionsverfügung vom 8. April 1993 hat die Schweizerische\nAsylrekurskommission (ARK) das Begehren um Wiederherstellung der\naufschiebenden Wirkung abgewiesen.\nDie Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 19. April 1993 die\nAbweisung der Beschwerde.\nDie ARK heisst die Beschwerde gut, hebt die angefochtene Verfügung auf\nund weist die Vorinstanz an, dem Beschwerdeführer die Wiedereinreise\nin die Schweiz zu gestatten und das Asylverfahren in materieller Hinsicht\nweiterzuführen.\nAus den Erwägungen\n1.a. Nach Art. 11 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 5. Oktober 1979 (AsylG, SR\n142.31) können Verfügungen des BFF betreffend Asylverweigerung und\nWegweisung bei der ARK angefochten werden. Wegweisung bedeutet dabei\nsowohl Wegweisung während als auch nach Abschluss des Asylverfahrens\n(Art. 1 Abs. 2 der V vom 18. Dezember 1991 über die Schweizerische\nAsylrekurskommission [VOARK, SR 142.317]). Die ARK entscheidet seit dem\n1. April 1992 endgültig über alle hängigen und neu eingehenden Beschwerden\n(Art. 1 Abs. 1 und Art. 32 Abs. 1 VOARK) und ist damit zur Beurteilung der\nvorliegenden Beschwerde zuständig.\nb. Zwischenverfügungen, die in Anwendung der Art. 13-19 AsylG ergehen,\nkönnen nur durch Beschwerde gegen die Endverfügung angefochten werden;\nselbständig anfechtbar sind, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden\nNachteil bewirken können:\na. vorsorgliche Massnahmen,\nb. Verfügungen, mit denen das Verfahren sistiert wird (vgl. Art. 46a AsylG).\nDie Anordnung einer Wegweisung während des Asylverfahrens stellt eine\nvorsorgliche Massnahme dar, die einen nicht wieder gutzumachenden\nNachteil bewirken kann. Demnach ist die Zwischenverfügung der Vorinstanz\nvom 15. März 1993 taugliches Anfechtungsobjekt und damit mit Beschwerde\nselbständig anfechtbar (vgl. Kälin Walter, Grundriss des Asylverfahrens, Basel\n1990, S. 280; Achermann Alberto / Hausammann Christina, Handbuch des\nAsylrechts, Bern 1991, S. 334).\nc. Der Beschwerdeführer ist legitimiert; auf die frist- und formgerecht\neingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).\n2.a. Wer ein Asylgesuch in der Schweiz gestellt hat, darf sich grundsätzlich\nbis zum Abschluss des Verfahrens hierzulande aufhalten. Vorbehalten bleibt\nein Vollzug nach Entzug der aufschiebenden Wirkung einer Beschwerde (vgl.\nArt. 19 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 AsylG).\nArt. 19 Abs. 2 AsylG hält fest, dass der Gesuchsteller jedoch vorsorglich\nweggewiesen werden kann, wenn die Weiterreise in einen Drittstaat möglich,\nzulässig und zumutbar ist, namentlich wenn:\na. dieser Staat vertraglich für die Behandlung des Asylgesuchs zuständig ist,\n\n"}